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Studentenleben live

Kolloquium (Teil 1)

11 Uhr am Vormittag an einem sonnigen, warmen Tag in Berlin. Ich traf mich mit ein paar Freunden, die ich während des Studiums kennengelernt hatte, zum vorerst letzten Mal in unserer Uni-Cafeteria. Ich bestellte mir meinen Lieblings-Chai-Latte. „Und, bist du nervös?“, fragten sie mich. „Merkwürdigerweise noch gar nicht“, antwortete ich. Es entsprach sogar der Wahrheit. „Ich hoffe, ich bin kurz vor meinem Kolloquium auch so entspannt wie du“, lachte eine Freundin. Sie war nämlich höchst erstaunt, als ich sie kürzlich anrief und fragte, ob wir uns zwei Stunden vor meinem Kolloquium noch auf einen Kaffee treffen wollen. „Willst du dich da nicht noch vorbereiten? Dir ein letztes Mal deine Notizen durchlesen oder so?“, wollte sie wissen. Ich verneinte. An diesem Vormittag würde ich mir nichts mehr ansehen. Absolut gar nichts. Ich hatte mich die Tage zuvor darauf vorbereitet und wollte den Tag der mündlichen Prüfung ganz entspannt beginnen. Und so trafen wir uns und redeten über dieses und jenes. Ich kann jedem angehenden Kolloquium-Prüfling diese Herangehensweise nur wärmstens empfehlen: Man entspannt sich dabei tatsächlich. Es gibt nämlich gar keine Gelegenheit, sich in eine nervenzerrende Nervosität hineinzusteigern, wenn man mit Freunden über Gott und die Welt plaudert. Ich rate nur, die Uhr nicht aus den Augen zu verlieren. Die Zeit vergeht nämlich rasend schnell und ehe man sich versieht, heißt es: „Oh, in 15 Minuten ist es soweit. Ich bin dann mal kurz weg. Bis gleich!“ Eine letzte Viel-Glück-Umarmung und ich machte mich auf den Weg zum Prüfungsraum, wo ich von meinen beiden Prüfern empfangen wurde.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 11, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 11, 2015

Studentenleben live

Ein rechter Stress mit Umweltrecht

Wie ich schon einmal erzählt habe, bin ich seit diesem Semester verstärkt an der rechtswissenschaftlichen Fakultät unterwegs. Ich habe mich für ein Zusatzstudium in Umweltrecht entschieden, mich dafür mit dicken Gesetzestexten eingedeckt, besuche zweimal wöchentlich Veranstaltungen und habe auch schon ein vertiefendes Blockseminar hinter mir. So weit, so kompliziert. Mir gefällt es, mal etwas ganz anderes im Studium zu lernen, nichts Naturwissenschaftliches, nichts mit Blümchen und Bienchen, sondern harte Gesetzestexte. Ganz leicht tue ich mich aber nicht, ist schließlich alles Neuland. Trotzdem habe ich mich entschlossen, die erste von drei Klausuren in diesem Semester mitzuschreiben. Als es soweit war, musste ich doch ganz schön schlucken: Ich sollte eine Genehmigungsprüfung für ein Bauvorhaben mit drei Teilfällen durchführen. Naiv wie ich bin, dachte ich anfangs noch, ich könnte mir einen Fall aussuchen. Da dann aber doch alle drei bearbeitet werden mussten, hatte ich vor allem mit der Zeit zu kämpfen. Mal schauen, was rauskommt und ob ich noch einen oder gar zwei Anläufe brauche. Als nächstes stand eine Klausur aus den Einführungsvorlesungen auf dem Plan. Ich war schon lange nicht mehr so nervös vor einer Prüfung. Zudem fühlte ich mich schlecht vorbereitet. 22 Fragen gab es rund um Bundesemmissions-, Bodenschutz- und Wasserhaushaltsgesetz. Was war ich froh, dass ich doch gut durchkam, die Fragen sich hauptsächlich auf Gesetzestextauslegungen bezogen und mir doch einiges einfiel. Danach konnte ich wirklich erleichtert in das verlängerte Wochenende starten, auch wenn noch nicht klar ist, ob ich die Klausuren bestanden habe. Und die nächste Hürde steht auch schon bevor: Ein Referat für ein Biogeochemie-Symposium, das ich als Pflichtveranstaltung für meine Vertiefung im Master belegen muss. Ich fühle mich schrecklich unter Zeitdruck.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jun 10, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jun 10, 2015

Studentenleben live

Fahrradunfall

Ich habe schon einmal von der außerordentlichen Verkehrssituation in Lima berichtet – überfüllte Straßen, aggressive Autofahrer und ein regelrechtes Chaos. Zwar gibt es einige Radwege, doch werden diese ständig von Autos gekreuzt, die nicht unbedingt mit Radfahrern rechnen.

Letzte Woche auf dem Weg zur Arbeit wurde ich von einem solchen erwischt. Wenngleich ich wohl schon eine halbe Minute lang mit einem Fuß auf dem Boden vor dem Auto stand, fuhr es los und rammte mich. Gott sei Dank ist mir persönlich nichts passiert ist, da ich abspringen konnte, aber das Hinterrad kam nur noch völlig verbeult hinter dem Auto wieder zum Vorschein.

Einige Verkehrspolizisten holten mich und das Auto von der Straße und riefen sogleich eine Streife, die unsere Personalien aufnahm. Zudem brachten sie mein Fahrrad in die Werkstatt. Auch der Fahrer zeigte sich restlos kooperativ und zahlte die Reparaturen. Zuletzt brachte mich die Polizei noch bis in die Nähe meiner Arbeit. Unterwegs erledigten sie allerlei Aufträge, so hatte ich auch etwas Zeit, um wieder zur Ruhe zu kommen und mich mit ihnen zu unterhalten. Sie haben mir erzählt, dass sie immer 24-Stunden-Schichten machen und an jedem zweiten Tag Dienst haben. Morgens um 7 Uhr ist Schichtwechsel.

Ein Mix aus diesen besonderen Arbeitszeiten und der unendlichen Gelassenheit der Peruaner führten schließlich dazu, dass ich unzählige Anrufe tätigen und ziemliche Mühen auf mich nehmen musste, um mein Rad wiederzubekommen. Eine Zusage nach der anderen platzte. Die Bitte, mir doch einfach die Adresse der Radwerkstatt zu geben, wurde mit einem, „Nein, natürlich bringen wir das Rad persönlich vorbei“, abgeschlagen. Einmal hatte ich sogar die eifersüchtige Freundin des Polizisten am Telefon, die begann, ihm eine Szene zu machen. Mehr als eine Woche später hat es dann doch geklappt. Sie brachten mir das Rad bis zur Arbeit, wo ich es glücklich wieder in Empfang nehmen konnte.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 10, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 10, 2015