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Studentenleben live

Treffen junger Autoren

Als ich fünfzehn Jahre alt war, entdeckte ich das Schreiben für mich. Zumindest für mein Alter und nach Einschätzung der Menschen, die mich mochten, war ich auch sehr gut darin. Ich schrieb Gedichte, die sich ganz klassisch nach einem Schema reimen. Irgendwann entdeckte ich den Bundeswettbewerb, bei dem 20 ausgewählte Jungautoren (zwischen zwölf und 21 Jahren) eine Woche lang nach Berlin fahren durften, um an Workshops teilzunehmen und ihre Werke vorzutragen. Ich dachte, wenn ich das gewinnen würde, dann wäre ich richtig gut. Nach Einsendung der Texte, die ich für meine besten hielt, wartete ich. Ich schaute immer wieder auf die Homepage des Veranstalters und wartete darauf, dass die Gewinner bekanntgegeben wurden. Als es soweit war, stellte ich traurig fest, dass ich nicht dabei war, aber dafür eine Anthologie mit den Gewinnertexten bekommen habe.

Nachdem ich die Gedichte gelesen hatte, wusste ich, warum ich nicht gewonnen hatte. Niemand schrieb einfach linksbündig. Die Autoren verwendeten viele Neologismen und Fremdwörtern und es reimte sich nichts. Wörter standen irgendwo quer über die Seite verteilt und ich hätte nur zu gern gewusst, wie man so etwas lesen sollte. Wenn jemand prosaisch schrieb, dann war der Inhalt trotzdem verwirrend. Die Jury schien wohl mehr auf das Künstlerische zu achten. Aber manches war inspirierend, und ich wollte gerne auch so schreiben können.

Ich versuchte es wieder, Jahr für Jahr. Bis heute. Einsendeschluss ist immer im Juli und dieses Mal hatte ich keine Ahnung, was ich dieses Jahr einschicken sollte. Also bastelte ich etwas, das ich dann ganz gut fand und einsendete, nur um die Anthologie zu bekommen. Und tatsächlich! Dieses Jahr bin ich eine von 20 unter 715 Bewerbern, die ausgewählt wurden und nach Berlin fahren dürfen! Es ist … krass. Ein anderes Wort habe ich dafür nicht. Ich freue mich sehr und habe ein bisschen Angst, ob ich mit den anderen Autoren, die ich dort treffe, klarkommen werde. Aber es ist eine riesige Chance und es hilft mir, an mich zu glauben.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Sep 29, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Sep 29, 2015

Studentenleben live

Abstecher nach Hause

Gerade bin ich für eine Woche auf Heimurlaub. Zuvor war ich in Berlin, dann bei einer Freundin in Schleswig-Holstein, bin mit ihr ans Meer gefahren und war shoppen. Danach ging es erst Richtung Mainz und dann Richtung Koblenz, weitere Freundinnen besuchen, Mädels-Abende genießen und unzählige Fotos machen. Dort habe ich auch festgestellt, dass die Rheinpromenade in Rheinland-Pfalz sehr viel schöner ist als in Düsseldorf. Nach ein paar Tagen in Stuttgart bei meiner engsten Freundin trat ich schließlich die Heimreise an. Während in Stuttgart die Sonne vom Himmel strahlte, war ich in Düsseldorf froh, meinen Pulli ganz oben in den Rucksack gepackt zu haben. Außer mir hatte dort niemand eine kurze Hose an und von der Bushaltestelle bis nach Hause – eine Strecke von fünf Minuten – wurde ich auch noch richtig schön nassgeregnet.

Trotzdem ist es schön, nach Hause zu kommen. Ich bin froh, Zeit mit meiner Familie verbringen zu können, insbesondere mit meiner Schwester, die nach einem Jahr in Neuseeland jetzt wieder zurück ist. Außerdem gibt es mehr als genug zu tun: Ich habe die vergangenen Tage damit verbracht, die letzten Restbestände in meinem Wohnheimzimmer in Kisten zu verpacken, zu putzen und zu streichen. Außerdem habe ich mich um die Einschreibungsunterlagen für Bonn gekümmert und war zwischendurch noch auf der Abschiedsparty einer Freundin, die bald für ein Jahr nach Kenia geht.

Bevor der zweite Teil meiner Reise startet und mich für weitere zehn Tage nach Göttingen, Hannover, Hamburg, vielleicht Leipzig, München und ein zweites Mal nach Berlin führt, steht noch der provisorische Umzug an. Ich muss alle Kartons nach Bonn fahren, in den dritten Stock tragen und auspacken, damit es nicht mehr ganz so trostlos aussieht. Vor all dem gibt es aber noch eine weitere wichtige Sache, die ich erledigen muss: Die Einschreibung in Bonn!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Sep 25, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Sep 25, 2015

Studentenleben live

Studentin ist ein körperlich anstrengender Beruf

Klausur Nummer zwei mit dem Thema „Familie und Verwandtschaft in Mittelalter und früher Neuzeit“: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten fand ich diesen Kurs doch sehr interessant. Und mit Klausuren komme ich eigentlich auch ganz gut zurecht, allerdings finde ich sie trotzdem wahnsinnig anstrengend.

Ich stand also vor dem Prüfungsraum und unterhielt mich angeregt mit einer Kommilitonin, die sich ebenfalls für eine Klausur entschieden hatte – ich kann in meinem Fernstudium ja immer wählen, ob ich zu einem Kurs lieber eine Klausur schreibe oder eine Hausarbeit anfertige. Unsere Unterhaltung drehte sich aber gar nicht so sehr um den Stoff, sondern mehr um unsere jeweiligen Lebensentwürfe und Lebenswege. Bei solchen Gelegenheiten lerne ich immer neue Menschen mit ähnlichen, aber auch komplett unterschiedlichen Lebensentwürfen kennen. Und sich vor der Klausur noch vertieft über den Stoff zu unterhalten, macht mich meistens nur noch nervöser als ich ohnehin schon bin.

Und dann ging es los. Wenn mir ein Thema besonders liegt, dann fällt es mir meist schwer, mich kurz zu fassen. Jedenfalls spürte ich die Folgen meiner PC-Arbeit bereits nach einer Stunde: Hand, Arm, Rücken – alles fing an, weh zu tun. Ich bin es einfach nicht gewöhnt, so viel am Stück zu schreiben und so lange zu sitzen. Da soll nochmal einer sagen, Studentin sei kein körperlich anstrengender Beruf...

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Sep 25, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Sep 25, 2015