interaktiv

Studentenleben live

Umschalten

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

03.11.2016

Die jüngsten Semesterferienreisen gen Osten und Westen bestritt ich mit dem Zug und genoss sie von der ersten Minute an. Denn ich bin zu einem Schalterkäufer geworden. Am Schalter zu kaufen kostet im Gegensatz zum Internet nicht nur Geld, sondern (leider) auch (viel zu viel) Zeit. Nummer ziehen, Platz nehmen, warten. 10 Minuten. 20 Minuten. Eine halbe Stunde. Der News-Feed auf den Fernsehbildschirmen über den Kassen berichtet stets dasselbe: Ryanair bietet neuerdings WLAN in seinen Flugzeugen an, FinnAir bietet WLAN in seinen Flugzeugen an, eine Seniorin beschädigt beim Einparken 73 Autos – Probleme und Nachrichten, die Otto Normalbürger zu interessieren scheinen.
Dann kommt der Gong. Ein kurzer Abgleich mit meinem Papierschnipselchen und tatsächlich: Ich bin an der Reihe! Der größte Vorteil des Kaufens am Schalter ist die Einfachheit des Ganzen. Wann und wohin, alles andere ist erst einmal unwichtig. Schlussendlich erstehe ich eine Fahrkarte, ohne zu wissen, wie oft ich umsteigen muss, wie viele Minuten ich genau im Zug sitzen werde und ob nicht vielleicht doch zwei Stunden später eine Verbindung zwei Euro billiger gewesen wäre. Von A nach B mit dem Zug. Einfacher geht es kaum. Und so werde ich wohl in Zukunft einfach öfter umschalten und meine Fahrkarte am Schalter erwerben.

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