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Studentenleben live

Hobby Videospiele

Heute möchte ich mal über mein in der Gesellschaft etwas unbeliebtes Hobby schreiben: Seit ich mit sechs Jahren einen Gameboy zu Ostern bekommen habe, bin ich von Herzen videospielbegeistert. Über den Gameboy bis zum Gamecube hat mich Nintendo in vorpubertären Zeiten begeistert. Jeder, der einmal „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“ und „Majora's Mask“ gespielt hat, wird verstehen, was ich meine. Für mich sind diese beiden Spiele einfach Kunstwerke. Die Musik, die Charaktere, das Märchenhafte schaffen bis heute eine unglaubliche düster-magische Atmosphäre. Aber natürlich ging es damals auch spielerisch hoch her. Knackige Rätsel in thematisch abwechslungsreichen Tempeln, mit Gegnern, denen nur taktisch beizukommen war. Dann faszinierten mich die etwas erwachseneren Rollenspiele der 2000er Jahre wie „Gothic“ und „The Elder Scrolls“. Ersteres führte in eine düstere Mittelalterwelt mit Ruhrpott-Slang, letztere Reihe wird bis heute gespielt und erschafft Fantasy-Welten mit Sogwirkung und riesigen offenen Spielwelten. Man kann Magier, Meuchelmörder oder edler Ritter sein, fliegen, tauchen, jagen – und das schon seit dem Serienteil „The Elder Scrolls 3: Morrowind“ aus dem Jahre 2002.
Warum schreibe ich darüber? Zum einen, weil ich mich schon immer für mein Hobby rechtfertigen muss und ich herausstellen möchte, dass ich nirgendwo vergleichbare kulturelle Erfahrungen hatte wie mit einigen Spielen. Besonders, wenn man älter wird und sich mit den Entwicklerstudios und dem Produktionsprozess auseinandersetzt, ist es wunderbar zu wissen, dass jeder Felsen in der Spielwelt per Mausklick von jemandem gesetzt wurde, um genau an dieser Stelle eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Und zum anderen, weil ich nach 15 Jahren Spielerfahrung sagen kann: Es gibt einige Perlen, die trotz veralteter Technik nie ihren Charme verlieren, vielleicht gerade weil mit der Technik so ein verändertes Spielgefühl einhergeht, dass die neueren Spiele gar nicht besser sein können, sondern eben nur anders, komfortabler.
Nachdem ich viele Jahre immer nur die neuesten Games konsumiert habe und während meines Bachelors zwei Jahre so gut wie gar nicht gespielt habe, genieße ich seit Anfang dieses Jahres wieder meine alten Lieblingsspiele.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Nov 7, 2016

Studentenleben live

Umschalten

Die jüngsten Semesterferienreisen gen Osten und Westen bestritt ich mit dem Zug und genoss sie von der ersten Minute an. Denn ich bin zu einem Schalterkäufer geworden. Am Schalter zu kaufen kostet im Gegensatz zum Internet nicht nur Geld, sondern (leider) auch (viel zu viel) Zeit. Nummer ziehen, Platz nehmen, warten. 10 Minuten. 20 Minuten. Eine halbe Stunde. Der News-Feed auf den Fernsehbildschirmen über den Kassen berichtet stets dasselbe: Ryanair bietet neuerdings WLAN in seinen Flugzeugen an, FinnAir bietet WLAN in seinen Flugzeugen an, eine Seniorin beschädigt beim Einparken 73 Autos – Probleme und Nachrichten, die Otto Normalbürger zu interessieren scheinen.
Dann kommt der Gong. Ein kurzer Abgleich mit meinem Papierschnipselchen und tatsächlich: Ich bin an der Reihe! Der größte Vorteil des Kaufens am Schalter ist die Einfachheit des Ganzen. Wann und wohin, alles andere ist erst einmal unwichtig. Schlussendlich erstehe ich eine Fahrkarte, ohne zu wissen, wie oft ich umsteigen muss, wie viele Minuten ich genau im Zug sitzen werde und ob nicht vielleicht doch zwei Stunden später eine Verbindung zwei Euro billiger gewesen wäre. Von A nach B mit dem Zug. Einfacher geht es kaum. Und so werde ich wohl in Zukunft einfach öfter umschalten und meine Fahrkarte am Schalter erwerben.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Nov 3, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Nov 3, 2016

Studentenleben live

Postklausurphase

Die letzte Klausur im zweiten Semester stellte für mich in den vergangenen Wochen einen derartigen Fixpunkt dar, dass ich zwar über diesen Termin hinaus plante, mich aber überhaupt nicht mental auf das Danach vorbereitete. So wurde ich, nachdem alles vorbei war, völlig von meinen eigenen Terminen überrascht. Zum Beispiel entdeckte ich, dass ich in weniger als einer Woche Geburtstag hatte. Ich entdeckte, dass ich in zwei Wochen in den Urlaub fahren würde und dass es Herbst geworden war. Dadurch, dass ich mich am laufenden Band über längst feststehende Dinge wunderte, muss ich einen derart verwirrten Eindruck gemacht haben, dass mich meine Mutter nicht nur spaßeshalber fragte, ob sie sich Sorgen machen müsse. Krönen konnte ich diese Darbietung dann noch mit der Verwechslung zweier Zahlen, was dazu führte, dass ich am ersten Tag im Ferienjob eine geschlagene Stunde zu spät aufkreuzte. Inzwischen hat sich mein Zustand normalisiert... glaube ich.
Seit Anfang der Woche arbeite ich in eben besagtem Ferienjob bei einem Unternehmen, das Verpackungsmaschinen baut. Nachdem ich am ersten einen schlechten Start erwischt hatte, durfte ich mich am Aufpressen von Kugellagern auf Wellenabsätze versuchen. Und das mit einem Hammer, den ich nicht mal ohne Anlauf auf Schulterhöhe brachte. Da ich aber einen gewissen Ehrgeiz hatte, den morgendlichen Fauxpas wieder gutzumachen, entwickelte ich eine Technik, die es mir erlaubte, zumindest ein paar Mal hintereinander ohne Unterbrechung den Hammer zu schwingen. Entsprechend fiel der Muskelkater am nächsten Tag aus. Zum Glück durfte ich seitdem körperlich weniger anspruchsvolle Tätigkeiten übernehmen und Baugruppen zusammenschrauben.
Ich bin gespannt, was die nächsten Tage in dem Job bringen und ob ich meinen Geburtstag im Blick behalte, oder am Wochenende wieder völlig überrascht von der Tatsache bin, dass ich 20 Jahre alt werde!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 2, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 2, 2016