interaktiv

Bachelor live

Postkarte aus Italien

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

29.03.2017

Was für eine Stadt! Der erste Trip der Semesterferien führte mich nach Venedig. Mit dem Nachtzug aus Salzburg kam ich komfortabel und problemlos an mein Ziel.
Ich brauchte ein wenig, um mich zu akklimatisieren: „All die Kanäle, die man aus Bildern und aus Filmen kennt – es gibt sie ja wirklich!“ In Venedig findet sämtlicher Transport auf dem Wasser statt. Es gibt Polizeiboote, Müllboote, Kranboote, Krankenwagenboote, Taxiboote, Postboote und den Wasserbus. Mit Letzterem war ich viel unterwegs, den Canal Grande rauf und wieder runter. Bei den Fahrten fielen mir die Häuser auf, denn Venedig ist am Untergehen. Der Wasserspiegel steigt, die Stadt sinkt ab. Das macht das ganze Ambiente aber nur noch einmaliger. Oftmals stehen ganze Häuser leer, oder die unteren Stockwerke sind bereits aufgegeben worden.
Mit Venedig hatte ich nicht nur die Kanäle, sondern auch die sich durch die Straßen schiebenden Touristen verbunden. Doch in den kleinen Seitengassen ist da das echte Venedig. „Ciao“, hört man an allen Ecken, wenn sich Bekannte begegnen. Alte Damen im Pelzmantel schleppen sich am Stock umher, die Herren tragen blitzblank polierte Schuhe. Man bekommt das Gefühl, dass man ohne Schal und Hut gar kein richtiger Mann ist.
Nach Venedig erkundete ich noch Verona. Hier steht das zweitgrößte erhaltene römische Amphitheater. Sie ist zwar wesentlich kleiner als das Kolosseum, dafür aber deutlich besser erhalten. Und von der obersten Reihe aus erkennt man am Horizont die Berge im Schnee. Des Weiteren ist Verona Kulisse für Shakespeares Romeo und Julia. Ich besuchte deshalb auch des Anwesens der Familie dal Capello, die mit den Capulets aus dem Stück verglichen wurden. Doch zu Shakespeares Zeiten befand sich der Balkon, auf dem Julia gestanden haben soll, noch gar nicht an jenem Haus. Er wurde in den 1930ern angebracht und dann entsprechend vermarktet.
Verona verlasse ich am Abend – nach einem letzten Blick über die Stadt bei Sonnenuntergang mit dem Nachtzug gen München.
Dort ausgeruht angekommen, streune ich durch zwei große Galerien mit moderner Kunst, bis die Sonne wieder untergegangen ist. Vollkommen erschöpft falle ich in meinen ICE nach Leipzig. Nach Hause.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.