interaktiv

FSJ in Nicaragua

Beim Rodeo

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

14.10.2009

Nachdem wir am nächsten Morgen gefrühstückt hatten, machten wir uns zum Rodeo auf. Wir bahnten uns einen Weg durch die Menschenmassen, bis wir schließlich an ein überfülltes Stadion kamen.

Dort hatten wir Glück, da wir gerade noch einige Plätze ergattern konnten. Und schon ging das Spektakel los. Wild bockend kam ein riesiger Stier aus seinem Gehege gesprungen. Auf seinem Rücken versuchte sich ein „Vaquero" zu halten. Doch bereits nach wenigen Sekunden wurde er abgeworfen. Seinem Nachfolger erging es da schon besser. Die Menschen um mich herum kreischten wie wild und feuerten ihre Favoriten an.

Es war auf jeden Fall interessant, diese Tradition zu sehen. Da ich allerdings nicht so ein großer Fan von Tierquälerei bin, taten mir die Stiere schnell leid. Abgesehen davon ist es wirklich ein gefährlicher Sport. Nicht nur für die Cowboys, sondern auch für viele andere Beteiligte, weil sich viele der Männer und Jugendlichen einen Spaß daraus machen, ins Gehege zu steigen und die Bullen zu reizen. Da die meisten auch noch betrunken sind, gibt es jedes Jahr viele Verletzte und sogar Tote. Meine Gastfamilie erklärte mir, dass ein Sprichwort besagt: „Wenn es bei einem Rodeo keine Toten gab, dann war es nicht gut."

 

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