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Mein Freiwilliges Jahr

Ein neuer Alltag

Mittlerweile habe ich mich hier ganz gut eingelebt. An die Kurven und Berge habe ich mich gewöhnt und ich war sogar bereits im Kino. Schließlich darf trotz der Arbeit die Freizeit nicht zu knapp kommen. Die Arbeit an sich ist sehr abwechslungsreich. Nur der morgendliche Ablauf ist jeden Tag gleich. Danach haben wir immer unterschiedliche Aufgaben, wie den Auf- und Abbau von Weiden. Kürzlich haben wir auch drei Tage lang im sogenannten Biotop geschuftet. Das ist eine große, morastige Wiese, die unsere Arbeitgeber bewirtschaften. Da sie zu aufgeweicht ist, um von den schweren Maschinen befahren zu werden, mussten wir sie mit Motorsensen mähen und das gemähte Gras mit Rechen zusammenkehren und mit Heugabeln auf Schubkarren laden, um es abzutransportieren. Die Arbeit war ziemlich anstrengend, doch wir hatten dabei viel Spaß, schon allein, weil man immer mal bis zum Knie versinken konnte. Wir kamen mit der Arbeit gut voran, sodass wir in der darauffolgenden Woche das Biotopsende feiern konnten.
Schließlich kamen wir auch noch zum Reiten, was bei der Arbeit mit Pferden natürlich nicht fehlen sollte. Für mich war es erstmal eine Umstellung, dass hier Western geritten wird, da ich bisher nur mit der englischen Reitweise vertraut war.
Neben den Pflichten im Stall und auf dem Hof darf ich jedoch den ganzen Papierkram nicht vergessen. Da ich für dieses Jahr eine Wohnung gemietet habe, muss ich mich auch noch auf dem Einwohnermeldeamt blicken lassen. Zusätzlich habe ich mir einen Wohngeldantrag geholt, da etwas Unterstützung nicht schlecht wäre. Leider ist es nun nicht ganz so einfach, einen Tag zu finden, an dem die Öffnungszeiten des Amtes mit meinen Pausenzeiten übereinstimmen. Irgendwie kommt immer wieder etwas anderes dazwischen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Oct 7, 2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Oct 7, 2019

Mein Freiwilliges Jahr

Die erste Woche

Da der 1. September ein Sonntag war, fand der offizielle Eröffnungstag des Freiwilligen Ökologischen Jahres erst am Montag statt. Am Abend davor zog ich in meine Wohnung ein, die mir für die Zeit meines Freiwilligendienstes gestellt wurde. Am nächsten Morgen musste ich etwa zwei Stunden mit dem Auto fahren, bis ich zu dem Gebäude kam, in dem sich an diesem Morgen noch 31 weitere Freiwillige einfanden. Die folgenden drei Stunden waren wir mit sämtlichem Papierkram beschäftigt, so dass uns kaum Zeit zum kennenlernen blieb. Doch bereits Ende September findet die erste Seminarwoche statt, in der wir genügend Gelegenheiten haben werden. Zumindest konnte ich am selben Nachmittag noch die andere Freiwillige kennenlernen, die mit mir auf dem gleichen Pferdehof arbeiten wird.
So begann schließlich die erste Woche und sie verging wie im Flug. Es gab noch nicht all zu viel zu tun und trotzdem wurde es nie langweilig. Vormittags halfen wir bei den Stallarbeiten, bauten Weiden um und erledigten eben, was getan werden musste. Die Arbeit ging immer gut von der Hand, wie das eben so ist, wenn man mit tollen Menschen zu tun hat und dabei auch etwas Spaß erlaubt ist. Nach einer langen Mittagspause ging es am Nachmittag weiter. Dieser war die gesamte Woche über recht entspannt, da wir die meiste Arbeit bereits am Vormittag erledigt hatten. Unsere Hauptaufgabe bestand nun darin Reitschülern zu erklären, wie man ein Pferd pflegt. Dabei ging es immer recht lustig zu und auch die abendlichen Stallaufgaben waren schnell erledigt.
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich eine schöne erste Woche hatte und mich bereits auf die nächste Woche freue.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 17, 2019
Autor: Laura
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Sep 17, 2019

Mein Freiwilliges Jahr

Meine letzte Woche

Heute beginnt meine letzte Woche auf Station. Die Zeit meines FSJ ist wahnsinnig schnell vergangen. Es fühlt sich an, als hätte ich gerade erst angefangen, gleichzeitig aber auch, als wäre ich schon Ewigkeiten Teil des Teams. Zeit für ein kleines Resümee.
Was war gut? Mein FSJ-Träger hat mich super schnell vermittelt. Meine Kollegen und Kolleginnen auf der Station waren spitzenmäßig. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Auch meine Seminargruppe war toll, sodass ich viele Kontakte knüpfen konnte und auch beim TMS (Test für medizinische Studiengänge) nicht alleine war. Durch die Empfehlung meines Chefs wurde ich schnell für die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in der Klinik angenommen. Außerdem konnte ich viele verschiedene Tätigkeitsbereiche kennenlernen.
Und was war weniger gut? Leider gab es auch einige Punkte, die mir nicht gefallen haben. Etwa die Seminare, die sich stets nur mit Politik beschäftigt haben. Oder auch, dass ich mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen und wenig eingearbeitet wurde. Am meisten missfallen hat mir jedoch die Routine, die sich schnell eingeschlichen hat. Das hat mir schon gezeigt, dass ich definitiv einen Beruf brauche, der abwechslungsreich ist und mich fordert.
War dieses Jahr nun sinnvoll für mich oder doch eher Zeitverschwendung? Ich weiß es nicht. Klar, ich habe viel gelernt, aber vieles kannte ich bereits aus vorherigen Praktika. Meine Kollegin jedenfalls betont, dass ich mich charakterlich verändert hätte und offener geworden sei. So ganz kann ich das jetzt nicht bestätigen, denn jeder hat eine andere Wahrnehmung. Aber vielleicht war das Jahr beruflich weniger hilfreich, dafür aber persönlich umso mehr.

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 26, 2018
Autor: Lydia
Rubrik: orientieren
Jul 26, 2018