interaktiv

Die Lehrer von morgen

Tipps fürs Fahren per Anhalter

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

24.01.2017

Nach meinem grandiosen Abenteuer, per Anhalter nach Glasgow zu kommen, kann ich euch nun ein paar Tipps geben.
1. Sicherheit geht vor! Lieber zwei Stunden länger an der Tankstelle stehen als zu jemandem ins Auto steigen, bei dem man sich nicht sicher fühlt. Ich war zudem froh, mit Alex einen männlichen Mitreisenden zu haben.
2. Um erfolgreich zu trampen, muss man definitiv Leute ansprechen und das ist sehr viel einfacher, wenn man ihre Sprache spricht. Außerdem ist die Fahrt sehr viel netter, wenn man sich unterhalten kann. In England wurde zwar unser gutes Englisch gelobt, mit dem schottischen Akzent hatte ich aber ziemliche Probleme.
3. Tankstellen und Autobahnraststätten sind die sinnvollsten Standorte für Tramper. Nach vier Stunden bei Kälte und Regen an der Autobahnzufahrt in Glasgow lag die Zahl der vorbeigefahrenen Wagen im dreistelligen Bereich. Selbst an wirklich ungünstig gelegenen Tankstellen, haben deutlich mehr Autos angehalten!
4. Bei der Suche nach potenziellen Fahrern kann man bestimmte Gruppen gezielt ansprechen. Sieht man zum Beispiel, dass die Rücksitze bereits besetzt sind, hat man kaum eine Chance. Außerdem nehmen Frauen einen seltener mit als Männer. Oft Glück hatten wir dagegen mit Ehepaaren und einzelnen Männern.
5. Schraub‘ den Komfort runter! Wenig Platz, ein kleines oder vollgepacktes Auto, Zigarettenrauch, Hunde als Sitznachbar, zu kalt oder zu warm – das alles muss man in Kauf nehmen, wenn man trampt. Aber irgendwie gehört das zu so einem Abenteuer dazu.
6. Verlier nicht den Mut! In Folkestone vor dem Eurotunnel war ich kurz davor, die nächste Person zu fragen, uns nach London zum Flughafen zu bringen, damit wir nach Hause fliegen können. Und dann kamen doch noch zwei Männer, die uns mit nach Dover auf die Fähre genommen haben. Im Nachhinein bin ich sehr stolz darauf, in dem Moment nicht aufgegeben zu haben.
7. Nimm jede Sekunde mit. Man ist nur einmal jung und irgendwann zu alt für solche Aktionen. Wenn ich selbst einmal Kinder habe, möchte ich ihnen von verrückten Dingen erzählen können, die ich erlebt habe, die meine Sicht auf die Welt ein bisschen umfangreicher gemacht haben. Und Trampen gehört mit Sicherheit dazu!

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.