interaktiv

Die Lehrer von morgen

Mathe soll Spaß machen!

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

16.11.2017

„Mathe böse, uga“ – das war der Kommentar meiner Schwester vor ein paar Jahren, als ich ihr zu erklären versuchte, was der Graph dieser einen Funktion aussagen würde. Jeder Mensch hatte in der Schule ja seine Lieblings- und Hassfächer. Vollkommen lehrerunabhängig waren Mathe und Deutsch spätestens ab der 5. Klasse meine Favoriten. Bei Geschichte, Chemie und Sport kam es sehr auf den jeweiligen Lehrer und den konkreten Inhalt an. Und Englisch hat mir selbst bei supercoolen Lehrern irgendwann keinen Spaß mehr gemacht.
Mathe ist aber vermutlich das Hassfach schlechthin, das weiß ich aus Erfahrung. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass Mathe eines der Fächer ist, für das eine Begabung notwendig für den Erfolg ist. Sich zu verbessern ist schwierig, wenn man Probleme hat, die Logik dahinter zu verstehen. Bei Fremdsprachen kann man fehlendes Talent ausgleichen, indem man Vokabeln lernt, Serien im Original ansieht oder eine Sprachreise macht. In Mathe kann man zwar auch „Kochrezepte“ auswendig lernen, also sich merken, in welcher Reihenfolge man die Lösungsschritte ausführt. Aber man muss wissen, welchen Algorithmus man für welchen Aufgabentyp anwendet – und verstanden hat man damit noch nicht, was man da eigentlich tut. Das kann ziemlich frustrieren.
In einem Text aus meinem Modul Mathedidaktik stand, dass es superwichtig ist, Schüler schon in jungen Jahren für Mathe zu begeistern. Es braucht gute Mathelehrer braucht, die das Interesse wecken, sodass nicht nur diejenigen Schüler gerne in den Matheunterricht gehen, die eine natürliche Begabung für den Stoff haben. Mit Motivation kann man besser lernen und bestimmte Areale im Gehirn trainieren, die es einem später ermöglichen, auch künftig besser Mathe zu verstehen.
Lustige Aufgaben zu bestimmten Themen denke ich mir jetzt schon immer mal wieder aus und schreibe sie auf – vielleicht kann ich mit diesen später meinen Matheunterricht etwas interessanter machen. In der Vorlesung zu sitzen und alles direkt zu verstehen, tritt bei mir im Studium bei mir auch nicht immer ein. Doch der Aha-Moment, wenn man es dann doch versteht, ist so toll, dass ich ihn möglichst vielen meiner späteren Schüler ermöglichen möchte.

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