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Praktikum im Studium

Es ist vollbracht

Der vergangene Monat war wohl einer der schönsten, aber zugleich anstrengendsten und arbeitsintensivsten Monate meines Lebens, doch es ist endlich vollbracht: Nach vier Jahren kehrt der 1. FC Nürnberg in die Fußball-Bundesliga zurück – und ich durfte es hautnah miterleben! Die Feier in Sandhausen auf dem Platz, die Heimfahrt nach Nürnberg und der Empfang von tausenden Fans in der Heimat – noch heute habe ich Gänsehaut, wenn ich an diese Momente zurückdenke.

Im Anschluss an den Aufstieg machte sich das Presseteam daran, die intensive Saison nachzubereiten und kleinere Aufgaben zu erledigen, die in der Hochphase liegengebliebenen sind. Zudem lerne ich nun meinen Nachfolger an, denn mit dem Ende der Saison endet auch meine Zeit als Praktikant beim FCN – man soll ja gehen, wenn es am schönsten ist. Die drei Monate waren unbeschreiblich aufregend und für einen Fan wie mich unbezahlbar. Ich habe Menschen kennengelernt, die ich sonst aus der Ferne bewundert habe. Ich habe neue und vertraute Stadien aus unbekannten Blickwinkeln gesehen und besondere Momente erleben dürfen. 

Gerne hätte ich euch mehr von meinem Praktikum berichtet, doch dafür war schlichtweg keine Zeit. Die Zeit beim FCN war kräftezehrend und teilweise belastend. Zuvor hätte ich die Arbeit in der Pressestelle eines professionellen Fußballvereins als meinen Traumjob bezeichnet. Doch nach dieser wertvollen Zeit beim FCN weiß ich: Auf Dauer kann ich mir diese Arbeit im Moment nicht vorstellen.

Mein Rat an euch ist daher simpel: Macht Praktika und sammelt Erfahrungen! Oftmals sind Praktika unbeliebt und gelten bei vielen als verschwendete Zeit. Man würde ausgenutzt, dürfe nur einfache Arbeiten machen und werde auch noch schlecht oder gar nicht bezahlt. Doch aus meiner Sicht bringt einen die Praxis weiter und hilft ungemein bei der späteren Suche nach einem Job. Sowohl meine Zeit in Brüssel als auch die beim FCN haben mich entscheidend beeinflusst.

Und jetzt? Bis zum Ende des Semesters kehre ich an meine alte Werkstudentenstelle zurück. Dann stehe ich vor der Entscheidung: Arbeit oder Master? Egal, wie ich mich entscheide: Meine Zeit als Blogger endet nun endgültig. Ich hoffe, ihr hattet Spaß, meine Texte zu lesen und habt einen kleinen Einblick in die Pressearbeit eines Fußballvereins bekommen.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  May 29, 2018
Autor: Christoph
Rubrik: studium
May 29, 2018

Praktikum im Studium

Zukunft beim Fernsehen?

Bei meinem Praktikum komme ich täglich in Berührung mit unterschiedlichen Menschen, zum Beispiel Kameraleuten, Redakteuren, Cuttern, Sekretärinnen und Wachtmeistern. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Keiner rät zu einer Karriere im Journalismus.
Dabei steht das Können gar nicht zur Debatte, sondern die schlechten Arbeitsbedingungen und schwindenden Karrierechancen. Alleinstehende Kollegen sagen mir, dass es kaum möglich ist, Journalismus und Familie unter einen Hut zu bringen. Schließlich muss man oft am Wochenende doch noch ein Dienst übernehmen und ein gemeinsames Abendessen sausen lassen oder der langgeplante Familienausflug fällt wegen dringender Nachrichten ins Wasser. Der Beruf des Journalisten ist ein unsteter Beruf voller unbezahlter Überstunden und ständigem Absagen.
Im hintersten Winkel meines Oberstübchens merke ich das ja selbst schon, wenn wir diesen Samstag wieder spontan mindestens sechs Stunden drehen werden, inklusive Anfahrt, Aufbau und Rückfahrt sogar eher acht Stunden. Ein Treffen mit einer Freundin musste ich daher leider absagen.
Das alles wird aber natürlich nur dann später zum Problem für mich, wenn ich als angehende Journalistin überhaupt einen Job bekomme. Eine Festanstellung ist heute wohl reine Utopie. Natürlich sollten Hindernisse dem eigenen Zukunftstraum nicht im Wege stehen. Aber wenn man ständig solche Dinge hört, kommen schon einige Zweifel auf – besonders, wenn Kameraleute und Redakteure, die mir sehr wohl gesonnen sind und mich schätzen, mich vor der Perspektive Journalismus warnen. Obwohl ich jetzt erst 21 Jahre alt bin, weiß ich, dass die eigene Familie Priorität in meinem Leben hat. Meine persönliche Horrorvorstellung ist es, mit 45 Jahren abends in eine verlassene, dunkle Wohnung heimzukommen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  May 28, 2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
May 28, 2018

Praktikum im Studium

Sprechende Staubsauger

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich bis vor einigen Monaten nur eine recht vage Vorstellung von Südkorea. Der Konflikt mit dem Norden dominiert das Bild in internationalen Medien doch sehr, ansonsten wusste ich wohl noch, dass Samsung und Hyundai aus dem ostasiatischen Land kommen. Während meiner Zeit bei den Paralympischen Spielen dort wollte ich mehr erfahren.
In Südkorea erschien mir vieles sehr verrückt, angefangen beim K-Pop, der koreanischen und recht schrillen Version von Popmusik. Außerdem kann fast alles sprechen: Der Reisekocher in der Pension versuchte, uns auf Koreanisch zu sagen, wann der Reis fertig war – vielleicht aber auch, dass er mehr Wasser brauchte? Auch der Staubsauger fuhr nicht nur eigenständig durch die Wohnung, sondern plapperte auch noch ab und zu: Nach langem Rätseln verstanden wir, dass er an die Steckdose angeschlossen werden wollte.
Das Land hat mich aber auch neugierig gemacht – und überrascht. Ein Touristenland im klassischen Sinne ist es nicht. Wenn man nach Asien möchte, dann reisen Strandliebhaber wohl nach Indonesien oder Thailand und kulturell Interessierte nach China. Dabei hat Südkorea unheimlich viel zu bieten: Tempel und Buddha-Statuen ebenso wie Berge und traumhafte Strände. Es gibt Museen und jede Menge Kunst, vor allem in der lebendigen Hauptstadt. Nicht zuletzt blickt das Land auf eine spannende Geschichte zurück. Ab Herbst werde ich ein Auslandssemester in Taiwan machen. Ich habe schon nachgeschaut, wie lang ein Flug von der taiwanesischen Hauptstadt Taipei bis ins südkoreanische Seoul dauert – vielleicht klappt es ja mit einem Ausflug.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  May 25, 2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
May 25, 2018