interaktiv

Schülerleben live

Zurück in den Alltag

Autor:
Noelle

Rubrik:
orientieren

26.10.2012

Manchmal gibt es einfach so Tage, an denen man von allem genervt ist. Von den Fusseln auf dem Fußboden und dem kaputten Staubsauger. Von der Tatsache, dass man um halb sechs aufstehen muss, um pünktlich an der Uni anzukommen. Von der deprimierenden Situation des Kölner Wohnungsmarktes. Und genau so einen Tag habe ich heute. Es ist Montag, eigentlich war ich darauf eingestellt, nun endlich ins Studentenleben starten zu können, aber Pustekuchen. Meine erste Vorlesung ist am Mittwoch und mir scheint, als wolle man uns Neulingen eine easy Studienzeit vorgaukeln, um uns kurz darauf extra hart auflaufen zu lassen.

Zu all meinen Ängsten in Anbetracht irgendwelcher Präsentationen und unerwartet kleiner Kurse mischt sich dann auch noch eine große Portion Heimweh. Anlässlich der Buchmesse habe ich vergangenes Wochenende nämlich mit meiner Mama in Frankfurt verbracht. Dort habe ich auch meine beste Freundin getroffen, die nach Wochen der Knechtschaft in ihrer Ausbildung nun frei bekommen hat. Und da übermannt mich wieder der Wunsch, sechs Jahre alt zu sein und keine anderen Probleme zu haben als das Diktat am Montag. Ich muss ehrlich zugeben, als ich meine Mutter am Bahnhof verabschiedete, kamen mir die Tränen. Damit war ich jedoch nicht die Einzige, denn ich bekam mit, dass meine Schulfreundin zur selben Zeit mit denselben Umständen kämpfte. Für sie hieß es zurück nach Tübingen und damit auch eine Trennung auf unbestimmte Zeit von ihrem Freund. Nun bin ich zurück und der Alltag hat mich wieder – der Alltag, die Fusseln, der kaputte Staubsauger und die nicht vorhandene Aussicht auf eine neue Wohnung. Na ja, vielleicht helfen fürs erste ja auch die Anschaffung eines Staubtuchs und das längst überfällige Tätigen des Abwaschs.

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