Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

Vom Öko zum Berater?

Vor zwei Wochen entdeckte ich per Zufall eine Stellenanzeige als Kommunikationsberater und dachte mir, da ich gerne Präsentationen gestalte und mit Menschen interagiere, könnte das doch etwas für mich sein. Also schmiss ich meinen herkömmlichen Lebenslauf und mein Bewerbungsschreiben über den Haufen, gestaltete ein kreatives CV und rundete meine Bewerbung mit einem animierten Bewerbungsvideo ab. Nach einem kurzen Telefoninterview letzte Woche bin ich nun nach London zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Damit bestätigt sich der Rat unseres Career Services: In der Medien- und Kreativwelt können die Initiative und das Design mehr als der reine Inhalt punkten.

Unverhofft kommt oft, und deswegen musste ich gestern noch einiges organisieren. Von einem Kumpel lieh ich mir ein Hemd, denn wenn „smart“ als Dresscode angesagt ist, kann ich nicht in T-Shirt und Jeans auftauchen. Eine Kommilitonin fragte ich, ob ich bei ihren Eltern in London übernachten könnte. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich aufgeregt … und es fühlt sich an wie der Sprung ins kalte Wasser: von Umweltbewegungen und Landwirtschaft in die Kreativ- und Geschäftswelt zu wechseln.

Design und Kreatives macht mir einfach Spaß. Neben der Uni habe ich immer Flyer, Zeitungen oder Websites gestaltet. Wir brauchen effektive Kommunikation, um einige der Probleme in der Welt offenzulegen. Oftmals sind es Missverständnisse oder einfach schlecht formulierte Appelle, die bei Leuten keinen Anklang finden. Mein Gedanke: Wenn ich Erfahrung im Kommunikationsbereich sammele und Unternehmen helfen muss, sich zu vermarkten, sollte das helfen, Umweltbelange auch größeren Unternehmen, Regierungen und Einzelpersonen zu vermitteln. Ich wurde aber auch gewarnt: „Als ich als Unternehmensberater startete, dachte ich, ich könnte das System von innen umkrempeln. Schneller als du denkst, wirst du Teil davon sein.“ Mit dieser Warnung im Hinterkopf fuhr ich nach London, rasiert und im Anzug. Die Haare sind aber immer noch lang.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Mar 23, 2015

Studieren im Ausland

So kalt wie nie

Ich habe hier in den USA bereits sechs Winter erleben dürfen, aber der diesjährige, der Winter in meinem „verflixten siebten Jahr“, toppt alle – temperaturtechnisch gesehen jedenfalls. Die Fahrt von Long Island zum College nach Queens ist ja immer schon von viel Verkehr geprägt gewesen. Da ist es schon mehrere Male vorgekommen, dass ich während der Rush Hour zwei Stunden für die 55 Kilometer gebraucht habe. Aber ganze drei Stunden sind einfach zu viel des Guten! Und warum? Weil es bereits seit Wochen komischerweise in jeder Nacht auf Montag unheimlich viel schneit. Das erschwert nicht nur die Fahrt auf den Autobahnen, sondern sorgt auch dafür, dass einem fast die Hände einfrieren, sollte man aus Versehen seine Handschuhe vergessen haben.

Für den Fußweg vom Parkplatz zum Fitnessgebäude des Queens College brauche ich ungefähr sieben Minuten, aber diese fühlen sich bei minus 4 Grad Fahrenheit an wie Folter. In Celsius umgerechnet sind das nämlich minus 20 Grad! Einfach unerträglich! Ich glaube nicht, dass ich solche Temperaturen in Deutschland jemals ertragen musste. Hoffentlich kommt der Frühling bald. Ostern nähert sich schließlich mit schnellen Schritten. Mein Freund Sam ist Jude und feiert Passah-Fest anstelle von Ostern. Ich bin sehr gespannt, wie dieses Fest abläuft, das ich zum ersten Mal miterleben darf. Hoffentlich ist der Schnee bis dahin verschwunden.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 19, 2015

Studieren im Ausland

Entweder liebst du sie oder du hasst sie

Nachdem mich Polo dazu überredet hatte, mit ihm für ein paar Tage nach Brasília zu fliegen, begann ich, mich mit der Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen. So lernte ich, dass Brasília ausschließlich dafür konzipiert worden war, die ehemalige Hauptstadt Rio de Janeiro abzulösen. Die erste Hauptstadt Brasiliens war Salvador gewesen. Allerdings war Salvador bereits Mitte des 18. Jahrhunderts durch Rio ersetzt worden. Bis Ende des 19. Jahrhunderts der Beschluss gefasst wurde, eine neutrale föderale Hauptstadt zu gründen. Nach langjähriger Planung begannen die Bauarbeiten schließlich 1956 – und in weniger als vier Jahren wurde aus dem Nichts eine komplett neue Hauptstadt aus dem Boden gestampft.

Brasília war für seine architektonischen Meisterwerke bekannt, die allesamt vom berühmten Architekten Oscar Niemeyer erdacht worden waren. Jedes Mal, wenn Polo von ihm sprach, begannen seine Augen zu leuchten. „Er ist mein absolutes Vorbild“, sagte er. Er war unglaublich glücklich, dass er seine Bauwerke nicht mehr nur in Lehrbüchern sah, sondern persönlich kennenlernte.

Als ich meiner Betreuerin Thais von unserer Reise erzählte, war sie hellauf begeistert: „Brasília ist toll! Du wirst es lieben!“ Ich war froh, diese positiven Worte von ihr zu hören. Denn mittlerweile hatte ich schon so viele unterschiedliche Meinungen über die Hauptstadt gehört, dass ich teilweise etwas verunsichert gewesen war. Andere Austauschstudierende, die dort für ein paar Tage zu Besuch gewesen waren, hatten gar nichts mit der Stadt anfangen können. Thais meinte dazu: „So ist das mit Brasília. Entweder du liebst die Stadt oder du hasst sie. Aber mach dir keine Sorgen. Wie ich dich kenne, wirst du sie lieben.“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Mar 18, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Mar 18, 2015