interaktiv

Auszeit vom Studium

Begegnungen in Thailand

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

26.03.2018

In Thailand und Laos waren wir vor allem auf der Suche nach kulturellem Austausch; wir wollten das Fremde und eine andere Gesellschaft kennenlernen. Julia und ich haben in Nepal gemerkt, dass wir andere Kulturen lieber verstehen wollten, als Party zu machen oder nur die Seele baumeln zu lassen. Deshalb trieben wir uns dauerhaft gegenseitig an, etwas zu machen, das für uns unbequem ist. In der ersten Woche unserer Reise stellten wir zum Beispiel fest, dass man aus Hostels heraus wenig Kontakt zur lokalen Bevölkerung bekommt – welch Erkenntnis! Man bleibt eben doch viel unter Reisenden, was durchaus auch seinen Reiz hat. Trotzdem haben wir uns vorgenommen, in einem dieser beiden Länder mindestens einen Homestay bei einer Familie einzulegen und noch ein wenig freiwillig zu arbeiten.
Zunächst stand aber ein Dschungel-Trek im Norden Thailands an, der in Chiang Mai begann. Leider erfüllte diese dreitägige Tour nicht unseren Anspruch, mit den Bewohnern der Dörfer, die wir besuchten, in Kontakt zu kommen. Zwar spielten wir einmal mit einer Handvoll Kindern Fußball, doch wir übernachteten in eigens für uns Touris gebauten Unterkünften außerhalb der Dörfer. Dazu kam, dass unsere acht Mitreisenden allesamt auch Deutsche waren und sich niemand so richtig aus der Gruppe raus ins Ungewisse traute.
Zwei Highlights hatte dieser Trek dennoch: Wir waren raften auf einem von den Guides selbst gebauten Bambusfloß und ich sollte mit einem mehrere Meter langen Bambusstab und mithilfe von Rambo, unserem Guide, das schwerfällige Gefährt steuern. Zudem bekamen wir die Gelegenheit, mit Elefanten zu baden und sie zu waschen. Da diese aber bereits bei der ersten Gruppe einen eher wenig begeisterten Eindruck machten, beließen wir es dabei, die imposanten Tiere mit so vielen Bananen innerhalb einer halben Stunde zu füttern, wie wohl kaum einer in einem ganzen Jahr isst.

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