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Barrierefrei studieren?

Bin ich so dumm ... oder?

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

19.01.2011

Je länger ich in einer Vorlesung sitze, desto weniger kann ich den Ausführungen des Dozenten an manchen Tagen folgen. Insbesondere fällt mir das in Geschichte auf. Denn hier reiht sich Fakt an Fakt. Namen, Jahreszahlen, Kriege und Friedensschlüsse. Kompliziert wird es aber erst, wenn man ins Detail geht. Der eine handelt so, weil ... Der andere so, da ... Und deswegen ... Weswegen?

Irgendwann reißt der Faden bei mir ab. Aber warum eigentlich? Bin ich zu dumm und nur mit einer geringen und langsamen Auffassungsgabe gesegnet? Oder fühlen sich meine Kommilitonen auch schon abgehängt? Immerhin hat der Dozent in wenigen Minuten sehr viel Ereignisgeschichte geschildert und dabei die Geschehnisse sehr schnell aneinandergereiht und ineinander verwoben. Da bleibt letztendlich nur noch, auch weiterhin mitzuschreiben. Aber was? Und wie? Habe ich erst einmal den Anschluss verpasst, so fällt es mir bisweilen schwer, mich auf die Fortsetzung des Stoffs zu konzentrieren. Und – vor allem – herauszufiltern, was tatsächlich wichtig ist. Denn alles und jedes zu stenographieren, wer kann das schon?

Am Ende einer solchen Doppelstunde bleibt ein Gefühl der Frustration zurück. Und außerdem frage ich mich: Was wäre gewesen, wenn? Wenn ich beispielsweise einen Atlas aufschlagen und mir eine Europakarte anschauen könnte. Dann wäre mein räumliches Vorstellungsvermögen natürlich ein Besseres. Und auf dieser Grundlage auch mein Verständnis dafür, was wann warum geschah. Meine Erinnerung daran. So aber ...

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