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Barrierefrei studieren?

Größte Entscheidung

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

11.12.2007

Wer ist nicht aufgeregt und angespannt, wenn er die größte Entscheidung seines Lebens fällen soll? Das Treffen mit dem Politik-Studiengangsleiter und einem Buchwissenschafts-Dozenten verlief ganz anders als kürzlich das mit einem Doktor der Geschichte. Damals schien es mir falsch, mich mit der Behinderung einfach so einzuschreiben. Sicher war sicher, bevor ich am Ende als die Dumme da stand. Doch im Grunde glaubte ich an eine Zusage.

Und dann sofort die Frage: „Warum wollen Sie ausgerechnet Buchwissenschaft studieren?" Als ob er mich auf die Probe stellen wollte! Nicht nur vom ersten Eindruck, sondern auch von dieser Antwort hing wohl eine Menge ab. Zum Glück gab ich eine, die passte und machte nicht den üblichen Fehler, Buchwissenschaft mit Literaturgeschichte zu verwechseln.

Gut war auch, dass ich den beiden aufgrund meiner Schullaufbahn unter Sehenden Hinweise geben konnte, wie wir mein Studium am besten verwirklichten. Worauf war zu achten? Was würde mir die Sache erleichtern? Sie wollten mir zum Beispiel nach den Sitzungen die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen. Wollten auf meine besonderen Bedürfnisse gerne Rücksicht nehmen. Die Fächerkombination sei zwar selten, aber warum eigentlich nicht? Sie vermuteten, dass ich engagierte Kommilitonen haben würde. Doch was war mit den schlechten Erfahrungen während der Gymnasiums-Zeit?

Sie blieben dennoch beide offen für Neues und alle drei glaubten wir daran, dass sich ein geeigneter Weg finden ließ; den wir noch immer zusammen gehen.

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