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Master live

Es gibt ein Leben neben dem Studium

Bevor ich mich in die Vorbereitungen meiner Masterarbeit stürzte, blieb mir seit langem mal wieder Zeit, ein Buch zu lesen – nicht für die Uni, sondern nur für mich. Versteht mich nicht falsch, ich vertiefe mich gerne wissenschaftlich in ein Thema. Die Freizeitlektüre von Thrillern oder Liebesromanen hat aber natürlich eine andere Qualität. Ihr versteht bestimmt was ich meine.
Außerdem ging mein Sportpensum rasant in die Höhe. Während meines Praktikums im Stadtmuseum Düren trieb ich dreimal die Woche Sport, momentan ist es fast jeden Tag. Wahrscheinlich liegt dies aber auch am zunehmend frühlingshaften Wetter. Ich habe seit einigen Wochen viel mehr Energie und bin außerdem besser gelaunt. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein und der fehlende Prüfungsstress wirkt sich einfach positiv aus. In jedem Fall bin ich dankbar dafür, wo immer es herkommen mag.
Obwohl ich vor kurzem einen Liebesroman zu Ende gelesen habe, bin ich ein Fan von (deutschen) Thrillern, vorzugsweise solchen, die man gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Wobei ich dann auch manchmal nachts wach liege, weil ich ein verdächtiges Geräusch gehört habe. Eine Freundin erzählte mir neulich, dass unser Gehirn Dinge, die wir vorm Schlafengehen aufnehmen, verstärkt verarbeiten. Das wäre eine Erklärung. Dann wirkt mein Leben neben dem Studium eben noch intensiver auf mich!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 9, 2019
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 9, 2019

Master live

Der Kindergartenfluch

Seit ein paar Monaten erhebe ich nun die Daten für meine Masterarbeit. Zu diesem Zweck gehe ich zusammen mit meinem Kollegen an drei bis fünf Vormittagen pro Woche in verschiedene Kindergärten in und um Leipzig. Für das Experiment suchen wir uns immer nacheinander zwei Kinder aus, die etwa gleich alt sind und das gleiche Geschlecht haben. Die Erhebung besteht aus einer spielerischen Manipulation (das heißt, dass wir vermuten, dass dieses Spiel Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder hat) und zwei darauffolgenden Tests, mit denen wir prüfen, wie prosozial sich die Kinder verhalten.
Im Januar ging noch alles gut, aber im Februar bin ich krank geworden. Ich hatte schon vorher gehört, dass Menschen, die mit Kindergartenkindern zu tun haben, anfangs häufiger krank sind. Anscheinend muss man sich erst mal an die vielen Bakterien gewöhnen, die dort vermehrt herumfliegen. Bei mir hat sich dieses Gerücht leider bestätigt, ich habe mich immer wieder krank gefühlt. Allerdings habe ich den Fehler gemacht, mich nicht richtig auszukurieren, sondern immer gleich wieder in den Kindergarten zu gehen, sobald es mir besser ging. Ein Arzt hat mich dann eine Woche krankgeschrieben und mir gesagt, ich solle mich erst richtig erholen, bevor ich mich wieder dem Kindergarten-Fluch aussetze. Das hat gewirkt, eine Woche Schonzeit hat mein Immunsystem zum Glück wieder auf die Höhe gebracht!

 

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  May 6, 2019

Master live

Abschlussarbeit 2.0

Eigentlich dachte ich, ich sei nach meiner Bachelorarbeit bereits abgehärtet. Vor einigen Stunden musste ich aber feststellen, dass ich damit grundlegend falsch lag. Nachdem ich ein halbes Jahr fast ausschließlich der Konzeption meines Forschungsprojekts für die Masterarbeit gewidmet habe, beginnt im Mai meine Forschungsphase. Und wenn alles gut läuft, kann ich im September mein Masterstudium beenden. Etwas Panik bekam ich schon, als ich meine Anmeldung zur Masterarbeit vorbereitete. Ein Fallschirmsprung wäre mir lieber gewesen – und ich habe Höhenangst, das will also schon was heißen.
Trotz meiner angespannten Nerven war es mir wichtig, die Arbeit noch vor meiner Forschungsphase anzumelden, damit ich mich voll auf die Forschung konzentrieren kann. Leider fiel dies mit der Abwesenheit der zuständigen Dozenten zusammen, da diese alle eine Konferenz in Spanien besuchten. Ich bin gespannt, ob meine Zeitplanung trotzdem noch aufgeht. Obwohl sich bei mir allmählich eine gewisse Torschlusspanik einstellt, freue ich mich sehr auf diese Arbeit! Der Schwerpunkt meiner Forschung liegt auf der Inszenierung von Geschichte auf Mittelaltermärkten. Dabei untersuche ich auch, welche Vorstellungen es von der Epoche „Mittelalter“ gibt, und welche realen Vorbilder beziehungsweise fiktiven Elemente berücksichtigt werden. Zudem interessiert mich die Präsentation für die Besucher. Ich möchte die Mitwirkenden des Marktes außerdem unter dem Aspekt der „Szene“ betrachten, also inwiefern man von einer eigenen kulturellen Szene sprechen kann wie beispielsweise bei Gothics oder Punks, und was diese ausmacht. Vor mir liegt eine spannende und ereignisreiche Zeit, die ich in vollen Zügen genießen möchte!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Apr 18, 2019