Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Master live

Abschluss, Abschied, Neuanfang

Nun geht es los mit dem Ernst des Lebens: Ich habe im Oktober meine Masterarbeit abgegeben und gleich Anfang November meine erste Stelle angetreten. Ich arbeite nun im Rahmen meiner Ausbildung zur Psychotherapeutin auf einer Psychosomatik-Station für Kinder und Jugendliche. Dort absolviere ich, ähnlich wie bei der ärztlichen Ausbildung, eine Art Klinik-Jahr, in dem ich zwar schon eigene Patientinnen und Patienten habe, aber dabei mehr Unterstützung bekomme und weniger Verantwortung trage. Das ist natürlich ziemlich aufregend. Nun darf ich das theoretische Wissen aus dem Studium in die Praxis umsetzen. Das betrifft zum einen das Erkennen von Störungsbildern, also die Diagnosestellung. Zum anderen geht es um das Verständnis davon, wie die Störungen entstehen und dementsprechend deren Therapiemöglichkeiten. Ich fühle mich oft überfordert und noch nicht kompetent genug – aber es stimmt ja: Irgendwann muss man anfangen und man lernt die Dinge in der praktischen Anwendung viel schneller. Ich habe ein multiprofessionelles Team aus den Bereichen Pädagogik, Medizin, Psychologie, Ergotherapie und Physiotherapie um mich herum und das ist sehr bereichernd. Außerdem muss ich zunächst die Abläufe und Regeln einer Klinik verstehen und akzeptieren. Das ist nicht immer leicht und ich bin zeitweise schön überfordert. Aber dann gibt es auch immer wieder sehr schöne Momente. Zum Beispiel die Interaktion mit den Kindern und Jugendlichen auf der Station, diese fällt mir zum Glück leicht und in den Therapie-Sitzungen fühle ich mich wohl.
Da ich nun mein Studium beendet habe, ist dies mein letzter Blogeintrag. Ich hoffe, ich konnte ein paar Menschen für das Psychologie-Studium und meine Themen begeistern. Alles Gute, Eure Franca

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Dec 18, 2019
Autor: Franca
Rubrik: studium
Dec 18, 2019

Master live

Volontariat vs. Masterstudium

In der Buchbranche sowie auch in der Journalismusbranche ist es üblich, vor dem richtigen Berufseinstieg ein Volontariat in einem Unternehmen zu absolvieren, das einen auf den Beruf vorbereitet und das Know-how beibringt. Für mich stand eigentlich immer fest, im Anschluss an mein Bachelorstudium einen Master zu machen und der Gedanke, ins echte Berufsleben zu starten, lag für mich noch weit in der Zukunft. Doch als ich Anfang dieses Jahres ein Praktikum im Lektorat eines großen Publikumsverlag absolvierte, war ich sofort Feuer und Flamme für die Arbeit im Lektorat. Trotz intensiver 40-Stunden-Woche verließ ich täglich beflügelt das Büro und bemühte mich, das Gelernte aufzusaugen wie ein Schwamm. Ich wusste schnell, dass ich mir nichts anderes in meinem Leben vorstellen konnte, als Manuskripte zu prüfen, neue Autoren zu entdecken, sie zu betreuen, Texte zu lektorieren, mich mit Menschen über gute Geschichten auszutauschen und den literarischen Markt in Deutschland mitzugestalten. Als ich gegen Ende meines Praktikums zufällig mitbekam, dass es eine Stellenausschreibung für ein Volontariat im Lektorat eines anderen Publikumsverlags gab, bewarb ich mich spontan – und vergaß es mehr oder weniger wieder, während ich die letzten Seminare und Vorlesungen meines Bachelorstudiums besuchte und meine Bachelorarbeit schrieb. Bis die Einladung zum Vorstellungsgespräch kam. Und dann die Zusage. Ich war überwältigt: Plötzlich hieß es, sich auf einen ganz anderen Verlauf meiner beruflichen Zukunft einzustellen. Einige Tage später kam die Zusage für das Masterstudium, auf das ich die letzten zwei Jahre hingearbeitet hatte und das bis zu dem Zeitpunkt auch mein größter Traum war: Angewandte Literaturwissenschaft – ein Studium, das sich durch seinen hohen Praxisbezug auszeichnet. Während ich monatelang darüber fantasiert hatte, ebendiese Zusage zu erhalten, stand ich stattdessen fassungslos mit meinem Handy in der Hand und unerwarteterweise vor der Frage: Wofür soll ich mich nun entscheiden? Was bringt mich persönlich und beruflich weiter? Für beide Wege schienen sehr viele Argumente zu sprechen und letztendlich musste ich auf mein Bauchgefühl hören. Ich stellte mir meinen zukünftigen Alltag in beiden Szenarien vor und insgeheim wusste ich, dass bei dem Gedanken an einen dieser beiden Wege die Freude ein wenig größer war. So traf ich schließlich meine Entscheidung – und habe sie tatsächlich keine Sekunde bereut.

Autor: Moni   |  Rubrik: studium  |  Dec 16, 2019

Master live

Stressember

Es ist wieder soweit: die Adventszeit ist eingeläutet, Weihnachten steht vor der Tür. Adventszeit bedeutet, über den Weihnachtsmarkt zu bummeln, den Tannenbaum zu schmücken und Plätzchen zu backen. Die besinnlichste Zeit des Jahres! Oder?
Nicht ganz. Schon in den vergangenen Jahren habe ich feststellen müssen, dass die Vorweihnachtszeit schnell stressig werden kann. Und auch in diesem Jahr wiederholt sich das Muster: Kurz vor Weihnachten stehen mehrere Referate in verschiedenen Seminaren an. Am Anfang des Semesters hielt ich es noch für eine gute Idee, einen Großteil der Arbeit nicht bis ins nächste Jahr zu schieben, sondern noch vor Weihnachten hinter mich zu bringen. Das hat jetzt jedoch zur Folge, dass ich momentan von Referatstreffen zu Referatstreffen eile und regelmäßig Nachtschichten am Schreibtisch einlege, um den Berg an Aufgaben bewältigen zu können.
Momentan bin ich außerdem auf der Suche nach einem neuen Nebenjob, was zusätzlich an meinen Nerven zerrt. Und das alles neben dem ganz normalen Dezember-Wahnsinn, in dem ich Plätzchen backe, Weihnachts- und Wichtelgeschenke besorge und Weihnachtskarten bastele. Und obwohl meine To-Do-Liste in diesem Monat einfach kein Ende nehmen möchte, soll die Freizeit nicht zu kurz kommen. Da ich erst vor Kurzem Freundschaften hier in Frankfurt geschlossen habe, sage ich gemeinsamen Aktivitäten nur ungern ab. So kommt es, dass ich mich nach der Uni doch noch kurz auf den Weihnachtsmarkt wiederfinde, bevor ich den restlichen Abend am Schreibtisch verbringe oder mich dabei erwische, wie ich einen Adventskalender für die WG bastele und Türchen befülle, da ich kurzfristig zugestimmt habe, mich daran zu beteiligen.
Aber obwohl ich die Adventszeit gerade kaum genießen kann, freue ich mich auf Weihnachten und ein paar freie Tage.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Dec 10, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Dec 10, 2019