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Und weg war der Bus

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

19.01.2018

Einen Bus zu verkaufen, bringt nicht viel Freude. In meiner Anzeige hatte ich extra geschrieben, dass ich nicht an Händler abgebe, die mir den Bus zu Halsabschneider-Preisen abkaufen wollen. Das hat diese jedoch nicht daran gehindert, es dennoch zu versuchen: Kaum war die Annonce online, klingelte mein Handy im Stundentakt.
Gespräche wie dieses kamen mehr als einmal vor:
„Hallo?!“
„Hallo, ist der Bus noch da?“
„Ah, Sie rufen wegen dem T4 Caravelle an!“
„Ja. Aber es ist kein original Caravelle, er hat nur sieben Sitze!“
„Ähm doch, das ist ein Original-Caravelle von VW. Die mittlere 3er Sitzbank ist nur gegen eine 2er Sitzbank ausgetauscht worden, deswegen hat der Bus nur sieben Sitze.“
„Nein, dann ist es kein Original! Ich bezahle 4.000 Euro!
„Ähm, also das ist ein Original Caravelle, aber bei dem Preis müssen wir eh nicht weiter miteinander sprechen.“
Zum Glück enden Gespräche dieser Art recht zügig.
Nach drei Wochen kam ein junges Paar aus Düsseldorf vorbei. Die beiden waren so begeistert vom Bus, dass sie ihn nach einer Stunde Probefahrt, Werkstattcheck und längerem Überlegen direkt mitnahmen.
So hatte ich doppelt Glück: Einerseits war ich einen erheblichen Stressfaktor in kurzer Zeit losgeworden, andererseits wusste ich das Auto in guten Händen. Wenn man mal über drei Monate in einem Auto gelebt hat und knapp 20.000 Kilometer in weniger als einem Jahr damit zurückgelegt hat, wächst es einem eben doch ans Herz.

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