interaktiv

Medizin studieren

Erleichterung

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

29.07.2015

Die vergangenen Wochen hatten es echt in sich. Normalerweise bin ich rund drei Tage vor einer Klausur mit meinem Pensum durch und nutze die restliche Zeit, um Lücken zu füllen, den Stoff nochmal zu wiederholen und etwas zu entspannen. Nicht so dieses Jahr!

Schließlich haben sich die Prüfungsmodalitäten ganz schön verändert. Ich wurde in vielen Fächern geprüft, erhielt aber nicht für alle Prüfungsleistungen direkt einen Schein. Bestimmte Fächer habe ich nun nicht mehr nur ein Semester lang, sondern über vier bis fünf Semester verteilt. Dazu gehört beispielsweise Radiologie. Am Ende jedes Studienhalbjahrs muss ich nun in einer Klausur rund 20 Fragen zum gelernten Stoff beantworten. Die Ergebnisse werden über fünf Semester addiert. Um den Schein in Radiologie zu bestehen, muss ich am Ende von den insgesamt 100 Fragen 60 richtig beantwortet haben.

Mein Problem ist die Zeit. In diesem Semester hatte ich drei „große“ Fächer: Mikrobiologie, Pharmakologie und Pathologie. Hier musste ich am Ende je eine Klausur mit deutlich mehr Fragen bestehen. Die Vorbereitung darauf brauchte also deutlich mehr Zeit – und es gibt keine Chance, Fehlleistungen später noch auszugleichen. Klar also, auf welche Fächer ich den Fokus gelegt habe, oder? Und irgendwie auch klar, dass Radiologie von mir eher stiefmütterlich behandelt wurde … Hoffentlich rächt sich das nicht. Schließlich werde ich auch in den kommenden Semestern neben Radiologie viele „großen Fächer“ haben. Und auf die Dauer wird es wohl nicht reichen, für Radiologie, Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin und noch ein paar andere Fächer insgesamt nur drei Tage aufzuwenden.

Aber glücklicherweise hat es funktioniert! Entgegen aller Erwartungen habe ich es geschafft, alle Prüfungen einigermaßen zu bestehen. Zwar genügen die Ergebnisse nicht ganz meinen eigenen Ansprüchen, aber das hake ich dieses Semester echt einfach mal ab. Und jetzt habe ich erst mal fast drei Monate frei, kann abschalten und mir neuen Schwung für das nächste Semester holen. Nach der ganzen Lernerei finde ich, ich habe das verdient.

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