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Medizin studieren

Was in, auf und an uns lebt

Kurz vor Ende des ersten Semesters steht noch ein weiteres Praktikum an: Mikrobiologie. Dort lerne ich beispielsweise die Gram-Färbung, bei der man Bakterien unterschiedlicher Zellwandart andersfarbig darstellen kann, um sie unter dem Mikroskop zu untersuchen. Außerdem untersuche ich Parasiten, Bakterien Würmer und Pilze. Ich schaue mir große Kolonien an, die per Dreiösenaufstrich auf Agra-Agrar-Platten aufgetragen werden. Unter dem Mikroskop kann ich mir anschauen, wie diese Zellen genau aussehen, was sie unterscheidet, ob sie Sporen ausbilden. Ich nehme das als gute Vorbereitung auf Histologie. In diesem Fach werde ich ab dem zweiten Semester die verschiedenen Zellarten auswendig lernen müssen.

Besonders spannend finde ich es, die Bakterien zu untersuchen, die in unserem Nasen-Rachen-Raum und auf unserer Haut leben. Hierfür wird ein Abstrich mithilfe eines sterilen Tupfers von der Schleimhaut aus dem Rachenbereich genommen. Nach etwa einem Tag kann man dann bei einzelnen Bakterien Veränderungen feststellen.

Es ist echt Wahnsinn, wenn man sich ausmalt, wie viele Bakterien unser Leben begleiten. Und sie vollbringen echt unglaubliche Arbeit: Zum Beispiel bieten sie uns Schutz vor krankheitserregenden Zellen und unterstützen unseren Verdauungstrakt dabei, die Nahrung gut zu verkleinern und schädliche Bakterien abzutöten.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  Feb 26, 2016
Autor: Thilo
Rubrik: studium
Feb 26, 2016

Medizin studieren

Tag zwei

Der zweite Prüfungstag kam verdammt schnell. Auf einmal war es acht Uhr morgens und es galt, die nächsten fünf Stunden durchzuhalten. Musste ich am Tag zuvor noch 90 Fragen beantworten, waren es nun 180. Wie ihr vielleicht wisst, werden bei uns alle Fächer, die im Semester behandelt wurden, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen geprüft. Es kann jedoch vorkommen, dass dabei pro Fach nur vier Fragen zu beantworten sind. Diese Fächer sind dafür über sechs Semester verteilt, sodass ich am Ende sogenannte Sammelscheine erwerbe.

Das Problem dabei ist, dass ich mich angesichts der Masse an Fragen aus anderen Fächern nur schwer motivieren kann, für drei Fragen zum Thema „Rehabilitationsmedizin“ zu lernen. Mein Augenmerk lege ich natürlich auf die Fächer, die ich im Block absolviere –dieses Semester beispielsweise Innere Medizin I.

Problematisch ist nur, dass ich mich voraussichtlich sechs Semester lang nie für die popligen drei Fragen pro Semester vorbereiten werde und den Schein mit etwas Pech am Ende nicht bekomme. Dann kann ich aber immer noch die Gesamt-Klausur zum Schluss nachschreiben.

Die Klausur am zweiten Tag war jeden falls ein echter Kraftakt. Kardiologie als große Überthematik ist zwar ziemlich spannend, aber auch extrem anstrengend in der Vorbereitung, weil es auf viele Details ankommt: von fünf Antwortmöglichkeiten konnte ich immer zwei bis drei ganz gut ausschließen, die restlichen zwei bis drei Optionen waren dann aber sehr schwer voneinander abzugrenzen.

Glücklicherweise kamen bereits am Abend die Ergebnisse der Klausur: Bestanden! Ein schöner Abschluss eines schönen Semesters. Jetzt können die Famulaturen kommen!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Feb 25, 2016

Medizin studieren

Tag eins

Die zwei Wochen bis zum Start der Abschlussklausuren gingen fürchterlich schnell vorbei. Glücklicherweise ohne allzu große Tribute zu verlangen, irgendwie war doch die ganze Zeit noch was los, abgesehen von stumpfem „In-der-Bib-sitzen“.

Sicherlich wären vier bis fünf zusätzliche Tage zum Wiederholen entspannender gewesen. Aber gut, so musste ich eben mit vier Wochen zum Bewältigen des Lernpensums klarkommen!

Der erste Tag der Abschlussklausuren war noch relativ entspannt: 90 Multiple Choice Fragen galt es in zweieinhalb Stunden zu meistern.

Noch dazu in Fächern wie Rechtsmedizin, die auch einen gewissen Unterhaltungswert haben. Wenn man nämlich in der Klausur unterscheiden muss, ob die beschriebene Leiche durch einen aufgesetzten Schuss, relativen Nahschuss, weiteren Nahschuss oder Fernschuss erschossen wurde, ist das schon unterhaltsam.

Tag eins war also die Ruhe vor dem Sturm. Den bevorstehenden Stress konnten wir aufgrund der Karnevalszeit erst einmal gut ausblenden. Weiberfastnacht galt es zu feiern und eines weiß ich gewiss: Beim nächsten Mal werde ich mich auch verkleiden und dann hoffentlich nicht am nächsten Tag eine Klausur schreiben.

Zum Abschalten allerdings war die Feier ideal, ließ sie mich doch die nahende Bedrohung am folgenden Tag sehr gut vergessen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2016
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Feb 18, 2016