interaktiv

Praktikum im Studium

Der größte Mist auf Erden

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

16.05.2017

Ich würde ja jetzt gerne fluchen, darf ich aber nicht! Dabei hätte ich allen Grund dazu, nach dem wohl miesesten Blockpraktikum aller Zeiten. Das sind Praktika, die man zusätzlich zu den zahllosen Famulaturen (viermonatiges Praktikum im Medizinstudium) und auch noch während der Semesterferien machen muss. Da man das entsprechende Fach gerade im Semester behandelt hat, soll man das Gelernte noch verpflichtend eine Woche in der Klinik vertiefen – so weit so gut.
Gelandet war ich in einer sehr spannenden, wenn auch komplexen Fachrichtung, die ich jetzt nicht weiter benennen will. Das Problem war, dass die Station extrem erpicht darauf war, während der Semesterferien mehr oder weniger motivierte, vor allem aber mittelgut informierte Studierende „an der Backe“ zu haben. Die einzige Ansage der Ärzte an mich und die anderen Blockpraktikanten lautete daher – grob vereinfacht – in etwa: „Hallo, ihr müsst jeden Morgen um 8 Uhr da sein und um 16 Uhr dürft ihr gehen. Dazwischen schaut ihr mal, wie ihr auf Station helfen könnt.“
Auf uns allein gestellt mussten wir allerdings feststellen, dass man als Studierender, der weder eingearbeitet noch als Pfleger oder Arzt qualifiziert ist, wenig kann und vor allem wenig darf. Das führte dazu, dass wir uns – von etwa ein bis zwei Blutabnahmen pro Tag mal abgesehen – acht Stunden lang, fünf Tage am Stück die Beine in den Bauch standen.
Hätte ich jetzt die Chance, Geld dafür zu bezahlen, dieses Praktikum nicht machen zu müssen, ich würde es wohl machen

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