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Zwischen Schule & Beruf

Weihnachten bei 30 Grad

Hier in Neuseeland kam zwar keine richtige Weihnachtsstimmung auf, da es einfach viel zu warm war und mir die gewohnten Weihnachtstraditionen fehlten, aber dennoch machte sich in mir ein ungutes Gefühl breit, wenn ich daran dachte, dass Heiligabend langsam aber sicher näher rückte. Die Tatsache, nicht zu Hause bei meiner Familie zu sein, war schlimm genug, doch der Gedanke, Weihnachten eventuell alleine verbringen zu müssen, war für mich um einiges schlimmer. Auch wenn ich in den Hostels immer neue Leute kennenlerne und nie wirklich alleine bin, sind die Bekanntschaften die ich mache doch nicht wirklich tiefgründig, da die meisten Leute schon nach ein oder zwei Nächten weiterreisen. Meist beschränken sich die Konversationen auf die typischen Fragen, die ich jeden Tag gefühlte 100 mal beantworte: Wo kommst du her? Wie lange bist du schon in Neuseeland? Reist du alleine? Was waren deine Highlights?

Um so glücklicher war ich, als mir eine junges neuseeländisches Pärchen anbot, Weihnachten bei ihnen und ihrer Familie zu verbringen – und das alles ohne mich auch nur im geringsten zu kennen oder mich vorher wenigstens einmal gesehen zu haben. Diese Geste weiß ich sehr zu schätzen, denn dank dieser Gastfreundlichkeit war ich an den Feiertagen nicht nur nicht alleine, sondern durfte auch ein typisches Kiwi-Weihnachtsfest miterleben. Im Gegensatz zu uns Deutschen packen die Neuseeländer ihre Geschenke nämlich erst am Morgen des 25. Dezembers aus. Mittags geht man dann zum Strand und als Weihnachtsessen wird hier traditionell gegrillt.

Auch wenn ich nicht bei meiner Familie sein konnte, hatte ich trotzdem ein sehr schönes und interessantes Weihnachtsfest. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung Weihnachten bei 30 Grad in der Sonne zu verbringen, zu grillen, am Strand entlang zu laufen und die Traditionen einer anderen Kultur hautnah erleben zu dürfen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Jan 26, 2016
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Jan 26, 2016

Zwischen Schule & Beruf

Roadtrip mit einem Kiwi

Als Kiwi bezeichnet man nicht nur den für Neuseeland typischen Vogel, der trotz Flügeln nicht fliegen kann, sondern auch die Einheimischen. Einen dieser Einheimischen habe ich über „Couchsurfing“ kennengelernt. Dies ist eine Art Plattform, auf der Leute Reisenden anbieten, für ein paar Nächte gratis auf ihrer Couch unterzukommen. Ich habe mich kurz vor meiner Abreise bei diesem Portal angemeldet, da ich es nicht nur für eine gute Möglichkeit halte, um Geld zu sparen, sondern ich dabei auch viele Einheimische und deren Kultur kennenlernen kann.

Ich habe hier in Neuseeland dieses Angebot zum ersten Mal angenommen und war positiv überrascht, wie viele Menschen dazu bereit sind, einen Backpacker bei sich aufzunehmen und ihm nicht nur einen gratis Schlafplatz anbieten, sondern ihm auch noch die Gegend zeigen. Ich hatte mit meinem Kontakt wohl besonders viel Glück, da er mich an meinem ersten Tag sogar vom Flughafen abgeholt hat, ich insgesamt fünf Nächte bei ihm unterkommen durfte und er mir dann auch noch angeboten hat, an seinen freien Tagen einen kleinen Roadtrip mit mir zu starten. Wir haben uns also zusammen mit Auto und Zelt ausgerüstet auf den Weg Richtung Süden gemacht und uns jeden Tag einen anderen sehenswerten Ort angeschaut.

Mit einem Einheimischen unterwegs zu sein, hat natürlich den Vorteil, dass man auch Orte sieht, die nicht explizit im Reiseführer genannt sind und man das Land somit auf eine ganz andere Weise entdecken kann. Außerdem habe ich dadurch auch die Möglichkeit, den ganzen Tag Englisch zu sprechen, was mich persönlich natürlich auch weiterbringt. Dafür dass ich vor meiner Ankunft in Neuseeland keinen einzigen Menschen in diesem Land kannte, habe ich inzwischen schon einige Kontakte geknüpft, sodass ich bereits mögliche Anlaufstellen für die Zukunft habe.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 29, 2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Dec 29, 2015

Zwischen Schule & Beruf

Raus aus der Komfortzone

Nachdem ich die letzten Tage in einem Apartment bei einem Einheimischen verbracht habe, wo ich praktisch den gleichen Luxus genießen konnte, den ich von zu Hause gewohnt bin, hieß es nun raus aus der Komfortzone. Das richtige Abenteuer sollte nun losgehen: raus aus der Stadt und rein in die wunderschöne Natur, die Neuseeland zu bieten hat. Somit habe ich mein eigenes Zimmer gegen einen Campervan eingetauscht, meine warme Dusche gegen meist kalte oder auch gar keine Campingplatz-Duschen und meine Küche mit richtigem Essen gegen Ravioli aus der Dose.

Für meine Reise habe ich mich mit einem anderen deutschen Backpacker, den ich hier am gleichen Tag unserer Abreise zum ersten Mal gesehen habe, zusammengetan, um gemeinsam Richtung Norden zu reisen. Einen genauen Reiseplan gab es nicht, wir wollten einfach losfahren und anhalten, wo es uns gefällt. Hier läuft generell alles relativ spontan ab und es ist nicht unüblich, dass man nicht einmal weiß, wo man in den folgenden Tagen sein wird. Bevor wir in den nächsten Ort gefahren sind, haben wir jedoch meist einen Blick in den Reiseführer geworfen, um möglichst keine sehenswerten Stellen zu verpassen.

Insgesamt waren wir genau eine Woche zusammen unterwegs und sind in dieser Zeit von Auckland bis zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, und wieder zurück gereist. Unterwegs haben wir die meisten Städte und Orte auf eigene Faust erkundet und nur ab und zu eine geführte Tour gebucht. Prinzipiell hatte ich eine tolle Zeit, mit vielen schönen Touren und Erlebnissen, musste auf der anderen Seite jedoch auch feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, mit jemanden auf engstem Raum zusammen zu reisen, den man eigentlich gar nicht kennt.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  Dec 24, 2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
Dec 24, 2015