interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Und was wirst du?

Autor:
Marie

Rubrik:
orientieren

01.03.2017

„Und was wirst du?“ – diese Frage habe ich in dem Jahr nach meinem Abitur gefühlt viel zu oft gehört und mir außerdem auch viel zu oft selbst gestellt. Als ich für einen neunmonatigen Freiwilligendienst nach Spanien flog, hatte ich noch einen genauen Plan: Ich wollte Medienmarketing studieren und ins Marketing gehen – etwas mit Social Media, mit Suchmaschinenoptimierung und mehr. In den neun Monaten, die ich in Madrid verbrachte, haben sich meine Pläne abwechselnd aus dem Nichts aufgelöst und dann wieder aufgebaut: Plötzlich hätte ich mir Psychologie gut vorstellen können, als ich an einer Universität mit Menschen mit Behinderung arbeitete. Und internationale Beziehungen fand ich auf einmal interessant, als die Stiftung, bei der ich meinen Freiwilligendienst machte, einen Sprachkurs für Flüchtlinge organisierte, die vom Konflikt zwischen der Westsahara und Marokko betroffenen waren. Oder sollte ich vielleicht doch gleich im Ausland studieren? Ich hatte Lust, weiterhin mit Menschen aus so vielen Ländern wie möglich zusammenzuleben, und wollte lieber nicht auf Deutsch studieren – viel lieber auf Englisch.
Ich wollte zuerst einmal nach Deutschland zurückfliegen und mir dann einen passenden Studiengang suchen. Aber dass ich noch nicht wusste, was ich nach meiner Spanienzeit machen würde, machte mich so nervös, dass ich schon von dort aus fleißig nach Studiengängen gesucht habe. Es stand bald fest, dass es etwas mit Medien oder Kommunikation sein sollte. Ich würde gerne etwas in Richtung Öffentlichkeitsarbeit machen und fand die Modulhandbücher, die ich auf den Webseiten der Universitäten finden konnte, total spannend. Gut gefallen hat mir aber auch der Zwei-Fach-Bachelor und damit die Möglichkeit, zwei Fächer gleichzeitig zu studieren. Noch von Spanien aus bewarb ich mich letztendlich für unterschiedliche Studienfächer, die ich im Zwei-Fach-Bachelor finden konnte – von Politik über Medienwissenschaft hin zu Wirtschaft. Bei der Frage, was ich tatsächlich studieren wollte, war ich damit aber noch nicht viel weiter.

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