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100 erste Tage an der Uni

Die ersten Herausforderungen an der Uni

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

30.10.2015

Mittlerweile kenne ich mich in der neuen Uni, in der Bibliothek, im Hörsaal und in den Cafeterien der Mensa schon ganz gut aus. Auch die Fachschaft, die ich schon in meinem letzten Blogeintrag erwähnt habe, ist eine große Hilfe. Unabhängig von den Vorlesungen bieten sie ein Tutorium für alle Studenten an. Dort bekommen wir die Möglichkeit, zu fragen, wie man Klausuren schreibt, wie eine Hausarbeit verfasst wird und wie man sich in der Bibliothek zurechtfindet. Die große Frage, mit der sich jede Jurastudentin und jeder Jurastudent beschäftigt, ist die nach den besten Lehrbüchern. Zwar haben wir in Heidelberg eine wunderschöne Bibliothek, aber zu wenige Bücher für alle Jurastudenten. Wenn ein paar Bücher dann da sind, sind sie meist nicht aktuell. Sich alle Bücher käuflich zu erwerben ist auch nicht einfach, denn ein Lehrbuch kostet 30 Euro. Davon brauche ich jeweils mindestens eins für Strafrecht, Zivilrecht und Verfassungsrecht. Die meisten Professoren haben für ihr Fach auch ein eigenes Buch geschrieben, das ich mir besorgen müsste, denn darauf basieren meist ihre Vorlesungen. Aber das wichtigste ist, dass ich selbst zur Bibliothek gehe, mir die Bücher anschaue und mir klar werden muss, mit welchem Buch ich am besten arbeiten kann. Ich finde, das hört sich zwar absolut paradox an, aber die Chemie zwischen Buch und Leser muss stimmen.

Beunruhigend finde ich es auch, dass ich nach der zweiten Vorlesung nur 30 Prozent davon im Gedächtnis behalten habe. Die Professoren meinten, das wäre normal, aber gleichzeitig müsste man die Vorlesung eine Stunde vor- und eine Stunde nachbereiten. In den ersten Wochen ist es wahrscheinlich noch nicht ganz so schlimm, da der größte Teil noch aus der Einführung ins Fach besteht. Hilfreich sind auch die angebotenen Arbeitsgruppen. Dort wird mit Examinierten, Promovierenden und wissenschaftlichen Hilfskräften in einer kleinen Gruppe der Stoff noch einmal aufbereitet und es werden gemeinsam Fälle gelöst. Für die jungen Studentinnen und Studenten wird also bestens gesorgt.

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