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Ausbildung live

Und fünf, sechs, sieben, acht!

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

31.10.2018

Schon lange bin ich auf der Suche nach einer Mannschaftssportart, die mich begeistert. Mehrmals pro Woche mache ich bereits Kraft- und Ausdauertraining für mich alleine. Sport hilft mir dabei, abzuschalten und ist ein guter Ausgleich zum Arbeitsalltag. Doch schon lange habe ich den Wunsch, in einem Team zu trainieren. Ich würde gerne ein herausforderndes Training haben, mich steigern und auch mit anderen messen – zum Spaß, versteht sich. An Meisterschaften oder Spiele, die jedes Wochenende stattfinden, habe ich aber kein Interesse – dafür fehlt mir die Zeit.
Vor kurzem habe ich einen Aufruf gesehen. Eine Cheerleadergruppe sucht neue Leute für ihre Mannschaft. Als ich jünger war, habe ich bereits einige Erfahrung in der Sparte sammeln können, jedoch ist das letzte Training gut zehn Jahre her. Was ich damals konnte, kann ich schon lange nicht mehr. Trotzdem bin ich zum Training gegangen. Die Mädelsgruppe macht einen sympathischen Eindruck. Auch wenn nicht alles sofort geklappt hat, wurde nicht gemeckert oder gelästert. Schon in der Aufwärmphase merkte ich, dass ich richtig Lust auf das Training habe. Meine ganze Energie kam zum Einsatz und spätestens bei den Turnübungen stieß ich an meine Grenzen. Überschläge wollen schließlich gelernt sein.
Ich ging glücklich nach Hause. Den Muskelkater spürte ich zwar noch mehrere Tage, aber das störte mich nicht. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob dieser Sport der richtige für mich ist. Mit Anfang zwanzig nochmal einen solch körperlich belastenden Weg einzuschlagen, ist nicht ganz einfach. Was man als Kind noch schnell lernt, funktioniert im Erwachsenenalter schon weniger gut. Und wie sich herausstellte, ist das Team doch sehr stark auf Meisterschaften fokussiert. Noch bin ich hin und her gerissen. Zwei Probetrainings habe ich noch vor mir, dann muss ich mich entscheiden.

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