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Gesprächskultur

Autor:
Lee-Ceshia

Rubrik:
ausbildung

08.02.2019

Besonders im Alltag mit Kollegen und Kunden fällt es mir öfters auf, dass viele Menschen Aussagen unmittelbar auf sich beziehen. Sie gehen dann in den Verteidigungsmodus und fühlen sich kritisiert, obwohl man es gar nicht böse gemeint hatte. Und auch mir passiert es, dass ich mich unnötigerweise angegriffen fühle.
Der Psychologe Schulz von Thun nennt diesen Umstand Sender- und Empfängerproblem. Jeder hat verschiedene Erfahrungen in seinem Leben gesammelt, sich Gesprächskulturen und -eigenheiten angewöhnt, wodurch es schnell zu Missverständnissen kommen kann. Denn wenn zwei Menschen auf unterschiedlichen Ebenen miteinander bzw. aneinander vorbeireden, entsteht ein Konflikt. Ein Beispiel: Eine Person erklärt sachlich ihre Meinung, die andere Person nimmt diese aber emotional auf und fühlt sich unter Druck gesetzt oder gar beleidigt. Ist jemand emotional berührt, fällt es ihm schwer, das Gesagte zu reflektieren. Dann ist eine sachliche Betrachtung kaum noch möglich.
Ich versuche daher die Gespräche, die ich führe, von einem neutralen Standpunkt aus zu betrachten. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan. Vor allem, wenn das Verhältnis der Gesprächspartner vorbelastet ist. Gefühle sind manchmal überwältigend und nicht immer haben wir uns so gut unter Kontrolle, wie wir es gerne hätten. Doch wenn alles nicht hilft, ein Tipp: lächeln und winken.

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