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Geschichte und Philosophie

Mensa Revolution — Essen hilft

Autor:

Rubrik:
studium

12.01.2011

In unseren Mensen an der Uni Leipzig fanden in den letzten Monaten einige Veränderungen statt. Angefangen hat alles mit der Neueröffnung unserer Zentralmensa – alles neu, alles blank, alles rational durchdacht. Knapp 3000 Essen werden hier in drei Stunden ausgegeben und hinuntergeschlungen, selten wirklich gegessen. Doch für mich stellte es eine wesentliche Verbesserung dar. Zuvor konnten wir immer nur zwischen fertig zusammengestellten Gerichten wählen, selten jedoch sagte mir eines in seiner Gesamtheit zu, so dass ich häufig einen Teil des Essens stehen ließ oder vorher noch um Verzicht auf die Soße oder ähnliches bat. In der neuen Mensa kann ich mir verschiedene Hauptspeisen und beilagen zusammenstellen, dazu noch einen Schuss Olivenöl oder etwas frisch gemahlenen Pfeffer fügen. Somit wurde ich zum fast regelmäßigen Besucher der Mensa.

In den letzten Wochen las ich dann von der „Mensa Revolution“ – ein Programm des Stura (Studentenrat). Es fing damit an, dass einige der Gemüse, die als Beilagen angeboten wurden, aus ökologischem Anbau stammten –feine Prinzessbohnen, Brokkoli, Karotten, etc. Bald stand bei der Ausgabe des Fischgerichts eine kleine Notiz, die darauf verwies, dass keine Fische mehr angeboten würden, die laut Greenpeace oder WWF zu den besonders überfischten und bedrohten Arten zählen. Manchen Supermärkten ähnlich kamen zu einigen Getränken, Milchprodukten und abgepackten Speisen eine Kennzeichnung à la „ich bin von hier“ oder „regional“. Auch in der Cafeteria wird nur noch Kaffee mit dem Siegel des „Fairen Handels“  gereicht, außerdem feine Schokolade und Schokoriegel.

Im Ganzen eine gute Sache, fehlt nur noch, dass wir auf uns selber achten und nicht irgendwas sondern gesundes in uns reinschaufeln – oder noch besser in angenehmer Atmosphäre speisen.

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