interaktiv

Studentenleben live

Vom Fan zum Reporter

Autor:
Leon

Rubrik:
studium

19.09.2012

Als Anhänger des selbst ernannten „Berliner Fußballteam Nummer Eins“, Hertha BSC, hatte man es in der vergangenen Saison nicht gerade leicht: Sage und schreibe vier Trainer versuchten ihr Glück bei der „Alten Dame“, ein düsterer Winterabend mit noch düstererem Gekicke auf dem Rasen jagte den nächsten und als unrühmlicher Schlusspunkt dann schließlich der skandalumwitterte Abstieg von Düsseldorf. Aber meine geplagte Fußball-Seele erhielt Trost: Ich durfte die Geschehnisse rund um meinen Lieblingsclub nicht nur als Fan, sondern auch als Reporter hautnah mitverfolgen. Ein Traum ging in Erfüllung.

Mein Praktikum bei „105,5 Spreeradio“ fiel dabei genau in die Zeit, in der kein Geringerer als „König Otto“, für Unwissende auch einfach Otto Rehhagel, den Platz an der Seitenlinie einnahm. Ebenjene Trainerlegende also, die einst Griechenland sensationell zum EM-Titel führte, und bei Journalisten für seine legendären Presse-Statements („das beste Trainingslager ist die eigene Frau“) bekannt ist.

Beste Voraussetzungen also für unterhaltsame Pressekonferenzen. Vor dem ersten Zusammentreffen im Presseraum von Hertha BSC war ich verständlicherweise ziemlich nervös. Aber die Anspannung löste sich recht schnell, als Manager Michael Preetz mit Rehhagel im Schlepptau das Podium betrat und ich ernüchtert feststellen musste: Das sind ja auch nur ganz normale Menschen. Nach nicht einmal zehn Minuten war das Phrasen-Feuerwerk „König Ottos“ abgebrannt und mein Premieren-Ausflug in die Welt des Sportjournalismus schon wieder vorbei. Aber auch wenn das Ganze weniger unterhaltsam ablief als ich es mich vorgestellt hatte: So nah am Geschehen zu sein, entschädigte zumindest ansatzweise für den ein oder anderen abgefrorenen Zeh beim letzten Heimspiel.

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