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Studentenleben live

Uhr

Autor:
Rose

Rubrik:
studium

03.12.2012

… kleine Uhren gehen: ticke, tacke, ticke, tacke, und die kleinen Taschenuhren: ticke, tacke, ticke, tacke, tick! So heißt es in dem berühmten Kinderlied von Karl Karow, das wohl jedes Kind kennt.

Meine kleine Taschenuhr ging leider nicht mehr ticketacke ticketacke tick, nachdem ich sie von einem Hochbett habe runterfallen lassen. Mehrere Wochen lag sie, der Sekundenzeiger zuckte gelegentlich noch, auf meinem Schreibtisch. Ich hätte sie natürlich sofort zum Uhrmacher bringen können, aber mir graute es davor, dass die Reparatur mehr kosten würde, als mir eine neue Uhr zu kaufen. Man kennt das Phänomen ja von Schuhen oder ähnlichem. Irgendwann entschloss ich mich aber doch, das kleine Handwerk zu unterstützen und gab die Uhr bei einem Fachmann ab. Als ich zum genannten Abholtermin da war, war die Uhr leider noch nicht fertig. Meine Befürchtungen, dass es ernst war mit der Uhr, schienen sich zu bestätigen. Als ich dann eine Woche später noch mal da war und sie immer noch nicht fertig war, schien es doch eher an der Faulheit des Uhrmachers zu liegen. Als ich meine Uhr zurückverlangte (schließlich gibt es nicht nur einen Uhrmacher in Freiburg), hat er sich noch nicht mal entschuldigt. Anscheinend hat er keine Manieren. Oder das Uhrmachergeschäft läuft so gut, dass er es nicht nötig hat, kleine, nicht antike Taschenuhren zu reparieren. Würde mich zwar wundern bei der allgemeinen Wirtschaftskrise, aber wer weiß das schon.

Der zweite Uhrmacher reparierte die Uhr in fünf Minuten, in meiner Anwesenheit. Und wollte noch nicht mal Geld dafür. Da ich mir aber fest vorgenommen hatte das kleine Handwerk zu unterstützen, konnte ich ihn doch dazu bringen, meinen Fünf-Euro-Schein anzunehmen.

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