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Studentenleben live

Abschluss mit Schulden

Ich bin gerade in Philadelphia in den USA, um einen Freund zu besuchen. Als er vor einigen Jahren mit dem Studium fertig war, hatte er etwa 20.000 Dollar Schulden. Im Vergleich zu den Beträgen, die andere Freunde mit nannten, scheint das nicht besonders viel. Er fand eine gut bezahlte Anstellung und hatte die Schulden nach vier Jahren abbezahlt. Gestern traf ich ein paar College-Studenten im dritten Bachelorjahr. Einer hat jetzt schon 60.000 Dollar Schulden und eine andere sogar 80.000. Studienkredite sind hier normal – keinen Kredit aufzunehmen ist die eher Ausnahme. Sie erzählte mir aber, dass gerade in den letzten Jahren die Studiengebühren in den USA stark gestiegen sind. Der günstigste Studiengang in den Geisteswissenschaften kostet hier in Philadelphia an einer durchschnittlichen staatlichen Universität pro Jahr knapp 23.000 Dollar, einige andere kosten bis zu 30.000, Zahnmedizin sogar 54.000 und der Master in Business Administration 74.000 Dollar pro Jahr! Wenn ich ihnen erzähle, was ich in Deutschland an Studiengebühren bezahle, können sie nur lachen.

Dummerweise garantiert ein solches Studium einem noch lange keine Anstellung, und wer im zweiten oder dritten Studienjahr durch eine Prüfung fällt, krank wird, oder merkt, dass ihm das Fach doch nicht so liegt, hat ziemliche Probleme. Solche Studienkredite werden dann „sub-prime“ genannt (was so viel bedeutet wie „nicht-erstklassig“). So wie bei der Krise auf dem amerikanischen Immobilienmarkt vor fünf Jahren – da wurden jene Hausbesitzer als „sub-prime“ eingestuft, von denen die Banken annahmen, dass sie ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen können. Die Banken haben dann ihre Kredite an Unternehmen weiterverkauft und plötzlich standen die dann vor dieser Leute Haustüren. Die „sub-prime“-Studenten müssen nun entweder neu aushandeln, wie sie einen Teil ihrer Schulden zurückzahlen können, oder Privatinsolvenz anmelden...

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Feb 21, 2013
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Rubrik: studium
Feb 21, 2013

Studentenleben live

Hilft nur Vitamin B?

„Die Lehramtsstudis sollen schneller an die Schule!" wurde lange gefordert, damit sie nicht erst im Referendariat merken, dass sie es mit Kindern nicht aushalten.

Daher gibt es in Baden-Württemberg seit einiger Zeit das Schulpraxissemester, das Pflicht für alle ist. Man hospitiert und unterrichtet in einer Schule in Baden-Württemberg von Schuljahresbeginn bis Weihnachten. Nebenbei muss man Seminare belegen. Klingt alles super, ist es von der Idee auch, aber es gibt viele Dinge, die dabei nicht ganz so funktionieren, wie man es sich vorstellt. Da wäre zum Beispiel die Unmöglichkeit, das Praxissemester in einem anderen Bundesland zu machen. Etwas besser sieht es für Menschen aus, die zwar nicht in ein anderes Bundesland, aber in die große weite Welt möchten. Studis einer modernen Fremdsprache können als „Assistent Teacher“ im Ausland arbeiten, oder an deutsche Schulen im Ausland oder sogenannte Europäische Schulen gehen.

Gut, denkt man sich, dann vielleicht doch einfach eine Schule in BaWü. Am besten in der Stadt, in der ich wohne! Das denken sich natürlich viele, gerade in Universitätsstädten. Doch die Schulen im näheren Umkreis sind sehr begehrt. Was tun? Alles Fortuna überlassen? Wer irgendeinen Lehrer oder eine Lehrerin kennt, wird alles dafür tun, dass dieser Mensch einen Platz in der Wunschschule organisiert. Und das doch bitte, bevor die offizielle Bewerbungsphase überhaupt begonnen hat. Damit sich die Schulen gar nicht erst angucken müssen, wer sich da noch so bewirbt. Ist doch dann für alle einfacher. Außer natürlich für die, die nicht mal eben Mama, Papa, Tante, Onkel anrufen können.

Wahrscheinlich läuft es hier genauso wie überall. Aber dass Menschen, die sich fristgemäß beworben haben und nun zufällig keine Beziehungen in die Schule haben, dann jeden Morgen pendeln müssen oder gleich leer ausgehen und ein Jahr warten müssen – das kann doch nicht gerecht sein!

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Feb 19, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Feb 19, 2013

Studentenleben live

Jetzt reden wir Klartext (Teil 2)

Da saß ich also mit meiner Vorgesetzten für ein Feedbackgespräch in einem der Konferenzräume und hatte ihr meine Beurteilung des Praktikums geschildert (die übrigens sehr gut war!). Als nächstes wollten wir den Feedbackbogen besprechen, mit dessen Hilfe sie verschiedene Eigenschaften wie Lernbereitschaft, Auffassungsgabe, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Kommunikation, Selbstständigkeit und so weiter bewertet hatte. Sicherlich kann sich jeder vorstellen, wie unglaublich gespannt ich auf die nächsten Worte war.

Wie ich bereits im letzten Teil berichtet habe, saß ich schließlich mit einem breiten Grinsen da und freute mich wie ein Honigkuchenpferd! Ich erhielt ein so positives Feedback, dass ich am liebsten vor Freude getanzt hätte. Ich hielt es dann aber doch für vernünftiger lieber sitzen zu bleiben und meine Freude nur mimisch zu kommunizieren. Meine Vorgesetzte erzählte mir, dass ich die Erwartungen in den oben genannten Kategorien sogar übertroffen hätte! Besser konnte das Wochenende doch gar nicht starten! Aber das war noch nicht alles: Das i-Tüpfelchen war, dass ich gefragt wurde, ob ich mein Praktikum nicht verlängern möchte. Ich habe natürlich zugesagt.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 18, 2013