Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Auslandssemester

Im Rahmen des kulturwissenschaftlichen Studiums gibt es die Möglichkeit, ein Semester oder länger im Ausland zu verbringen. Man kann entweder mit dem Erasmus-Programm an die Partneruniversitäten gehen oder man ist bereit, alles selbst zu organisieren, und kann dann theoretisch überall hin. Es heißt, dass sehr gute Studienleistungen und Englischkenntnisse erwartet werden, aber eine Bewerbung kann sich immer lohnen!

Die Universität Koblenz-Landau vermittelt Kontakte in fast alle europäischen Länder. Für die Kulturwissenschaftler kommen allerdings nur Belgien, Dänemark, Estland, Frankreich, Spanien und die Tschechische Republik in Frage.

Ich selbst habe kein Auslandssemester gemacht, obwohl ich sehr gerne reise und ja auch in meinem Studium viel über Kulturen lerne. Ich hatte aber irgendwie nicht das Bedürfnis danach, vielleicht weil ich vor dem Studium ein halbes Jahr durch Neuseeland gereist bin, vielleicht auch, weil ich meinen Platz  hier finden möchte, mich hier orientieren und aufstellen möchte. 

Allerdings gehen ein paar meiner Freunde ins Ausland, die ich besuchen möchte. So habe ich dann auch die Möglichkeit, nicht nur als Tourist in den entsprechenden Ländern zu sein, sondern zudem ein wenig Alltag mitzubekommen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Aug 6, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Aug 6, 2013

Studentenleben live

Z wie Zusage

Als mich mein Freund fragte, ob er mich von der Arbeit abholen soll, dachte ich mir nichts dabei. „Er will bei dem schönen Wetter sicher mit mir Eis essen gehen.“ So war es dann auch. Wir steuerten gerade unsere Lieblingseisdiele an, als er plötzlich schmunzelte. Er hatte mich die ganze Zeit über nur belanglose Dinge gefragt, aber jetzt lenkte er das Thema auf etwas völlig anderes: „Ich habe heute einen großen braunen Umschlag aus unserem Briefkasten gefischt“, verriet er mir. Meine Augen wurden größer. „Du hast die Zusage für deinen Wunsch-Master!“ Er hatte es sich nicht nehmen lassen, den Briefumschlag zu öffnen. Ich war ihm aber nicht böse. Ganz im Gegenteil: Nachdem ich ihm jubelnd um den Hals gefallen war, begriff ich erst langsam, was dies bedeutete: Ich bin eine von 35 Studenten und werde ab Oktober den englischsprachigen Masterstudiengang „International Marketing Management“ besuchen! Wenn das mal kein Grund zur Freude ist!

Ich bin überglücklich, dass ich es in diesen Studiengang geschafft habe und bin schon sehr auf meine Kommilitonen gespannt: Sie kommen nämlich aus verschiedenen Ländern – das wird sicher interessant! Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten. Momentan warte ich auf meine Immatrikulationsbescheinigung. Ich kann sogar schon meine neue Matrikelnummer auswendig!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Aug 2, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Aug 2, 2013

Studentenleben live

Herr Professorin

Wie es zur Entscheidung meiner Uni hier in Leipzig kam, in der Grundordnung nicht mehr von Professor und Professorin zu reden, sondern nur noch von Professorinnen, darüber haben wir in den vergangenen Wochen viel spekuliert. Müssen wir jetzt auch unsere Professoren, wie der Spiegel es schrieb mit „Herr Professorin“ ansprechen? Die Geschichte geht vielleicht so: Nach einer langen, trüben und unfruchtbaren Sitzung schlug einer der Senatoren, in der Hoffnung das Ganze etwas zu beleben, etwas sarkastisch vor, man könne doch dem ganzen Streit um Binnen-i, Unterstrich und Sternchen ein Ende bereiten, indem man einfach vollständig auf die weibliche Form umsattele.

Das sollte vielleicht nicht viel mehr als ein Witz sein, doch den anderen mangelte es wohl an Humor. Sie dachten, da trete ein ganz moralischer Mann auf die Bühne und schlage vor, das Jahrhunderte währende Unrecht der männlichen Rede endlich dadurch gut zu machen, indem man die Unterdrückten endlich auch mal Unterdrücker werden ließe. So etwa wie beim römischen Saturnalienfest, wo auch mal die Sklaven Herren spielen durften. Aber kann man eine Ungerechtigkeit durch eine neue Ungerechtigkeit wieder gutmachen?

Milan Kundera, Autor von „Die unendliche Leichtigkeit des Seins“, sprach in einem anderen Roman vom „moralischen Judo“ – wenn einer in der Öffentlichkeit sich scheinbar besonders moralisch verhält, fordert es die anderen Anwesenden heraus, es ihm nicht nur gleich zu tun, sondern ihn gar zu überbieten, den Schlag zu parieren. Der Vorschlag des Senators war jedoch kaum zu überbieten und so konnten die anderen nicht viel mehr tun als ihm wenigstens zuzustimmen. Wahrscheinlich war dieser Senator dann selber überrascht, wie ernst man seinen Vorschlag nahm.

Dabei vergessen jene, die den Pronomen so viel Gewicht beimessen, dass Genus und Sexus nicht dasselbe sind. Der Weizen und die Gerste erscheinen doch völlig willkürliche Setzungen zu sein. Und solche Berufsbezeichnungen bezeichnen eigentlich auch nur das Amt, das man inne hat. Früher trat die Person hinter dem Amt deutlich zurück. Vielleicht ist das heute anders und wir sehen Person und Amt immer mehr als Einheit oder betrachten gar Amt und Beruf als zweitrangig.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Aug 1, 2013
Autor:
Rubrik: studium
Aug 1, 2013