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Studentenleben live

Back in Bohemia

Mit einem knallroten Zettel an der Pinnwand unseres Instituts fing alles an: „Letní škola slovanských studií“ – für die Sommerschule in Prag gab es noch freie Plätze! Auf dem Absatz machte ich kehrt und spurtete ins Akademische Auslandsamt. Ich holte mir Bewerbungsunterlagen, schrieb Motivationsschreiben und Lebenslauf, holte mir ein Gutachten und absolvierte ein Bewerbungsgespräch – und das alles in Rekordzeit, schließlich handelte es sich um eine Nachfrist. Der eigentliche Bewerbungszeitraum war schon lange abgelaufen. Und dann: Ein Einschreiben aus Prag! Herzlichen Glückwunsch, Sie haben ein Vollstipendium für vier Wochen Sprachkurs in der „hlavní mìsto Praha“ (Hauptstadt Prag)! Juhu! Kurz musste ich meiner Freude Ausdruck verleihen und wild durch die Wohnung tanzen. Plötzlich ging das Sommersemester rasend schnell vorbei und jetzt sitze ich in Prag im Wohnheim und genieße den Spätsommer in Böhmen!
Morgens um halb neun bringt die Tram einen Haufen gut gelaunter Studenten aus aller Herren Länder zur Philosophischen Fakultät, wo Grammatikkurse auf sie warten. Zum Mittagessen geht es zurück ins Wohnheim (Palaèinky! Knedlíky!), der Nachmittag ist häufig frei. Aber Prag hat unglaublich viel zu bieten an Museen und Ausstellungen, die bei über 35 Grad Celsius als klimatisierte Orte arg begehrt sind.
Und abends darf natürlich das obligatorische Pivo, also Bier, nicht fehlen! Ein warmer Sommerabend im Biergarten am „stáromìstské námìstí“ (dem Altstädter Ring) oder auf dem Hügel Letná, der nördlich des Stadtzentrums liegt, mit strahlend blauem Himmel. Ich glaube, ich hab‘ mein Herz nicht an Heidelberg verloren …

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Sep 10, 2013
Autor: Inga
Rubrik: studium
Sep 10, 2013

Studentenleben live

Einblicke in das Kuwi-Studium: Ethnologie

Eine der drei Säulen des kulturwissenschaftlichen Studiums in Koblenz ist die Ethnologie.

Sie ist die Wissenschaft vom Menschen als kulturelles Wesen. Das Wort Ethnologie leitet sich aus ethnos (Volk) und logos (Lehre ab). Die Ethnologie beschäftigt sich sowohl mit der Komparatistik, also dem Kulturvergleich, als auch dem Universalismus (Was ist überall gleich?). Ihre primäre Aufgabe ist das Studium der Unterschiede/Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen, woraus dann Erklärungsmodelle entwickelt werden, um sich an die Darstellung menschlicher Kulturen anzunähern.

Um Kulturvergleich betreiben zu können, ist es nötig, eine kulturrelativistische Sichtweise einzunehmen. Das bedeutet, dass kulturelle Phänomene in ihrem kulturellen Kontext gesehen werden müssen. Ich kann also nicht meine europäischen Sichtweise als Maßstab für magische Praktiken eines Stammes in Afrika ansetzen. Vielmehr muss der „native’s point of view“ eingenommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass nicht von einer Kulturhegenomie ausgegangen werden darf, dass also keine Kultur besser oder entwickelter als eine andere ist.

Die Ethnologie arbeitet mit der Ethnographie. Sie ist die beschreibende Darstellung einzelner Ethnien/Kulturen. Ihr Ziel ist es, kulturelles Sein zu erfassen und in Gesetzmäßigkeiten einzuordnen (allerdings nicht so feste Gesetze, wie man sie in der Physik hat).

Klingt spannend? Finde ich auch!

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Sep 9, 2013

Studentenleben live

Meine letzten Tage als Praktikantin

Meine Tage als Praktikantin sind gezählt. Es sind noch genau vier an der Zahl! Danach entschwinde ich erst einmal für einen Heimaturlaub in den Norden. Vermutlich das letzte Mal vor Weihnachten. Knapp dreieinhalb Wochen kann ich einfach nur tun und lassen, was ich möchte. Glaubt mir: Ich werde es vollkommen auskosten! Im Oktober geht es schließlich mit dem Masterstudium los und da ist Ausschlafen beispielsweise nur am Wochenende angesagt.

Irgendwie habe ich es noch gar nicht richtig realisiert, dass ich in vier Tagen meinen allerletzten Tag als Praktikantin habe: Im Master möchte ich nämlich eigentlich kein Praktikum mehr machen. Ich komme bereits auf knapp anderthalb Jahre Berufserfahrung, die ich während meiner Praktika gesammelt habe. Vier Monate während des Bachelorstudiums und jetzt elf Monate vor meinem Master. Ich möchte mir dieses letzte Praktikum in meinem Masterstudium anrechnen lassen und somit ein Semester sparen. Im positiven Fall würden mich also zwei Semester Vorlesungen und eines für die Masterarbeit erwarten. Wenn man bedenkt, wie schnell das letzte Jahr vorüber gegangen ist, dann wird mir das Masterstudium wahrscheinlich auch nur wie ein kurzer Augenblick vorkommen. Überspitzt gesagt, versteht sich. In der Realität stehen natürlich wieder jede Menge Präsentationen, Klausuren und gespanntes Warten auf die Ergebnisse an. In diesen Momenten wird sich das Zeitgefühl sicherlich in das andere Extrem verzerren. All das ist aber noch Zukunftsmusik. Jetzt heißt es erst einmal: Der Countdown läuft… Noch vier Tage!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 9, 2013