Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Meine neue kleine Schwester

Vor ein paar Wochen habe ich eine kleine Schwester bekommen. Nein, meine Mutter hat weder eine ungeplante Spätschwangerschaft hinter sich noch hat sie verbreiteten Trends nacheifernd den Plan ausgeheckt, ein ausländisches Kind zu adoptieren. Meine kleine Schwester kommt zwar aus Griechenland und ist acht Jahre alt, lebt jedoch mit ihrer Familie in Stuttgart und steht nur in einem metaphorischen Verwandtschaftsverhältnis mit meiner Wenigkeit.

Zusammengebracht hat uns das Mentorenprogramm „Ich kann's“ der Organisation „Big Brothers Big Sisters“. Dort werden sogenannte Lerntandems aus einem Abiturienten/Studenten/FSJler/Azubi und einem Grundschulkind mit besonderem Förderbedarf (ausgelöst durch Migrationshintergrund, problematische Familienverhältnisse, körperliche/geistige Behinderungen etc.) gebildet. Diese Tandems treffen sich dann einmal wöchentlich, um zwei Stunden Zeit miteinander zu verbringen, die sehr individuell gestaltet werden können. Es gibt zwar einen Förderplan und es muss bei jedem Treffen dokumentiert werden, welche Ziele und Intentionen sich der Mentor gesetzt hat und was konkret gemacht wurde, aber ansonsten gibt es außer Regeln wie dem Nachkommen der Vorbildfunktion und dem Einhalten von Sicherheitsbestimmungen keinerlei Einschränkungen.

Ich muss zugeben, das komplizierte Bewerbungsverfahren hat mir ordentlich Nerven geraubt und auch jetzt ist die Fahrerei (40 Minuten dauert die Strecke zu meiner „kleinen Schwester“) durchaus aufwendig, aber ich finde es schön zu sehen, wie durchdacht das Programm ist und wie viel Zeit sich dafür genommen wird, die Tandems sorgfältig auszuwählen, sodass beide viel davon mitnehmen können und die Basis für eine ungewöhnliche Freundschaft geschaffen wird.

Diese Aktion wird nicht direkt vergütet, aber ich bekomme für das „ehrenamtliche“ Engagement in der Organisation ein kleines Stipendium, um mein Studium besser finanzieren zu können. Dass Geld bei solchen Sachen überhaupt eine Rolle spielen muss, ist fast ein bisschen traurig. Natürlich regiert Geld unsere Welt und es wäre absurd zu glauben, dass sich daran etwas ändern ließe, aber wenn ich erfahre, dass so eine liebevolle Institution ihrem Untergang entgegensehen muss und reihenweise ihre Anlaufstellen schließt, weil ihre Förderung zum Jahresende 2014 gekündigt wurde, dann finde ich das einfach schade. Es macht mich jedoch umso glücklicher, dass ich in einem letzten Jahrgang noch dabei sein darf und ein sicherlich schönes Jahr mit meiner neuen kleinen Schwester erleben darf.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jan 8, 2014
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jan 8, 2014

Studentenleben live

Oh, du inspirierende Weihnachtszeit

Es ist schon erstaunlich, wie schnell man seinen Alltag von Semesterbetrieb auf Ferien umschalten kann. Vor über zwei Wochen bin ich an einem Freitagnachmittag in die Weihnachtsferien gestartet. Damals habe ich mich fast dafür geschämt, noch nach 15 Uhr an der Uni zu sein und mich mit einer Gruppenarbeit zu beschäftigen. Nur noch einzelne Gestalten hatten sich zu so später Stunde auf dem Campus aufgehalten. Alle anderen waren schon längst in die erholsamen freien Tage unter dem Weihnachtsbaum entlassen. Mich hingegen hatte die Uni noch fest im Würgegriff, und so war ich sehr zuversichtlich, über Weihnachten die aufgeschobene Arbeiten schnell erledigen zu können.

Jetzt sind die Weihnachtsferien vorbei und ich habe kein einziges Buch aufgeschlagen. Und es tut so gut! Ich genieße diese Faulheit total und denke darüber nach, vielleicht nochmal Musik zu studieren oder eine Weltreise zu machen. Wie inspirierend Ferien doch sein können.

Über die Weihnachtsfeiertage war ich auch auf einer Art Klassentreffen für Schüler meiner ehemaligen Schule. Ich hab mich ein bisschen unwohl gefühlt unter so vielen Menschen, die früher einmal Teil meines Alltags waren. Aber das ist lange her und nur die wenigsten spielen überhaupt noch irgendeine Rolle in meinem jetzigen Leben. Irgendwie erschreckend ist aber, dass so manch alter Freund, mit dem ich schon seit Jahren nicht mehr geredet habe immer noch an meinem Leben teilnimmt. Facebook sei es gedankt. Aber irgendwie fühlt es sich nicht richtig an, dass andere Menschen alle meine Schritte verfolgen können, ohne dass ich etwas davon mitbekomme. Das ist so einseitig. Es ist schön, dass man über Facebook immer wieder teils ungewollt und unbewusst etwas über alte Bekannte erfährt, aber irgendwie sehne ich mich nach analogem Kontakt. Wie schön wären doch Besuche und ausgiebige Kaffeekränzchen. Mal schauen, wie lang ich diesem virtuellen sozialen Netzwerk noch treu bleibe. Vielleicht ändert sich meine Einstellung ja im neuen Jahr. Ich hoffe jedenfalls auf viele neue Freunde und mehr Zeit für verrückte Ideen wie Weltreisen oder ein Musikstudium.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jan 8, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jan 8, 2014

Studentenleben live

Achtung, Planänderung!

Eigentlich war alles schon geplant. Dieses, mein siebtes Semester, sollte das letzte sein. Ich wollte noch die Bachelorarbeit schreiben, hatte schon ein grobes Thema im Kopf und mich nach den Fristen erkundigt. Wie gesagt: eigentlich. Doch es gibt eine kleine Planänderung.

Denn: Wenn ich die Bachelorarbeit bereits in diesem Semester abgegeben hätte, wäre ich zum Frühjahr automatisch exmatrikuliert worden. Da die meisten Master-Studiengänge, zumindest alle, die mich interessieren, aber erst im Winter anfangen, hätte ich ein ganzes Semester keinen Studentenstatus mehr gehabt. Das wäre zum einen aus rein praktischen Gründen (kein Semesterticket mehr) nervig geworden, zum anderen wären dann aber auch diverse Praktikums- und Studentenjobmöglichkeiten ausgeschieden. Also habe ich mich entschieden, die Bachelorarbeit ein Semester nach hinten zu schieben und die freie Zeit für ein paar Sachen zu nutzen, die ich ansonsten nicht mehr geschafft hätte.

So kann ich endlich noch eine weitere Fremdsprache lernen und habe mich für einen Polnisch-Kurs entschieden, der an der Uni sogar kostenlos ist. Außerdem besuche ich noch zwei Seminare, die ich zwar eigentlich für meine Leistungspunkte nicht mehr brauche, die aber so interessant klingen, dass ich sie einfach so noch mache.

Welche das sind und warum das Vorlesungsverzeichnis in diesem Semester eine echte Herausforderung darstellt, lest ihr im nächsten Blog.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jan 3, 2014
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jan 3, 2014