interaktiv

Studentenleben live

Oh, du inspirierende Weihnachtszeit

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

08.01.2014

Es ist schon erstaunlich, wie schnell man seinen Alltag von Semesterbetrieb auf Ferien umschalten kann. Vor über zwei Wochen bin ich an einem Freitagnachmittag in die Weihnachtsferien gestartet. Damals habe ich mich fast dafür geschämt, noch nach 15 Uhr an der Uni zu sein und mich mit einer Gruppenarbeit zu beschäftigen. Nur noch einzelne Gestalten hatten sich zu so später Stunde auf dem Campus aufgehalten. Alle anderen waren schon längst in die erholsamen freien Tage unter dem Weihnachtsbaum entlassen. Mich hingegen hatte die Uni noch fest im Würgegriff, und so war ich sehr zuversichtlich, über Weihnachten die aufgeschobene Arbeiten schnell erledigen zu können.

Jetzt sind die Weihnachtsferien vorbei und ich habe kein einziges Buch aufgeschlagen. Und es tut so gut! Ich genieße diese Faulheit total und denke darüber nach, vielleicht nochmal Musik zu studieren oder eine Weltreise zu machen. Wie inspirierend Ferien doch sein können.

Über die Weihnachtsfeiertage war ich auch auf einer Art Klassentreffen für Schüler meiner ehemaligen Schule. Ich hab mich ein bisschen unwohl gefühlt unter so vielen Menschen, die früher einmal Teil meines Alltags waren. Aber das ist lange her und nur die wenigsten spielen überhaupt noch irgendeine Rolle in meinem jetzigen Leben. Irgendwie erschreckend ist aber, dass so manch alter Freund, mit dem ich schon seit Jahren nicht mehr geredet habe immer noch an meinem Leben teilnimmt. Facebook sei es gedankt. Aber irgendwie fühlt es sich nicht richtig an, dass andere Menschen alle meine Schritte verfolgen können, ohne dass ich etwas davon mitbekomme. Das ist so einseitig. Es ist schön, dass man über Facebook immer wieder teils ungewollt und unbewusst etwas über alte Bekannte erfährt, aber irgendwie sehne ich mich nach analogem Kontakt. Wie schön wären doch Besuche und ausgiebige Kaffeekränzchen. Mal schauen, wie lang ich diesem virtuellen sozialen Netzwerk noch treu bleibe. Vielleicht ändert sich meine Einstellung ja im neuen Jahr. Ich hoffe jedenfalls auf viele neue Freunde und mehr Zeit für verrückte Ideen wie Weltreisen oder ein Musikstudium.

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