Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Arbeit in der Bahnhofsmission

Wie ich in dem Eintrag vorher berichtet habe, bin ich gerade circa zwei Monate bei der Bahnhofsmission Koblenz tätig. Obwohl ich den Anreiz dazu durch das Studium bekommen habe, wollte ich mich schon lange sozial engagieren. Zum einen möchte ich gerne etwas für die Leute tun, die weniger Glück im Leben gehabt haben, zum anderen ist es ein gutes Gefühl, mal etwas Praktisches und Sinnvolles zu tun. Wir schenken beispielsweise Kaffee aus, helfen gehandicapten Menschen beim Umsteigen oder hören einfach nur zu. Die Arbeit macht einen demütig und dankbar dafür, wie gut es einem selbst geht.
Schade finde ich allerdings, dass Ehrenämter nie bezahlt werden. Als wäre es eine weniger wertvolle Arbeit, sich um Menschen zu kümmern als etwa Brötchen zu verkaufen. Traurig macht mich auch, wenn ich sehe, wie sich zwar alle Leute theoretisch furchtbar tolerant geben und auch gerne spenden, sich im direkten Kontakt mit am Rande der Gesellschaft Stehenden jedoch ganz schnell zurückziehen oder unwohl fühlen. Wobei ich auch nicht von der Hand weise, dass es natürlich unangenehm ist, neben jemandem mit einer Fahne zu sitzen, der sich eine Weile nicht gewaschen hat. Allerdings waren die Gäste der Bahnhofsmission, die ich bislang getroffen habe, durchgehend friedlich. Mein Kollege sagt immer, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt‘s auch wieder raus. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Obdachlose nicht als Menschen zweiter Klasse gesehen werden, sondern weiterhin als genauso wertvolle Menschen wie andere. Nur so können sie auch den Weg zurück in die Gesellschaft schaffen.

 

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Jan 17, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Jan 17, 2014

Studentenleben live

Alles auf einmal

Nachdem mein Entschluss feststand, meine Bachelorarbeit erst im nächsten Semester zu schreiben, machte ich mich im Vorlesungsverzeichnis auf die Suche nach interessanten Veranstaltungen. Eine Vorlesung in Geschichte musste ich noch belegen, ansonsten hatte ich alle vorgeschriebenen Kurse bereits absolviert. Insofern hatte ich die freie Auswahl, und das sollte zu einem echten Problem werden.

Anscheinend hatten sich die Dozenten der Uni Potsdam nämlich dafür entschieden, dieses Semester eine interessante Veranstaltung nach der anderen anzubieten. Seminare zur Geschichte Israels (wollte ich schon die ganze Zeit besuchen, wurde aber nie angeboten), rassistischer Gewalt in Ostdeutschland nach 1989/90 (spannend und dazu noch hochaktuell durch die unfassbare Mordserie des NSU) und über die Rekonstruktion der Stimmung des deutschen Volkes vor dem Ersten Weltkrieg anhand von Zeitungsartikeln aus der Phase vor 1914. Die Liste könnte ich locker noch um zwei oder drei Veranstaltungen erweitern, die ebenfalls interessant klangen. Ihr seht also: Ich stand vor einem satten Überangebot.

Einige der Seminare schieden dann bei genauerem Hinsehen aufgrund von terminlichen Überschneidungen aus, sodass sich der Wald ein wenig lichtete. Trotzdem musste ich mich für bzw. gegen das eine oder andere Thema entscheiden. Letztendlich wählte ich das Israel-Seminar und die Veranstaltung über rassistische Gewalt in Ostdeutschland. Das Zeitungsseminar musste leider weichen. Doch auch so habe ich das Gefühl, dass das Zusatz-Semester keine Zeitverschwendung sein wird, sondern dass ich meinen Horizont noch einmal erweitern werde.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Jan 16, 2014
Autor: Leon
Rubrik: studium
Jan 16, 2014

Studentenleben live

Theaterabend

Früher waren Theater und Oper meine Leidenschaft. Als ich noch in Rostock wohnte, ging ich sogar mehrmals im Monat. Dort gab es sehr gute Angebote für Studierende und über meine Arbeit fürs Lokalradio konnte ich oft umsonst mit zu den Premieren.

Doch obwohl ich mich unter anderem für die Stadt Magdeburg als Studienstandort entschied, weil es hier so viele Theater gibt, bin ich bis jetzt noch nie in einem Stück gewesen. Eigentlich ist das schon fast traurig. So traurig, dass eine Drehscheibe auf den Campus-Tagen Mitleid mit mir hatte und mich eine Karte gewinnen ließ. Ich wählte Carmina Burana.

So stand ich dann vergangen Sonntag vor den Toren der Oper und eroberte ihr Inneres. Es ist ein sehr großes Gebäude und es blieb mir ganz unverständlich, wie ich ein Jahr lang daran vorbeifahren konnte, ohne einmal hineinzugehen.

Ich durfte in der dritten Reihe sitzen. Das Stück wurde getanzt und das Orchester spielte vortrefflich. Leider ging der Inhalt im Tanz verloren. In der Pause wurde mir dann mitgeteilt, dass die erste Hälfte noch keinen Inhalt transportiert, was sich in der zweiten Hälfte dann aber auch nicht wesentlich änderte. Ich fand es trotzdem gut. Beim nächsten Mal geht es dann aber auf jeden Fall ins Theater. Und dass es ein nächstes Mal gibt, nehme ich mir an dieser Stelle ganz fest vor.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jan 14, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jan 14, 2014