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Studentenleben live

Die Ruhe nach dem Sturm

Das erste Semester ging mit einem großen Sturm zu Ende. Alles prasselte auf einmal auf mich herab: Abgabetermine für Fallbeispiele und Berichte sowie die letzten schriftlichen Prüfungen. Wie es im Studium nun einmal so ist. „Rette sich wer kann“ lautet da die Devise. Sei es durch Lerneinheiten am Wochenende oder einen Spaziergang in den ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres, um die Batterien aufzuladen. Meine Rettung war meine Motivation. Nur zwei Tage nach der letzten Prüfung habe ich mich nämlich in den Zug gen Norden gesetzt, um meine Familie und Freunde zu besuchen. Und wisst ihr, wie ich mich gefühlt habe, als ich im Zug saß? Große Überraschung… Ich war total müde und habe fast die gesamte Fahrt über geschlafen! Egal. Auf dem Weg von Berlin nach Flensburg sieht man sowieso nichts allzu Spannendes

Kaum hatte ich heimischen Boden unter den Füßen, ergriff mich das Gefühl, seit langer, langer Zeit hier und nie weg gewesen zu sein. „Es lebe die Heimat“, und zwar mit einem sehr ausgiebig geplanten Programm. Familie, Freunde aus Schul- und Bachelor-Zeiten – ich wollte natürlich alle wiedersehen und mich endlich mal wieder persönlich mit ihnen austauschen. Obwohl ich ständig auf Achse war, gab es ein oder zwei seltene Momente, in denen ich eine langersehnte Langeweile verspürte! Das mag jetzt vielleicht komisch klingen, aber nach dem ganzen Stress der letzten Monate wollte ich mich endlich wieder langweilen und einfach mal nichts vorhaben. Mittlerweile bin ich wieder zurück in Berlin und genieße die letzten Wochen meiner Semesterferien. So ganz frei habe ich allerdings nicht: Ich gehe wieder meinem Werkstudentenjob nach. Ohne nebenbei Uni zu haben, ist es aber sehr viel entspannter und ich habe trotzdem den ganzen Nachmittag frei. Mein Fazit: In den Semesterferien unbedingt die Seele baumeln lassen – gerade weil es im Master sehr stressig und anstrengend werden kann!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Mar 7, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Mar 7, 2014

Studentenleben live

Ferien im französischen Freizeitzentrum

Es heißt „Centre des Loisirs“ und ist mit keiner Kindereinrichtung, die ich jemals in Deutschland oder Tschechien kennengelernt habe, vergleichbar. Morgens um viertel vor acht öffnet das Freizeitzentrum, abends gegen halb sieben schließt es. Im Klartext heißt das: Kindergebrüll den ganzen Tag. Da ich die Kids auch in die Kantine begleitete, hatte ich einfach keine Pause.
Und ich stellte etwas Merkwürdiges fest: In Tschechien, obwohl ich die Sprache überhaupt nicht konnte, gehorchten mir die Kinder (so sie mich denn verstanden hatten) ziemlich bald. In Frankreich beherrschte ich die Sprache besser, meine Hoffnungen, dadurch die Kinder leichter zum Parieren zu bringen, erlosch jedoch rasch. Ich sagte: Auf geht’s, wir spielen ein Spiel! Antwort: Kein Bock!
Ich ging davon aus, dass das Kind sich für Aktivität A oder B entscheidet und dieser dann auch nachgehen muss. Entsprechendes versuchte ich den Kindern klarzumachen – völlig erfolglos. Wer keine Lust hatte, der machte einfach nicht mit. Bald kam ich dem Grund auf die Spur: Unter den französischen Animateuren herrschte einstimmig die Ansicht, dass man die armen Kinder zu nichts zwingen könne, es seien schließlich deren Ferien. Ich stutze. Also mal ganz abgesehen davon, dass das auch meine Ferien waren, war ich überhaupt gar nicht der gleichen Meinung! Entweder du bastelst oder du spielst mit, aber du turnst nicht wie ein Wilder durchs Zimmer, weil du auf nichts anderes Lust hast! Mein vielleicht etwas rigoroser Ansatz fruchtete überhaupt nicht. Die Kleinen kannten es einfach nicht anders. Ich musste mich dem „Laissez-faire“ beugen und das war anstrengend. Jeden Abend kam ich so gerädert nach Hause, dass ich todmüde ins Bett fiel. Wie naiv von mir etliche Bücher für meine Hausarbeit mitzunehmen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als meinen Prof um eine Gnadenfrist zu bitten …

 

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Mar 5, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Mar 5, 2014

Studentenleben live

Option A: Die internationale Variante

International klingt gut und spannend. Doch international ist auch anstrengend. Es ist in, sich international auszurichten, sehr sogar. Man muss viele Kompetenzen nachweisen, gute Leistungen erbringen und am besten mindestens zwei Fremdsprachen fließend sprechen. Die Rede ist in diesem Fall von einem Studiengang. Genauer: dem Masterstudiengang Internationale Beziehungen, den die freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität und die Uni Potsdam gemeinsam anbieten und bei dem man sogar einen Doppelabschluss erwerben kann.

Wer Interesse am Weltgeschehen hat und nicht nur verfolgt, was die deutsche Innenpolitik so bewegt, und sich vorstellen kann, die Geschehnisse auf internationalem Parkett wissenschaftlich zu analysieren, kommt an diesem Master nicht vorbei. Da ich in diese Kategorie falle, war für mich klar, dass ich mich dafür bewerbe. Doch wie oben erwähnt: Ganz so einfach wie damals bei der Bachelor-Bewerbung ist das nicht. Vor allem nicht bei einem Master von diesem Kaliber.

Zwei akademische Referenzschreiben, Nachweise über alle Praxiserfahrungen, Nachweis über Englisch Level C1 und natürlich ein Motivationsschreiben. Das Ganze wird dann in einem Online-Bewerbungssystem feinsäuberlich hochgeladen, und zwar nicht erst im Mai oder gar noch später, sondern bis zum 1. Februar. Hat man diese formalen Hürden genommen, entscheidet ein Gremium über die Zulassung, wobei es primär um die Noten aus dem Bachelor, aber eben auch um außeruniversitäre Erfahrungen geht.

Meine Bewerbung habe ich fristgerecht eingereicht. Jetzt heißt es warten. In der Zwischenzeit werde ich mich auch in Budapest auf einen gleichnamigen Masterstudiengang bewerben, der annähernd gleiche Aufnahmebedingungen aufweist – ergänzt durch einen Wissenstest. Wie gesagt: international ist anstrengend und begehrt.

Autor: Leon  |  Rubrik: studium  |  Mar 4, 2014
Autor: Leon
Rubrik: studium
Mar 4, 2014