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Studentenleben live

Marketing und Supply Chain Management?

Ja, das funktioniert. Auch wenn es für den einen oder anderen auf den ersten Blick wie Apfelkuchen mit Ketchup wirken mag. Im zweiten Semester meines Marketingstudiums mussten wir uns für einen Wahlpflichtkurs entscheiden. Zur Auswahl standen Kurse wie „Project Management“, „Economic Policy in Europe“, „Corporate Transactions“, „Business Ethics“ und eben „Supply Chain Management“. Ich kann die Frage „Warum hast du als Marketer nicht Project Management genommen?“ schon förmlich hören. Die Antwort ist simpel: Erstens habe ich bereits die praktische Erfahrung in diesem Bereich während meines Praktikums machen können, und wollte aus diesem Grund einmal etwas anderes ausprobieren. Zweitens wurde mir der Professor, der Supply Chain Management unterrichtet, sehr empfohlen.

Vergangene Woche konnte ich mich selbst davon überzeugen: Er ist überaus strukturiert und verwendet viele verschiedene Medien, um uns die Vorlesungsinhalte näher zu bringen. So etwas mag ich. Außerdem könnte es ziemlich interessant werden, einen detaillierteren Blick auf die Wertschöpfungskette zu erhalten. Einige von euch würden mich wahrscheinlich eher am Ende dieser Kette ansiedeln. Mein Ziel: Nachfrage schaffen, Kunden zufriedenstellen und ihnen einen Mehrwert bieten. Klingt jetzt natürlich recht einfach. Marketing kann allerdings ziemlich komplex sein, vor allem, wenn man es gut machen möchte. Dasselbe kann man auch über Supply Chain Management sagen. Neue Technologien führen zu neuen Trends und neue Trends führen zu neuen Prozessen und Denkweisen. Zwar steht im Marketing immer noch der Kunde im Fokus, aber es gibt ja zwei Arten von Kunden: B2B (business-to-business; Firmenkunden) und B2C (business-to-consumer; Endkunden). Beide findet man in der Wertschöpfungskette.

Die Endkunden befinden sich – wie der Name schon vermuten lässt – am Ende der Kette und sind zum Beispiel Menschen, die in eine Buchhandlung gehen und ein Buch kaufen. Ein B2B-Kunde wäre in diesem Fall etwa ein Unternehmen, das Papier herstellt und Holz von einem Zulieferer bezieht. Dieser Zulieferer braucht natürlich auch ein gutes Marketing, um sein Produkt an seine Kunden zu verkaufen. Ihr seht also: Marketing und Supply Chain Management ist doch mehr miteinander verflochten als man zunächst denkt!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Apr 14, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Apr 14, 2014

Studentenleben live

Procrastinatio acuta (Teil 2)

Obwohl über die Krankheit bisher nichts Genaueres bekannt ist, gibt es bereits Behandlungsmethoden, um Lern- und Motivationsschwächen zu verhindern oder zumindest zu verringern. Je nach Person und Krankheitsverlauf bieten sich folgende Therapien an:

1. Die Belohnungstherapie. Diese Therapie eignet sich besonders für Personen, die heimliche Laster haben. Sie setzen sich ein bestimmtes Ziel und eine bestimmte Belohnung für das Erreichen des Ziels. Beispielsweise gibt es einen Riegel Schokolade, eine Viertelstunde Computerspielen oder eine Folge der Lieblingsserie, sobald das erste Kapitel der Hausarbeit geschrieben ist. Die Belohnungen sollten wie die Ziele nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sein, und bei näher rückender Abgabefrist auch an Zeitpunkte gekoppelt sein. Da der Wunsch nach Bedürfnisbefriedigung größer ist als die zu schreibenden Essayzeilen, ist diese Methode sehr effektiv, um procrastinatio acuta zu bekämpfen.

2. Die Planungstherapie. Diese Therapie ist am besten geeignet für Erkrankte, die perfektionistisch und sehr ordentlich veranlagt sind. Mithilfe von Kalendern, Stundenübersichten und To-Do-Listen erstellen sie sich beim ersten Anzeichen von procrastinatio acuta einen Plan, was wann in welcher Zeit erledigt oder gelernt werden muss. Dieser Plan wird von nun an akribisch befolgt, Verstöße dagegen werden nicht toleriert. Planungstherapiepatienten haben daher meistens schon nach dem ersten Ausbruch von procrastinatio acuta gelernt, mit der Krankheit zu leben und brauchen keine ärztliche oder therapeutische Unterstützung mehr.

3. Die Teamtherapie. Ehrgeizige Köpfe und gesellige Menschen finden in dieser Therapie meistens den richtigen Weg. Sie schließen sich mit anderen Erkrankten zu Selbsthilfegruppen zusammen und unterstützen sich gegenseitig im Kampf gegen die Krankheit. Zu sehen, wie erfolgreich andere bereits trotz procrastinatio acuta ihre Essays, Hausarbeiten und Lernpäckchen bearbeiten, motiviert dazu, genauso gut zu sein.

Die gute Nachricht: Eine chronische Form von procrastinatio acuta existiert nach derzeitigem medizinischem Stand offenbar nicht. Sobald die zu erledigenden Aufgaben beendet sind, konnte bisher bei jedem Erkrankten eine Heilung festgestellt werden – bis zur nächsten Prüfungsphase.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Apr 14, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Apr 14, 2014

Studentenleben live

Urban Gardening und Nachbarschaftsgärten

Genau wie ich sind viele Studenten zwar Habenichtse, aber sie haben Zeit und Ideen. So gibt es hier in Leipzig inzwischen einige quirlige Gärten auf den verschiedensten Freiflächen – häufig dort, wo im Zweiten Weltkrieg ein Haus zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Im Garten „Anna Linde“, nicht weit von mir, neben der Stadtteilbibliothek, werden in Hochbeeten in selbst gezimmerten Kisten Tomaten, Zucchinis und alles mögliche an Gemüse und Kräutern angebaut. In einem alten kleinen Bauwagen steht eine Kaffeemaschine, und immer wieder bringen ein paar Leute Kuchen mit, der dann dort günstig verkauft wird. Noch ist hier nicht jedes kleine Grundstück bebaut oder zugeparkt. Das gefällt mir so gut, dass ich dort ab und zu mithelfe.

In einem anderen Garten, nicht viel weiter, haben drei junge Studienabbrecher eine kleine Holzhütte gebaut, halten sich dort eine Ziege und ein paar Hühner. Auch hier kommen viele Leute auf einen Kaffee oder ein Stück Kuchen vorbei – es ist wie eine Mischung aus Biergarten und Bauernhof.

Im Laufe des Sommers wird das Gemüse dann geerntet, eingemacht oder zu feinem Essen verkocht. Gerade sind wir dabei, einen mobilen Pizza-Steinofen auf einem Anhänger zu bauen. Dann können wir die frischen Tomaten, Auberginen und den Basilikum verarbeiten.

Natürlich hat das Ganze nichts von Autarkie und funktioniert nur, weil wir das Mehl und den Mozzarella noch im Supermarkt bekommen; aber es geht ja eher darum, auch ein bisschen zu gärtnern, draußen zusammen zu sein und die Stadt ein bisschen freundlicher zu machen.

Autor:   |  Rubrik: studium  |  Apr 10, 2014
Autor:
Rubrik: studium
Apr 10, 2014