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Studentenleben live

Warum nichts ohne netzwerken geht

„Mit Vitamin B kommst du überall rein!“ Diese Aussage dürfte der Mehrheit wohl nur allzu bekannt sein. Denn genau das ist es, was einem immer und immer wieder gepredigt wird: netzwerken, netzwerken, netzwerken…! Denn man weiß ja nie, welche neuen Möglichkeiten sich ergeben könnten. Natürlich hat man schon oft davon gehört, dass einige Privat-Unis die besten Kontakte in die Wirtschaft & Co. haben. Studentisches Pflichtpraktikum bei einem Top-Unternehmen? Kein Problem! Doch es geht selbstverständlich auch – wenn auch etwas zeitintensiver – über den ganz „normalen“ Weg: mit Top-Noten, einem Top-Assessment-Center-Ergebnis und einem überzeugenden Bewerbungsgespräch.

Ich kann euch an dieser Stelle nur empfehlen, sich auch auf den Social Media-Kanälen dem freudigen Knüpfen von Kontakten zu widmen. Damit meine ich jetzt nicht, jeden x-beliebigen Facebook-Nutzer zu adden, sondern vielmehr ein ansprechendes (und wahrheitsgetreues!) Profil auf XING oder LinkedIN anzulegen. Jeder weiß: Hier sind viele Headhunter unterwegs. Eine super Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte! Fleißig Kontakte knüpfen kann sich hier schnell auszahlen. Egal ob Arbeitskollegen, Kommilitonen, Professoren, Dozenten oder Bekanntschaften auf Job-Börsen etc. – je mehr Kontakte sich in deiner Liste befinden, desto weiter kann sich auch dein Profil verbreiten. Ich selbst habe zum Beispiel über XING schon viele interessante Angebote für die Zeit nach meinem Studienabschluss erhalten. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend: Bis ich meinen Abschluss habe, werde ich noch weiter netzwerken, netzwerken, netzwerken.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 9, 2014

Studentenleben live

Perspektive wechseln

Natürlich bin ich zum Studieren in Kapstadt, aber ich habe auch ein paar ambitioniertere Ziele: Ich möchte über das Leben lernen. Und so rede ich mit meinen „schwarzen“ Freunden viel über Apartheid und Diskriminierung.

Einer von ihnen hat ein arabisches Äußeres. Bis jetzt wurde er fünf Mal am Flughafen in den „Terrorist Tract“ geführt und äußerst gründlich durchsucht. Er hat die Größe, Rassismus als das Problem der anderen zu sehen und nicht als sein eigenes. Ja, er zieht seine Diskriminierung sogar meiner „Diskriminierung“ vor: Immerhin kann er durch Asien, Südamerika und Afrika reisen, ohne angebettelt zu werden, weil er eher für arm als für reich gehalten wird. Doch während dieses Klischee positiv konnotiert ist, kann man das über die Vorurteile gegenüber Schwarzen nicht gerade sagen.

Neulich nahm uns ein Bekannter mit in eine Township, in der er zwei Jahre lang Freiwilligenarbeit geleistet hatte. Eine beeindruckende Erfahrung. Die Township Langa hat 52.000 Einwohner, von Mittel- bis Unterklasse. Doch selbst in den armen Gegenden wurden wir neugierig angeguckt und freundlich angelächelt, die Kinder rannten uns hinterher und hängten sich an unsere Hände. Die richtig armen Gegenden der Township besuchten wir nicht, das wäre wahrscheinlich zu gefährlich gewesen. Ich bewundere die Unbeschwertheit der Südafrikaner, die mit ein paar Trommeln und ein bisschen Gesang auch umgeben von Wellblechhütten eine magische Atmosphäre zaubern können.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Sep 8, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Sep 8, 2014

Studentenleben live

Das Wochenende ist auf der Straße geblieben

Ich weiß nicht so recht, ob ich stolz darauf sein soll, dass ich am Wochenende von Samstag auf Sonntag acht Stunden auf der Straße verbracht habe. Dazu kam es, weil ich meinen Eltern zugesagt hatte, sie zu einem Gottesdienst im Grünen zu fahren, den mein Bruder, ein angehender Pfarrer, halten würde.
Meine Eltern wohnen über zwei Autostunden von uns entfernt, bis zu meinem Bruder sind es dann nochmal zwei Stunden. Am Samstag war dann kurzfristig unsicher, ob wir die Reise überhaupt antreten. Mein Mann hatte sich nämlich erkältet. Aber weil ich ein so trauriges Gesicht gezogen habe, als er in Aussicht stellte, daheim zu bleiben, hat er sich mir zuliebe aufgerafft. Bei meinen Eltern haben wir dann noch gegrillt und eine Nacht verbracht, in der ich mich sehr lange und gut mit meinem zweiten Bruder unterhielt, der aufgrund einer gescheiterten Beziehung gerade durch seelische Gebirgsschluchten geht. Nun macht er einen totalen Sinneswandel durch, den ich nicht gut finde und der mir Sorgen macht, aber irgendwie bin ich hilflos. Entsprechend ruhelos war meine Nacht.

Am nächsten Morgen ging es früh morgens meinen Eltern und dem kranken Mann im Gepäck eine Station weiter. Die letzte Etappe zum Gottesdienst in Grünen führte uns auf einer enorm steilen und schmalen Straße durch den Wald und schließlich zu einer Anhöhe. Dort, am Rande der Schwäbischen Alb, am sogenannten Albtrauf, versammelten sich unter blauem Himmel schon viele Besucher und ein großer Posaunen-Chor, der ebenfalls am Gottesdienst teilnahm. Ich hab meinen Bruder das erste Mal predigen gehört und finde, er hat es richtig gut gemacht. Ein Gottesdienst auf der Picknickdecke und unter dem offen aufgespannten Himmelzelt ist aber auch etwas Besonderes.
Nach dem Kaffee haben wir uns verabschiedet und traten die lange Heimfahrt an. Was für ein Wochenende! Eigentlich war es richtig schön, meine Familie zu sehen, aber das nächste Mal teile ich mir die über acht Stunden Autofahrt innerhalb von 30 Stunden gern mit meinem Mann, der auch nur dann mitkommen darf, wenn er gesund ist.

 

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 5, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 5, 2014