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Studentenleben live

Bib-Hocker

In den letzten beiden Semestern meines Masterstudiums bin ich immer sehr gut mit unserer Uni-Bibliothek ausgekommen. Für Projektarbeiten, Präsentationen und Co. habe ich dort immer die wichtigsten Bücher gefunden. Da ich aber in wenigen Wochen mit meiner Masterarbeit beginne, hielt ich es für angebracht, meinen Recherche-Horizont etwas zu erweitern. Ich bin also zu einigen anderen Berliner Hochschulbibliotheken gefahren und habe dort einen Nutzer-Ausweis beantragt. Eine Bibliothek hatte es mir dabei ganz besonders angetan. Im Vergleich zu unserer Bib empfand ich sie nämlich als viel strukturierter. Man konnte ganz bequem und einfach Journale aus sämtlichen vergangenen Jahren finden. Einige reichten sogar bis in die 1980er-Jahre zurück! Fantastisch! Das sollte meine Recherchen hoffentlich um einiges vereinfachen. Denn entgegen dem obenstehenden Titel bin ich kein wirklicher Bib-Hocker. Ich fahre zwar hin, um mich mit ausreichend Literatur auszustatten, aber ich verbringe dort nicht den ganzen Tag und arbeiten kann ich dort sowieso nicht. Ich bevorzuge meine eigenen vier Wände. Da bin ich irgendwie produktiver und kann mich besser konzentrieren. Das war schon im Bachelor so.

Während meiner Bachelorarbeit bin ich einmal mit Laptop, Büchern und Co. meinem Freund zuliebe mit in die Bib gekommen. Im Gegensatz zu mir liebte er es, dort zu schreiben, weil es dort so schön ruhig sei und man sich weniger ablenken lasse. Ich fühlte mich allerdings ganz schön fehl am Platz. Ich starrte ständig aus dem Fenster oder beobachtete andere Studenten, die versunken über ihren Büchern hingen. Scheinbar wirkt sich die ruhige Atmosphäre einer Bibliothek in meinem Falle kontraproduktiv aus. Seitdem lasse ich die Finger davon. Ich arbeite lieber daheim, wo ich nebenbei Musik hören kann, wann immer ich mag. Ich gehöre nämlich zu den Menschen, die gerne Musik zum Arbeiten hören. Außerdem kann ich ganz unkompliziert Pause machen, wann immer mir danach ist, und muss nicht erst mit meinen Wertsachen in die Cafeteria laufen, um mir einen Cappuccino zu kaufen. Ich kann so laut sein wie ich möchte und zwischendurch meine Freunde anrufen, ohne den Raum verlassen zu müssen. Die einzige Zeit, die ich also in den verschiedensten Berliner Bibliotheken verbringen werde, wird diejenige sein, in der ich nach bestimmten Büchern oder Journalen suche, gewisse Seiten kopiere oder gleich das ganze Exemplar ausleihe. Fertig.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Sep 26, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Sep 26, 2014

Studentenleben live

Telefon-Phobie (Teil 2)

Mit diesem Vorwissen kann man sich vorstellen, dass ich nicht besonders glücklich darüber war, als ich letzte Woche meinen Rucksack an der Bushaltestelle liegen ließ und ihn eine Viertelstunde später schon nicht mehr dort auffinden konnte. Das Ladekabel für mein Handy den und Laptop sowie meinen Lieblingspulli und zwei Bücher für meine Hausarbeit nicht mehr zur Verfügung zu haben, ist schon ziemlich ärgerlich. Die Tatsache, dass ein Telefonat die schon recht teuren Neuanschaffungskosten verhindern könnte, löste fast eine Panikattacke bei mir aus.

Eine Woche später muss ich jedoch sagen, dass meine Telefon-Phobie fast geheilt ist. Der tägliche Anruf beim Rheinbahn-Fundbüro ist fast schon Routine geworden und mittlerweile bringe ich meinen Namen und die Frage nach dem rot-weiß karierten Rucksack beinahe lässig über die Lippen. Auch wenn ich Telefonate immer noch unglaublich beängstigend finde, musste ich feststellen, dass einem dabei schließlich wenig Schlimmes passieren kann und die Phobie vielleicht ein bisschen übertrieben ist.

Die Anrufe haben – genau wie die täglichen Besuche beim örtlichen Fundbüro (bei denen offenbar niemand ans Telefon geht, das war mir dann doch zu viel nervliche Belastung) und das „Rucksack verloren“-Plakat an der Haltestelle – allerdings bisher leider keinen Rucksack-Fund zu Tage gebracht, sodass ich heute dann doch Ladekabel und Bücher nachbestellen musste, um nicht noch mehr in meinem Zeitplan zurück zu fallen.

Dennoch habe ich immerhin ein bisschen Angst vorm Telefonieren verloren, sodass man der Sache zumindest ein wenig Positives abgewinnen kann. Und vielleicht wartet irgendwann in den nächsten Tagen dann doch noch mein Rucksack im Fundbüro. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Sep 25, 2014
Autor: Janna
Rubrik: studium
Sep 25, 2014

Studentenleben live

MAMF-Festival

Sommer, Musik und Festival ist ein unschlagbares Dreier-Gespann. Seit ich zum ersten Mal bei „Roch im Park“ war, sind die Festivals, zu denen ich fahre, Jahr für Jahre immer kleiner und auch familiärer geworden. Es folgten die kreativ-alternative „Fusion“, das indie-popige „Dockville“, das „Immergut“ und das „Upgrade“.

Vergangenes Wochenende habe ich das „Müssen-Alle-Mit-Festival“ (MAMF) in Stade zum ersten Mal besucht. Stade ist ein kleines, beschauliches Örtchen im Süden von Hamburg. Seitdem mein Bruder dort arbeitet und lebt, fahren meine Freunde und ich häufiger in die idyllische Stadt Nordniedersachsens.

Neben Bernd Begemann traten William Fitzsimmons und „Mozes and the Firstborn“ auf. Der Headliner des Abends war Thees Uhlmann. Wir hatten schon im Vorfeld gerätselt, wie es kam, dass er diesen Auftritt zugesagt hatte. Müsste ihm die Bühne nicht eigentlich viel zu klein sein? Beim Konzert verriet er es schließlich: Im Musikgeschäft am Bahnhof von Stade hatte er seine erste Gitarre erstanden. So war ein Lied auch dem Verkäufer gewidmet.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Sep 25, 2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
Sep 25, 2014