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Studentenleben live

Bewerbung, die Erste

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

10.10.2014

Eine Wunschschule für mein Praktikum habe ich gefunden, was jetzt? Über ELiSe kann man nun den Platz buchen. Dafür muss man einfach nur einen Account erstellen. Gesagt, getan. Es folgte eine Seite mit Ansprechpartner und Kontaktdaten der Schule sowie die Erinnerung, dass mein Praktikumsplatz nur drei Tage lang reserviert sei und ich mich so schnell wie möglich bei der Schule melden sollte. Dann kam die erste große Krise: „Oh mein Gott, wie schreibt man denn bitte eine Bewerbung?“

Ich erinnerte mich, dass ich für meinen Praktikumsplatz vor dem Studium nicht einmal eine schicke Bewerbungsmappe abgegeben hatte, sondern einfach schnurstracks zu meinem alten Kindergarten gelaufen war und das kürzeste Bewerbungsgespräch aller Zeiten hatte: „Hallo Janna.“ – „Hallo Frau B.“ – „Dich habe ich aber lange nicht gesehen. Wie geht es dir? Und deiner Schwester? Und deinem Bruder? Und deinen Eltern?“ – „Uns geht es gut. Ähm, ich wollte fragen, ob ich im nächsten Januar ein Praktikum hier machen kann.“ – „Na klar, ich trag das gleich in die Liste ein.“ Auch ungefähr bei allen meinen Nebenjobs war der Kontakt nicht durch eine förmliche Bewerbung, sondern durch Kontakte zustande gekommen.

Vollkommen überfordert vertagte ich die Bewerbung auf den nächsten Tag, für den mein Freund mir Hilfe angekündigt hatte. Eine grobe Gliederung bekam ich vorher noch mit meinem Vater zustande, aber das Überarbeiten und Perfektionieren gestaltete sich schwieriger als gedacht. „Der Übergang ist total misslungen.“ „Aber das ist doch viel zu kurz!!“, „Ich will aber noch reinschreiben, dass ich in der Schule und an der Uni Tutorin war … ich weiß aber nicht wie!“, „Und wie soll ich die Bewerbernummer hier reinbringen?“, „Die wollen mich bestimmt sowieso nicht und ich werde nie Lehrerin, weil das alles nicht klappt.“.

Aber eigentlich bin ich ein optimistischer Mensch, und nachdem die unliebsamen Ecken rund geschliffen und die langweiligen Formulierungen langsam zu einprägsamen Sätzen wuchsen, war ich auch ziemlich zufrieden und traute mich, die Mail abzuschicken.

Die erste Bewerbungskrise schien gebannt, aber man soll bekanntlich nie den Tag vor dem Abend loben …

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