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Studentenleben live

Grüner Campus

Diese Woche war ich zum ersten Mal bei der neu gegründeten Initiative „Grüner Campus“. Nicht grün im Sinne der Farbe, sondern grün im Sinne von öko. Unsere bisherigen Ideen: ein kleiner Gemüsegarten, um den Kopf zwischendurch von Jura frei zu kriegen; mehr Hinweisschilder, wie Mülltrennung funktioniert; ein paar zusätzliche Altpapier-Container für unseren übermäßigen Papierverbrauch.

Aber mein größtes Anliegen: Fleisch. Es gibt Tage, da gibt es unter den vier möglichen Mensa-Gerichten keine (essbare) fleischlose Variante. Vor lauter Frust bringen die meisten Vegetarier ihr Essen selber mit – oder müssen sich mit Beilagen begnügen. Ein Teller Hühnchen-Crossies mit Pommes kostet 2,80 Euro. Unter welchen Bedingungen diese Hühnchen gehalten werden, um diese Preise hinzubekommen, will ich gar nicht wissen.

Mein Reformvorschlag: Mehr fleischlose Varianten in der Mensa. Auch wenn ich mit einer Reduzierung der Fleischgerichte bestimmt nicht den Konsens der Hochschule treffe (ich sehe mich schon laut protestierenden Studierenden gegenüber), wäre das nicht mal ein Anlass, über den eigenen Fleischkonsum nachzudenken? Wir leben in einer Gesellschaft, in der es normal geworden ist, jeden Tag Fleisch zu essen. Und das geht nur, indem wir billige Massenware produzieren, auf Kosten der Tiere und auf Kosten der Menschen, denen unsere Tiere das Essen wegessen.

Ich will niemandem vorschreiben, was er zu essen hat. Aber zum Nachdenken anregen will ich schon: Muss das sein?

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 22, 2015

Studentenleben live

Das Spiel geht von vorne los

Neues Semester, neues Glück. Auf eine Note warte ich immer noch, von einer anderen war ich sehr enttäuscht. In diesem Semester hatte ich mich eigentlich wieder für eine Klausur und eine Hausarbeit entschieden. Das Einführungsmodul im Bereich Literaturwissenschaften kann man sogar nur mit einer Klausur abschließen und beim Modul „Arbeit und Familie im vorindustriellen Europa“ war ich mir eigentlich sicher, gleich vier gute Hausarbeitsthemen aufgetan zu haben. Ich musste mich eigentlich nur noch auf eines festlegen und es mit dem Professor absprechen. Eigentlich.

Ich kam mit einem Stapel Bücher aus der örtlichen Bücherei nach Hause und schlug sogleich meinem Professor mein bis dato favorisiertes Thema vor. Seine Reaktion fiel jedoch leider anders als gewünscht aus: Das Thema, das ich mir vorgestellt hatte, ging nicht. Also las ich mich noch ein wenig ein und war mir bei meinem zweiten Vorschlag relativ sicher. Allerdings kam der auch nicht besonders gut an. Die beiden anderen Themen hatte ich im Laufe meiner Recherchen verworfen, da sie sich als nicht praktikabel herausstellten.

Allmählich war ich ein bisschen frustriert. Dieses Gefühl, wenn man wirklich begeistert von einer Idee ist, die abgelehnt wird, kennt, glaube ich, jeder. Das fühlt sich nicht gut an. Zumal ich mir jetzt etwas hilflos vorkomme, denn mir sind die Themenvorschläge ausgegangen. Nun stellt sich natürlich die Frage: Soll ich weiter recherchieren oder doch die Prüfungsform ändern? Bei einer mündlichen Prüfung würde wahrscheinlich dieselbe Problematik aufkommen, eine Klausur scheint mir hingegen ziemlich langweilig zu sein. Aber wenigstens könnte ich jetzt schon anfangen, mich gezielt darauf vorzubereiten, denn den Lernstoff habe ich ja bereits zu Hause. Ich glaube, ich brauche noch ein paar Tage Bedenkzeit …

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 22, 2015

Studentenleben live

Praktikum bei Batman

Nach einer allgemeinen Sinnkrise in meinem Studium dachte ich mir, es ist an der Zeit, ein weiteres Praktikum zu machen. Den Wink für die Stelle bekam ich, als ich ein Protokoll für eine Exkursion anfertigte. In der vorbereiteten Literatur fand ich zu Vogel- und Fledermauskartierungen immer wieder den Namen „Strätz“. Ich wusste nicht, wer oder was sich hinter diesem Namen verbarg, also fragte ich meinen Dozenten, der mir weiterhelfen konnte. Nach monatelangem Zögern, habe ich schließlich Kontakt zum Büro für geoökologische Studien aufgenommen, das sich mit Vogel- und Fledermauskartierung beschäftigt, und erhielt eine Zusage für ein Praktikum.

Gleich am ersten Tag gingen wir ins Gelände und besuchten in einer Sandgrube, die einer hübschen Westernkulisse würdig wäre, einen brütenden Uhu. Genial, ich habe noch nie einen Uhu in freier Wildbahn gesehen und war von Anfang an hellauf begeistert. Es folgten weitere Ausflüge im „Batmobil“, das mit Antenne und Mikrofon ausgerüstet über Berg und Tal fährt, immer auf der Suche nach Vögeln und Fledermäusen. Im Büro werden die gesammelten Daten dann in das Geoinformationssystem eingearbeitet. Eine gute Übung und Auffrischung für mich in einem für Geoökologen relevanten Programm. Neben den Vogelerkundungstouren am Tag (bei strahlendem Sonnenschein an malerisch gelegenen Flüssen und Seen, da arbeitet man doch gern) folgten Erkundungstouren bei Nacht. Bei Mondschein und mit Mikrophon (ein sogenannter Bat Detector) in der Hand läuft man da durch Dörfer und Wälder und wartet, dass ein Knacksen und Piepsen die Anwesenheit einer jagenden Fledermaus verrät.

Ich habe wirklich großen Spaß an diesem Praktikum, auch wenn ich dafür eine Doppelbelastung in Kauf nehme. Vormittags bin ich meist im Büro von „Batman“, nachmittags in den Vorlesungen und Übungen an der Uni und in manchen Nächten unterwegs, um die Jäger der Nacht aufzuspüren. Trotzdem finde ich es richtig gut, dass ich dieses Praktikum machen kann. Jetzt weiß ich nämlich, dass ich mit meinem Studium auf jeden Fall eine schöne Arbeitsstelle finden könnte, bei der ich viel im Freien sein kann.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  May 21, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
May 21, 2015