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Studentenleben live

Grüner Campus

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

22.05.2015

Diese Woche war ich zum ersten Mal bei der neu gegründeten Initiative „Grüner Campus“. Nicht grün im Sinne der Farbe, sondern grün im Sinne von öko. Unsere bisherigen Ideen: ein kleiner Gemüsegarten, um den Kopf zwischendurch von Jura frei zu kriegen; mehr Hinweisschilder, wie Mülltrennung funktioniert; ein paar zusätzliche Altpapier-Container für unseren übermäßigen Papierverbrauch.

Aber mein größtes Anliegen: Fleisch. Es gibt Tage, da gibt es unter den vier möglichen Mensa-Gerichten keine (essbare) fleischlose Variante. Vor lauter Frust bringen die meisten Vegetarier ihr Essen selber mit – oder müssen sich mit Beilagen begnügen. Ein Teller Hühnchen-Crossies mit Pommes kostet 2,80 Euro. Unter welchen Bedingungen diese Hühnchen gehalten werden, um diese Preise hinzubekommen, will ich gar nicht wissen.

Mein Reformvorschlag: Mehr fleischlose Varianten in der Mensa. Auch wenn ich mit einer Reduzierung der Fleischgerichte bestimmt nicht den Konsens der Hochschule treffe (ich sehe mich schon laut protestierenden Studierenden gegenüber), wäre das nicht mal ein Anlass, über den eigenen Fleischkonsum nachzudenken? Wir leben in einer Gesellschaft, in der es normal geworden ist, jeden Tag Fleisch zu essen. Und das geht nur, indem wir billige Massenware produzieren, auf Kosten der Tiere und auf Kosten der Menschen, denen unsere Tiere das Essen wegessen.

Ich will niemandem vorschreiben, was er zu essen hat. Aber zum Nachdenken anregen will ich schon: Muss das sein?

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