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Studentenleben live

Probleme mit der Bachelorarbeit

Letzte Woche war ich kurz davor, mein Studium ohne Bachelor abzuschließen und alles hinzuwerfen. Bin ich eine Dramaqueen? Vielleicht. Aber ich hatte auch gute Gründe. Das Thema für die Bachelorarbeit hatte ich mir schon vor einer Weile überlegt. Wie bei einem Referat und der mündlichen Prüfung sollen Produktnamen im Fokus stehen. Dazu hatte ich die Idee, eine Umfrage zu machen, um zu testen, welche Produkte Menschen – vielleicht in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht oder Bildungsstand – hinter unterschiedlich stark abstrahierten Produktnamen vermuten. Die Dozentin war anfangs etwas skeptisch, schien sich aber von mir überzeugen zu lassen, und so ahnte ich nichts Böses, als ich am Nachmittag im Kolloquium an der Reihe war, vor den anderen mein Thema vorzustellen.

Ich legte die erste Folie auf und schon kam die erste Meldung: „Bist du sicher, dass du das so machen willst? Wenn du noch eine weiterführende Frage stellst, ist der Auswertungsaufwand so hoch, gerade wenn du möglichst 100 Probanden befragen willst.“

Und das war erst der Auftakt. Obwohl der Kurs aus wirklich netten Menschen besteht, die ihre Kritik freundlich, konstruktiv und definitiv berechtigt anbrachten, fühlte ich mich immer mehr wie eine Idiotin, weil ich all diese Probleme überhaupt nicht gesehen hatte. Am Ende der Stunde hatte ich ein mieses Gefühl im Bauch. Nicht nur, weil ich so viel einstecken musste, sondern auch, weil ich mit meinem Praxisteil jetzt noch einmal ganz von vorne anfangen musste. Dazu mischte sich eine gewisse Wut auf die Dozentin. Sie hatte doch gewusst, was ich vorhatte. Warum hatte sie nicht früher eingegriffen und mir ein besseres Thema empfohlen oder mir zumindest nahegelegt, in eine andere Richtung zu überlegen? Da war wohl noch ein Termin bei meiner Dozentin fällig.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 18, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 18, 2015

Studentenleben live

Besuch im Klinikum

Wenngleich ich in Peru bisher richtig Glück hatte und weder nennenswerte Magenprobleme noch sonstige Erkrankungen hatte, habe ich all diese „Versäumnisse“ an nur einem Tag nachgeholt. Nachdem ich den Fahrradunfall relativ unbeschadet überstanden hatte, zerrte ich mir am gleichen Abend noch den Fuß. Ich hatte ein Loch in der Straße übersehen und knickte böse um.

Tags darauf holte ich mir aus der Apotheke einige Medikamente und einen Verband gegen den Schmerz. Hier in Peru sind alle Medikamente frei erhältlich, so etwas wie eine Verschreibungspflicht existiert nicht. Da es die folgenden Tage trotz Minimalbelastung (Homeoffice sei Dank) jedoch nicht besser wurde, bin ich doch ins Klinikum gegangen. Ich war sehr dankbar, dass mich meine Mitbewohnerin begleitete.

Die Prozedur war dann doch sehr einfach. Am Schalter brauchte ich nur kurz schildern, was passiert war, und die Consulta, die Erstbegutachtung, zu bezahlen. Später kamen noch die Medikamente hinzu. Die Ärztin beschaute den Fall und schrieb mir anschließend eine lange Liste von Arzneimitteln auf. An drei aufeinander folgenden Tagen musste ich nochmal hin, um mir ein arg brennendes Medikament spritzen zu lassen. Eine Praxis, die hier ganz beliebt zu sein scheint, wie ich aus späteren Gesprächen mit Freunden schließen konnte. Doch so unangenehm die Spritzen auch waren, so haben sie doch ihre Wirkung getan. Nun hilft wohl nur noch ruhen und in ein paar Wochen ist der Fuß wieder wie neu.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 17, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 17, 2015

Studentenleben live

Kolloquium (Teil 2)

Das Kolloquium begann mit der Frage, wie ich denn auf mein Thema gekommen sei. Anschließend musste ich meine wichtigsten Ziele und Ergebnisse präsentieren. Es folgten noch ein paar konkrete Fragen zu einzelnen Textabschnitten, wobei unter anderem untersucht wurde, ob ich mir darüber hinaus noch Kenntnisse in bestimmten Bereichen angeeignet hatte. Plötzlich sah mein Erstprüfer auf die Uhr: „So, die Zeit ist auch schon um, wie ich sehe.“

Wirklich? So schnell? Es kam mir so unglaublich kurz vor, aber er hatte recht: Die halbe Stunde war vorbei. Wahnsinn! „Wir würden Sie dann bitten, den Raum kurz zu verlassen, damit wir uns beraten können – wir rufen Sie herein, sobald wir fertig sind!“ Ich verließ den Raum und betrat den andächtig ruhigen Flur.

Erst in diesem Moment brach sich die Nervosität Bahn: Ich bekam schwitzige Hände, mir wurde heiß und ich fragte mich, ob ich mich auf mein Gefühl, dass es gut gelaufen war, verlassen konnte. Schließlich hatte ich alle Fragen beantworten können – aber waren meine Prüfer mit den Antworten auch wirklich zufrieden oder waren sie einfach unzufrieden mit einem Pokerface zur nächsten Frage übergegangen?

„Wir wären dann soweit“, riss man mich aus meinem Gedankenkarussell. Ich atmete kurz durch und folgte meinem Professor zurück in den Prüfungsraum. „Herzlichen Glückwunsch, Frau Master“, wurde ich empfangen, „Sie haben bestanden – und das mit einer sehr schön strukturierten, gut durchdachten Abschlussarbeit.“ Ich grinste und war einfach nur glücklich. Das Thema Masterstudium war nun ganz offiziell abgehakt. Nach einem kleinen Feedback zu meiner Arbeit und der mündlichen Prüfung, sprachen wir noch über meine Zukunftspläne. Ich bedankte mich für die interessanten, lehrreichen letzten Semester, wünschte meinen Prüfern ebenfalls alles Gute und verließ die Uni mit einem breiten Lächeln. Vor der Uni wurde ich von meinen Freunden mit knallenden Sektkorken empfangen. „Glückwuuuuuunsch!“ Endlich geschafft!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 17, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 17, 2015