interaktiv

Studentenleben live

Zurück in Europa

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

27.10.2015

Zwar habe ich mich in diesem Urlaub im langsamen Reisen versucht – per Bus und Zug von Barcelona bis Marrakesch – aber die dreitägige Fährfahrt von Marokko bis Südfrankreich dauerte mir dann doch zu lange. Und so stieg ich wohl oder übel ins Flugzeug, um zwei Stunden später an der Côte d’Azur zu landen. Jetzt ist mir auch klar, warum die Gegend hier so heißt: Solch ein türkisblaues Wasser habe ich selten gesehen! Zum Glück war das Wetter Ende September auch noch gut genug, um der verführerischen Anziehungskraft des Meeres nachgeben zu können.

Einen Tag verbrachte ich in Nizza, dann sammelte mich ein Bus ein, um mich zur Sommerakademie der Studienstiftung zu bringen. Vor zwei Jahren habe ich bereits einen Sprachkurs mit der Studienstiftung gemacht, dieses Jahr wollte ich etwas anderes ausprobieren. Und was bot sich da mehr an als Südfrankreich, das Thema „Recht und Terrorismus“ und die Möglichkeit, eine Richterin vom Europäischen Gerichtshof kennenzulernen?

Kurzer Einschub: Was ist eigentlich eine Sommerakademie? Studierende bis zum sechsten Semester haben hier die Möglichkeit, sich für unterschiedliche Seminarthemen anzumelden und dann zwei Wochen über dieses Thema zu diskutieren und etwas darüber zu lernen. Die Themen in Nizza rankten dieses Jahr vom Klimawandel über eine Reformation des Wahlverfahrens bis hin zu Tango. Die Teilnehmer der Akademie hatten aufgrund der Themenvielfalt auch ganz unterschiedliche Studienhintergründe. Ich finde, das ist eine tolle Möglichkeit, sich fachübergreifend auszutauschen. Allerdings überfordern mich die 150 anderen Menschen eher – alle kennenzulernen ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.

Jeden Morgen hatten wir von 9.00 bis 12.30 Uhr jeweils zwei Blöcke Unterricht à 90 Minuten. Danach war Freizeit, bis abends die Dozenten der jeweiligen Arbeitsgruppe einen Vortrag über ihr Thema hielten.

Mir gefiel es von Anfang an. Die Unterbringung war top: In unserer Ferienanlage im „Hinterland“ der Cote d’Azur mit Pool, Minigolf-, Basketball-, Tennis- und Volleyballplatz teilten wir uns zu dritt ein kleines Apartment. Morgens und abends gab es leckeres französisches Buffet. Nachmittags boten andere Studierende Kurse in Yoga, Jonglieren oder Poetry Slam an. Eine Doppelkopf-Gruppe hatte ich auch gefunden. Langweilig wurde mir also definitiv nicht.

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