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Studentenleben live

Internationales Treffen

Autor:
Miriam

Rubrik:
studium

11.11.2015

Vergangene Woche war ich für meinen Verein „oikos Tübingen“ sechs Tage lang in der Schweiz. „oikos“ ist eine international tätige studentische Organisation, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre einsetzt. Weltweit gibt es über 40 sogenannte Chapter, also lokale Gruppen. In der Schweiz wurde von „oikos“ zunächst das „Presidents’ Meeting“ (Treffen der Vorstandsvorsitzenden der lokalen Gruppen) und anschließend das „FutureLab“ (ein Treffen, bei dem über zukunftsfähige Modelle nachgedacht wird) ausgerichtet.

Da ich Präsidentin des Chapters in Tübingen bin, verbrachte ich zunächst vier Tage lang mit den 30 Präsidenten der anderen Chapter. Wir lernten primär, wie man zu einer verantwortungsbewussten und ethischen Führungskraft wird. Dazu gehört es, empathisch zu sein, den Menschen und nicht nur den Profit in den Mittelpunkt zu stellen, zusammenzuarbeiten, auf seine Umwelt zu achten und diese zu schützen. Es war sehr spannend, mit den Vertretern der verschiedenen Nationen zusammenzuarbeiten und deren Ansichten kennenzulernen.

Anschließend besuchte ich zwei Tage lang das sogenannte „FutureLab“, das für alle Mitglieder von „oikos“ offen war. Hier lernten wir durch Vorträge und Lerngruppen, dass die Volkswirtschaftslehre keine Wissenschaft ist, die – wie etwa Physik – alles berechnen kann, sondern dass sie ohne Ethik nicht auskommt und das Verhalten des Menschen nicht genau voraussagen kann.

Im Vorfeld war ich sehr aufgeregt, wie gut ich mich während des Treffens zurechtfinden würde, kann aber im Nachhinein sagen, dass es eine tolle Erfahrung war. Ich habe sowohl fachlich als auch menschlich viel gelernt und werde die Gruppe im April in Indien bei einer Konferenz zum Thema „Minimalistic Sustainability“ wiedertreffen.

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