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Studentenleben live

Neujahrsprobleme

Den Jahreswechsel feierten wir also auf der großen Silvesterparty vor dem Brandenburger Tor. Es war halb zwölf, als wir die letzte Runde Glühwein zu den anderen trugen und meine Freundin Lucy unmittelbar danach vollkommen aufgelöst war. Sie hatte den ganzen Abend über ihre Tasche unter der Jacke getragen, damit nichts gestohlen werden konnte, doch beim Tragen der Becher hatte sich die Jacke geöffnet und jemand hatte ihr Portemonnaie und ihr Handy entwendet.

Nach dem Feuerwerk suchten wir daher erst einmal die Polizei, damit Lucy ihre Daten abgeben konnte, falls die Sachen wieder gefunden würden. Das gestaltete sich etwas schwieriger als gedacht, da zwar eine ganze Menge Polizeiautos herumstanden, aber niemand wusste, wo sich die mobile Wache befand. Wir wurden von einem Ort zum nächsten geschickt, bis wir die zuständigen Beamten endlich gefunden hatten.

Mittlerweile war es fast ein Uhr und Lucy und ich hatten somit noch vier Stunden Zeit, bis unser Zug nach Hause fahren würde. Deshalb beschlossen wir, noch ein bisschen das Berliner Nachtleben zu genießen. Wir entschieden uns für eine gemütliche Kneipe auf der Warschauer Straße, da die Schlangen vor den Clubs extrem lang waren. Dort angekommen wurden wir Mädchen ziemlich aufdringlich von ein paar Jungs angesprochen, die sich absolut nicht abwimmeln ließen, während unsere Freunde Getränke holen waren. Trotz der eher weniger ansprechenden Musik ließen wir uns aber nicht die Stimmung vermiesen, sondern stürmten später sogar noch die Tanzfläche, um die letzte Zeit zu fünft zu genießen, bevor unser Zug Richtung Heimat ging.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 12, 2016

Studentenleben live

Neujahrsgrüße

Und schon sind die studentischen Ferien zwischen Weihnachten und Neujahr vorbei. Wie in jedem neuen Jahr seit Studienbeginn, habe ich nicht das Gefühl, nach der Pause erholter zu sein. Schon jetzt sehne ich mich nach neuen Ferien oder Urlaubstagen, die entspannen. Das mag aber auch daran liegen, dass ich nun wieder ein Lebensjahr älter geworden bin. In diesem Fall hat nun mein zweites Vierteljahrhundert begonnen.

Wir haben meinem 25. Geburtstag zu Ehren ein großes Fest gefeiert. Zuerst ging es zu meinen Schwiegereltern, die zum Kuchenschlemmen eingeladen haben. Am Abend ging es bei meinen Eltern mit einem festlichen Abendessen weiter. Es war toll, mal wieder so viele mir verwandte und herzlich bekannte Gesichter zu sehen! Am Tag darauf war Weihnachten und die Feierlichkeiten gingen entsprechend weiter. Ich habe endlich mal wieder Musik mit meiner Mutter machen können, was total schön war, aber irgendwie doch nicht so richtig erholsam. Mit der Schwiegerfamilie musste Jesu Geburtstag selbstverständlich auch nochmal gebührend gefeiert werden und ehe ich mich versah, war auch schon Silvester und das nächste Fest stand an. Zwischendurch haben wir noch einen ganz schönen Zirkus gemacht – ich meine natürlich, wir waren im Zirkus.

Wie dem auch sei, während ich schreibe ist jedenfalls schon wieder ein Feiertag. Die christliche Welt feiert, dass drei weise Männer aus einem fernen Land ein Baby besucht haben. Ich indes würde gern morgen das Fest zu Ehren meiner erledigten Seminararbeiten, Referate und Ausarbeitungen feiern. Aber ob es dazu kommen wird? Ich weiß es nicht, denn leider ist noch keine dieser Arbeiten wirklich erledigt und das ärgert mich. Vielleicht geschieht ja doch noch ein feiertägliches Wunder – ich weiß es nicht. Damit es soweit kommt, muss ich aber definitiv meine studentischen Ferien, die offiziell noch bis morgen gehen, opfern. Daran scheint sich nichts zu ändern.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jan 11, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jan 11, 2016

Studentenleben live

Silvester in Berlin

Mein Leben ist so furchtbar langweilig. Das stimmt zwar eigentlich nicht, aber ein bisschen hat es sich schon so angefühlt, als einige meiner Unifreunde kurz vor Weihnachten spontan die Idee hatten, zu gucken, wie weit sie mit Trampen kommen würden – und ich daheim blieb. Während ich also an meinen Weihnachtsgeschenken saß, bekam ich immer wieder Fotos und den aktuellen Zwischenstand geschickt. Sie haben es tatsächlich nach Brüssel geschafft!

Ein bisschen hatte mich dadurch drei Monate nach meiner Deutschlandtour wieder das Fernweh gepackt und war sofort dabei, als meine Freundin Lucy mich fragte, ob ich an Silvester etwas mit ihr unternehmen würde. Wir hatten schnell eine günstige Mitfahrgelegenheit nach Berlin gefunden und als ich erfuhr, dass auch drei meiner Unifreunde Silvester dort verbringen würden, wuchs meine Vorfreude noch mehr.

Am 31. Dezember ging es los, von Bonn aus zuerst mit der Bahn nach Köln, von da aus um halb elf Uhr morgens mit der Mitfahrgelegenheit weiter. Unser Fahrer war zum Glück sehr sympathisch und erzählte von seinem Studium und Reisen, die er gemacht hatte, um anschließend noch mit einem dritten Mitfahrer eine Diskussion über Philosophie anzufangen, die wir vom Rücksitz aus interessiert verfolgten.

Gegen vier Uhr nachmittags kamen wir in Berlin an. Eine knappe Stunde später hatten wir unser Gepäck eingeschlossen und uns am Reichstag mit meinen Bonner Freunden getroffen. Deren Plan, Teil der großen Silvesterparty am Brandenburger Tor zu werden, wollten wir uns eigentlich nicht anschließen. Die Eingänge würden schon früh geschlossen und es sollte furchtbar voll sein, hatten wir gehört. Doch die anderen überredeten uns, trotzdem mitzukommen, was erstaunlich gut ging. Zwar gab es ein paar Probleme an der Sicherheitskontrolle, weil wir Getränke in Ein-Liter-Flaschen dabei hatten und diese vor der Sperre schnell austrinken mussten, weil wir sie nicht mit reinnehmen durften, aber dann standen wir auf der erstaunlich leeren Festmeile.

Mit Glühwein gegen die Kälte, mehr oder weniger unterhaltendem Bühnenprogramm und dem Wissen, gerade mit sehr tollen Menschen unterwegs zu sein, hatten wir so die besten Voraussetzungen, aufs neue Jahr zu warten.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 8, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 8, 2016