Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Umschalten

Die jüngsten Semesterferienreisen gen Osten und Westen bestritt ich mit dem Zug und genoss sie von der ersten Minute an. Denn ich bin zu einem Schalterkäufer geworden. Am Schalter zu kaufen kostet im Gegensatz zum Internet nicht nur Geld, sondern (leider) auch (viel zu viel) Zeit. Nummer ziehen, Platz nehmen, warten. 10 Minuten. 20 Minuten. Eine halbe Stunde. Der News-Feed auf den Fernsehbildschirmen über den Kassen berichtet stets dasselbe: Ryanair bietet neuerdings WLAN in seinen Flugzeugen an, FinnAir bietet WLAN in seinen Flugzeugen an, eine Seniorin beschädigt beim Einparken 73 Autos – Probleme und Nachrichten, die Otto Normalbürger zu interessieren scheinen.
Dann kommt der Gong. Ein kurzer Abgleich mit meinem Papierschnipselchen und tatsächlich: Ich bin an der Reihe! Der größte Vorteil des Kaufens am Schalter ist die Einfachheit des Ganzen. Wann und wohin, alles andere ist erst einmal unwichtig. Schlussendlich erstehe ich eine Fahrkarte, ohne zu wissen, wie oft ich umsteigen muss, wie viele Minuten ich genau im Zug sitzen werde und ob nicht vielleicht doch zwei Stunden später eine Verbindung zwei Euro billiger gewesen wäre. Von A nach B mit dem Zug. Einfacher geht es kaum. Und so werde ich wohl in Zukunft einfach öfter umschalten und meine Fahrkarte am Schalter erwerben.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Nov 3, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Nov 3, 2016

Studentenleben live

Postklausurphase

Die letzte Klausur im zweiten Semester stellte für mich in den vergangenen Wochen einen derartigen Fixpunkt dar, dass ich zwar über diesen Termin hinaus plante, mich aber überhaupt nicht mental auf das Danach vorbereitete. So wurde ich, nachdem alles vorbei war, völlig von meinen eigenen Terminen überrascht. Zum Beispiel entdeckte ich, dass ich in weniger als einer Woche Geburtstag hatte. Ich entdeckte, dass ich in zwei Wochen in den Urlaub fahren würde und dass es Herbst geworden war. Dadurch, dass ich mich am laufenden Band über längst feststehende Dinge wunderte, muss ich einen derart verwirrten Eindruck gemacht haben, dass mich meine Mutter nicht nur spaßeshalber fragte, ob sie sich Sorgen machen müsse. Krönen konnte ich diese Darbietung dann noch mit der Verwechslung zweier Zahlen, was dazu führte, dass ich am ersten Tag im Ferienjob eine geschlagene Stunde zu spät aufkreuzte. Inzwischen hat sich mein Zustand normalisiert... glaube ich.
Seit Anfang der Woche arbeite ich in eben besagtem Ferienjob bei einem Unternehmen, das Verpackungsmaschinen baut. Nachdem ich am ersten einen schlechten Start erwischt hatte, durfte ich mich am Aufpressen von Kugellagern auf Wellenabsätze versuchen. Und das mit einem Hammer, den ich nicht mal ohne Anlauf auf Schulterhöhe brachte. Da ich aber einen gewissen Ehrgeiz hatte, den morgendlichen Fauxpas wieder gutzumachen, entwickelte ich eine Technik, die es mir erlaubte, zumindest ein paar Mal hintereinander ohne Unterbrechung den Hammer zu schwingen. Entsprechend fiel der Muskelkater am nächsten Tag aus. Zum Glück durfte ich seitdem körperlich weniger anspruchsvolle Tätigkeiten übernehmen und Baugruppen zusammenschrauben.
Ich bin gespannt, was die nächsten Tage in dem Job bringen und ob ich meinen Geburtstag im Blick behalte, oder am Wochenende wieder völlig überrascht von der Tatsache bin, dass ich 20 Jahre alt werde!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 2, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 2, 2016

Studentenleben live

Tierisch gut

Gänse, Enten, Reiher, Kiebitze und andere Vögel, viele Kühe in unterschiedlichen Ställen, dazu noch Schweine, Katzen und natürlich Hunde – die vergangenen zwei Tage würde ich als tierisch gut bezeichnen, denn ich hatte eine super Zeit dabei, all die genannten Tiere zu sehen. Ich hatte mir ein Auto geliehen, um zum Wohnort meiner Eltern, fernab von jeder vernünftigen öffentlichen Nahverkehrsanbindung, zu tuckern. Da gerade die Zeit des Vogelzugs ist, fuhr ich noch zum Altmühlsee, um zu schauen, was auf der Vogelinsel so los ist. Es gab zwar keine Raritäten wie den großen Brachvogel zu bestaunen, aber da ich als Ornithologin sowieso noch Vieles nicht gesehen habe, freute ich mich zum Beispiel, die kleinen lustigen Krickenten mit der grünen Feder am Hinterleib zu entdecken. Und wenn sich dann noch 1.000 Graugänse laut schnatternd am Himmel sammeln, um nach Süden aufzubrechen, ist das schon eindrücklich.
Danach machte ich einen Abstecher zum Biohof meines Onkels, sagte den Kälbern und Kühen guten Tag und half noch ein wenig, die Jungtiere von einer Weide auf die andere zu treiben. Dabei erzählte mein Onkel, dass Kühe, wenn sie zu viel junges Gras fressen, einen derartigen Blähbauch bekommen, dass man im äußersten Notfall sogar eine Kanüle in deren Bauch stemmen muss, dass die Gase abgehen, da die Tiere sonst sterben. Noch mehr über Nutztiere lernte ich am nächsten Morgen. Mein Bruder ist Tierarzt für Nutztiere und nahm mich mit auf seine Runde zu den Bauern. Er besamte Kühe und ich sah mich in den Ställen um. Dabei amüsierte ich mich zum Beispiel herrlich über die Rüssel von Schweineferkeln, die meine Fingerspitzen beschnüffelten – die rosa Schlabbersteckdosen.
Bevor ich wieder zurückfuhr, ging ich mit dem Hund der Freundin meines Bruders noch auf Tuchfühlung. Der Gute begrüßt einen immer sehr überschwänglich und lässt auch nicht locker bis er seine Streicheleinheiten erhält.
In jedem Fall tat mir die geballte Tierladung richtig gut, wahrscheinlich auch, weil ich in Nürnberg eigentlich keinen Kontakt mit Tieren habe – leider!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Oct 31, 2016