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Studentenleben live

Lernen, lernen, lernen

Eines habe ich aus zwei Semestern Jura mitgenommen: Vorbereitung und Nachbereitung sind Pflicht! Niemand trägt einem in der Uni den Stoff nach oder serviert ihn in gut verdaulichen Häppchen. Also habe ich mir für dieses Semester vorgenommen, fleißig und gewissenhaft zu arbeiten. Tatsächlich funktioniert das auch sehr gut, insbesondere, weil mich die Materie interessiert. Doch ich muss ehrlich sagen: Es ist mehr als gedacht. Ich kann am besten mit meinen eigenen Materialen lernen und deshalb stelle ich mir zu den wichtigsten Fächern nicht nur Lernkarten, sondern ganze Skripte zusammen. Die Basis besteht aus den von Dozenten gestellten Materialen und ich ergänze diese mit weiteren Informationen aus Lehrbüchern. Das ist eine Heidenarbeit, aber für mich ist es die effektivste Lernmöglichkeit. Wie habe ich es nur in den beiden ersten Semestern geschafft, ausschließlich in der Prüfungsphase zu lernen? Kein Wunder, dass ich damals vor Stress durchgedreht bin.
Natürlich gibt es nebenbei noch viele andere interessante Dinge, die spannender sind, als in der Bib zu sitzen. Aber es ist es mir wert, das mal hintenan zu stellen und dafür zu wissen, dass ich in der Prüfungsphase keine schlaflosen Nächte haben werde. Ich lerne aus meinen Fehlern. Könnte es tatsächlich sein, dass ich ein wenig erwachsen werde?
Momentan läuft es auf jeden Fall sehr gut in meinem Leben. Ich hatte mich für die Heidelberger Delegation für die „Harvard Model United Nations“ in Montréal beworben und mich durch den Assessment-Dschungel gekämpft. Vor einigen Tagen bekam ich eine Mail mit der freudigen Nachricht, dass ich in der Delegation aufgenommen wurde. Im März geht es also nach Kanada! Dort werde ich fünf Tage lang mit Studierenden aus der ganzen Welt die Generalversammlung der UN nachstellen und debattieren, verhandeln und einen Einblick in die internationale Politik bekommen. Ich freue mich sehr darauf und auch darauf, was das Semester noch so bringt!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Nov 22, 2016
Autor: Bo
Rubrik: studium
Nov 22, 2016

Studentenleben live

Von Ahoj zu Czesc

Im dritten Semester der Westslawistik besuche ich nun einen Polnischkurs: Aus Ahoj (Hallo) wird Czesc. Es ist eine wahre Freude. Das Tschechische und das Polnische sind sich sehr ähnlich, das war mir bewusst. Aber, dass ich hinter jede zweite polnische Vokabel noch eine tschechische als Merkhilfe schreiben kann, überrascht mich dann doch. Darüber hinaus ist das Polnische im Gegensatz zum Tschechischen eine außerordentlich entlehnungsfreudige Sprache, es finden sich viele Internationalismen. So habe ich die Hoffnung noch nicht verloren, vielleicht doch bald ein paar richtige Sätze herauszubringen.
Meine Dozentin, die das Lehrwerk selbst geschrieben hat, nach dem sie unterrichtet, kämpft uns gerade durch die Ausspracheregeln. Es gibt gefühlt 75 verschiedene „sch“-Laute und durch die Nasale, die ich ja schon aus dem Französischen kenne, klingt diese Sprache einfach ganz wunderbar weich und rund. Im Kurs sind wir 17 Teilnehmer und der Großteil sind tatsächlich Westslawistikstudierende, teilweise aus dem ersten Semester. Teilweise sind aber auch Leute dabei, die nur im Wahlbereich Westslawistik studieren.
Ich bin nun sehr gespannt, wie es weiter geht mit dem Sprachkurs. Dass ich das Wintersemester 2017 in Breslau im Südwesten Polens verbringen werde, ist freilich ein guter Ansporn zum Lernen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Nov 18, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Nov 18, 2016

Studentenleben live

Agora

Vor kurzem nahm ich an der Agora teil, die Vollversammlung des europäischen Studentenvereins AEGEE. Dabei kommen jedes halbe Jahr zwischen 500 und 1.000 europäische Studenten zusammen, um über AEGEE und Europa zu diskutieren. In diesem Herbst richtete der moldawische Außenposten unseres Vereins dieses Riesen-Event aus.
Mit einem weiteren AEGEE-Mitglied aus Aachen flog ich nach Chisinau, der Hauptstadt Moldawiens. Dort wurden wir mit etwa 20 weiteren Mitgliedern in Empfang genommen, hatten gefühlte 30 Sekunden Zeit, um zehn Euro in die entsprechende Menge moldawische Lei umzutauschen, und wurden von den einheimischen Organisatoren an bereitstehende Taxifahrer übergeben. Diese fuhren uns in einem Auto ohne Anschnallgurte mehr oder weniger geschickt um die Schlaglöcher herum und in rund 20 Minuten in die Stadt hinein und berechneten am Ende 110 Lei – das entspricht gerade mal etwa fünf Euro.
Im Laufe der nächsten Tage lernte ich zum ersten Mal ein nicht-EU-Land kennen. Das war mir zunächst nicht bewusst gewesen, weil man mit dem deutschen Personalausweis auch nach Moldawien einreisen kann – danach wurde es von ganz alleine deutlich.
Fragt man nach Sehenswürdigkeiten in der Stadt bekommt man aus zwei Gründen keine Antwort: Zum einen sprechen die Leute kein Englisch. Besser kommt man mit Russisch oder der Landessprache Rumänisch weiter oder zumindest mit einer Sprache, die dem Rumänischen sehr ähnlich ist wie zum Beispiel Italienisch, Spanisch oder Französisch. Zum anderen hat Chisinau kaum etwas zu bieten. Der einzigen sehenswerten Kirche läuft höchstens noch das zwar schlichte, aber immerhin relativ große Parlament den Rang ab. Abgesehen davon lassen sich vielleicht noch der eine oder andere Weinkeller sowie ein Besuch in Transnistrien, dem international nicht anerkannten Land im Osten Moldawiens, dessen kommunistische Vergangenheit überall zu erkennen ist, als interessant einstufen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Nov 17, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Nov 17, 2016