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Studentenleben live

Theaternetzwerk im Bayerischen Wald

Neulich fand in Zwiesel im Bayerischen Wald die alljährliche Konferenz des Cojc-Vereins statt, einem deutsch-tschechischen Theaternetzwerk. Cojc bewegt mit Theater Grenzen. Mittlerweile werden schon seit 16 Jahren Projekte im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet realisiert, die tschechische und deutsche Jugendliche zusammenbringen. Ich besuchte beispielsweise bereits „CheckCzech“, ein Format, bei dem mit theaterpädagogischen Methoden deutschen Zuschauern Tschechisch vermittelt wird. Im vergangenen Jahr war ich beim „Magnet“ dabei, einem einwöchigen Projekt, bei dem 50 Tschechen und 50 Deutsche gemeinsam Theater spielten – eine unvergessliche Erfahrung.
Auf der alljährlichen cojclandska-Konferenz treffen die Urgesteine des Netzwerks auf neu dazugekommene Mitglieder und beraten, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. Für 2017 wurden zum Beispiel zwei Themen für größere Vorhaben festgelegt. Es wurden Fragen gestellt wie: Was sind die Werte von cojc? Wie sollte man cojc in Zukunft vermarkten? Darüber hinaus wurde im Zwiesler Stadtpark eine Linde gepflanzt. Zwiesel war ein symbolträchtiger Ort für die Konferenz. Es liegt nur wenige Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt und war bereits im vergangenen Sommer Spielort der großen „Kaleidoskop“-Theaterakademie. Für mich war es eine Freude, wieder einmal Bayerisch zu hören – wenn ich es auch nicht verstanden habe – und auch mal wieder „echtes“ Tschechisch, nämlich die gängige Umgangssprache, um mich zu haben.
Entkräftet von vielen Begegnungen und Wiedersehen, von langen Abenden, der Verwendung zweier Sprachen und einigen Diskussionen sitze ich auf dem Heimweg in der Waldbahn. Entkräftet, aber auch sehr glücklich.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Dec 5, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Dec 5, 2016

Studentenleben live

Hausarbeiten

Ich habe während der Semesterferien zwei 15-seitige Hausarbeiten geschrieben. Es fiel mir schwer, nachdem ich die erste abgegeben hatte, direkt mit der nächsten Arbeit anzufangen. Denn es macht einerseits Spaß, frei Literatur zu einem Thema suchen und selber seinen Senf dazugeben zu können. Aber andererseits steht da ein ganz anderer Druck hinter dem Lesen: Was soll die Leitfrage meiner Arbeit sein? Wird mir eine gute Idee kommen, so dass ich etwas Eigenes entwickeln kann oder beschränke ich mich auf stupides Vergleichen der Positionen anderer? Durchdenke ich die philosophischen Argumente korrekt?
Wenn ich einmal im Denken drin bin, ist dies eine sehr befriedigende Tätigkeit für mich. Aber dennoch verlangt auch das Leben außerhalb der Uni Aufmerksamkeit. Soziale Beziehungen müssen gepflegt, die Wohnung sauber gehalten und das nächste Semester organisiert werden. Gerade in den Semesterferien war es besonders schwer für mich, mir die nötige Zeit für meine Arbeit und alles andere zu nehmen. Das fängt schon beim Schlafen an. Sollte ich lieber ausschlafen und dafür fitter sein oder mir einen Wecker stellen, um mehr Zeit zur Verfügung zu haben? Sollte ich am Wochenende arbeiten? Es fiel mir echt schwer, mich zu entspannen und vor mir selber zu rechtfertigen, warum ich an einem bestimmten Tag nun nichts tue. Dazu kam noch, dass ich kein Abgabedatum hatte. Ich wusste nur, dass ich die Arbeit ungerne mit in das nächste Semester nehmen würde. Aber sollte ich dafür jetzt geplante Besuche absagen, die sonst nur in den nächsten Semesterferien stattfinden könnten? Natürlich ungerne. Dementsprechend hatte ich eher das Gefühl, so ein bisschen durch den Alltag zu taumeln und zu probieren, alles unter einen Hut zu kriegen und dabei möglichst viel Spaß zu haben.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Nov 25, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Nov 25, 2016

Studenenleben live

Wahlbereich 2.0

Nachdem ich mich nun ein Semester lang mit Architektur und Urbanistik beschäftigt habe, studiere ich nun im Wahlbereich Religionswissenschaft und Deutsch als Fremdsprache. Die Module könnten unterschiedlicher kaum sein.
In der Religionswissenschaft besuche ich zwei Vorlesungen. Während erstere eine Ringvorlesung ist, der Professor also bei fast jeder Sitzung ein anderer ist, ist es in der zweiten immer der gleiche. Über diese beiden Vorlesungen, werde ich am Ende des Semesters eine Prüfung schreiben. Es gibt kein ergänzendes Seminar und keine Übung. Bisher beschäftigen wir uns mit den Fragen, was Religion und Pluralisierung überhaupt sind. Antworten haben wir noch nicht erfahren. Es ist echt sehr schön, auch mal mit 100 anderen in einem großen Hörsaal zu sitzen und nicht mit maximal 40, wie es in der Slawistik und der Architekturvorlesung der Fall war.
Am Herder-Institut besuche ich nun ein Modul mit dem schönen Titel „Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache“. In einer Vorlesung und zwei Seminaren befassen wir uns mit Wortbildung und eben Lexikologie. Wer hätte gedacht, das Wörter wie „Blitzeis“, „kultig“ und „Hingucker“ erst zwanzig Jahre alt sind? Bei „Kampfradler“, „Fingerwisch“ (Smartphone) und „Frutarier“ scheint es weniger überraschend, dass sie erst in diesem Jahrzehnt entstanden sind.
Ich finde es außerordentlich interessant, mich nun einmal intensiver mit meiner Muttersprache auseinanderzusetzen und zudem auch ab und an Vergleiche zum Tschechischen ziehen zu können. Und die Dozenten sind auch kompetent – alles in allem eine super Wahlbereichswahl!

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Nov 23, 2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Nov 23, 2016