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Bachelor live

Endlich Semesterferien

Meine Hausarbeit ist abgegeben, die Klausuren sind bestanden – endlich können die Semesterferien beginnen! Zwar hat die vorlesungsfreie Zeit schon vor einigen Wochen angefangen, aber so richtig Ferien habe ich erst jetzt.
Es ist ein sehr schönes Gefühl, morgens aufzuwachen und nicht im Hinterkopf zu haben, noch irgendetwas für die Uni erledigen zu müssen. Stattdessen könnte ich den ganzen Tag im Bett liegen bleiben und Filme schauen, wenn ich es wollte. Oder stundenlang am Frühstückstisch sitzen und Zeitung lesen, wofür ich sonst kaum Zeit finde.
Eigentlich hätte ich gerne wieder in dem Café gejobbt, in dem ich schon während der Oberstufe gearbeitet habe. Leider wird dort im Moment kein Personal mehr gebraucht und so kurzfristig war es schwierig, noch etwas anderes zu finden.
Was fange ich jetzt also mit den vier freien Wochen an, die vor mir liegen? Fest steht jedenfalls, dass ich jetzt wieder Zeit für die Dinge habe, die während des Semesters zu kurz gekommen sind. Beispielsweise habe ich mir vorgenommen, jetzt öfter Poetry Slams, Konzerte und Theateraufführungen zu besuchen oder Marburg gerne ein bisschen weiter erkunden. Denn obwohl ich mich hier mittlerweile gut auskenne, gibt es immer noch etwas zu entdecken. Außerdem kam ich in letzter Zeit kaum dazu, einfach mal ein Buch zu lesen, Serien zu gucken oder ein Bild zu zeichnen. Und ich möchte auch weiterhin regelmäßig zum Sport gehen. Da meine Freunde von früher jetzt ebenfalls Semesterferien haben, freue ich mich darauf, wieder mehr Zeit mit ihnen verbringen zu können.
Alles in allem werden diese Semesterferien also relativ entspannt. Trotzdem werde ich mich das nächste Mal etwas früher um einen Ferienjob bemühen, damit ich neben meiner Freizeit auch eine sinnvolle Beschäftigung habe.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 22, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
Mar 22, 2017

Bachelor live

Auszeitz

Jüngst brachte mich die S-Bahn Mitteldeutschland in 38 Minuten gen Süden über die Sächsisch-Sachsen-Anhaltische Grenze nach Zeitz. Was mich in dem kleinen Ort erwartete, war überraschend.
Zeitz scheint eines der vielen Beispiele für die aktuellen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt zu sein. Mitunter fühlte ich mich wie in einer Geisterstadt. Aus verschiedenen Epochen finden sich noch Beschriftungen an den zusehends einstürzenden Häusern: hier Hinweise auf Generationen alte Handwerksbetriebe, da noch ein Schild einer waschechten Konsum-Filiale und dort findet sich noch immer das blau-weiße Logo der vor Jahren Pleite gegangenen Drogerie-Kette Schlecker. In den Ladenstraßen der Innenstadt steht jedes zweite Geschäft leer. Die einzige Möglichkeit, etwas zu essen zu bekommen, stellt ein einzelnes Wirtshaus am Markt dar. Der Bäcker, der Dönerladen – geschlossen. Es war kaum eine Menschenseele unterwegs.
In krassem Kontrast zur Zeitzer Innenstadt stand die Schlossanlage Moritzburg. Hier wurde investiert, das sieht man. Wir besuchten das Deutsche Kinderwagenmuseum im Schloss. Man schien froh zu sein, an diesem Nachmittag mit uns immerhin noch zwei Besucher zu haben. In Zeitz werden schon seit Hunderten von Jahren Kinderwagen gebaut. Neben den Produkten der Schokoladenfirma Zetti mit ihren Knusperflocken sind es wohl die erfolgreichsten Exportprodukte der Stadt. Mittlerweile heißt die Firma ZEKIWA (die einfallsreiche Abkürzung steht für „Zeitzer Kinderwagen“) und produziert im Ausland. Im Kinderwagenmuseum gibt es einiges über die Entwicklung der Gefährte zu erfahren und auch einige skurrile Objekte zu bestaunen. Und da wir die einzigen Besucher waren, wurden uns die Federungsmechanismen gleich direkt vom Personal vorgeführt und erklärt.
Nach diesem Besuch in Zeitz musste ich mich fragen: Was ist da los mit meiner Heimat Sachsen-Anhalt? Was läuft schief in dieser Stadt? Wieso bröckelt überall der Putz? Wie kann man historische Bausubstanz so verfallen lassen? Und wo sind all die Menschen? Könnte Zeitz nicht auch eine ideale Vor- und Pendlerstadt von Leipzig sein? Es bleiben die Fragezeichen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Mar 17, 2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Mar 17, 2017

Bachlor live

Die Uhr tickt

Noch ein Monat bis zum Examen. Soll ich überhaupt noch lernen? Oder ist das nicht eher wie ein Tropfen auf den heißen Stein? Ist nicht die Wahrscheinlichkeit, dass etwas drankommt, was ich jetzt noch lerne, so verschwindend gering, dass es sich gar nicht mehr lohnt? Meine Motivation ist im Keller.
Noch zehn Tage bis zum Examen. Euphorie wechselt sich mit Nervosität ab. Ich halte mich streng an meinen Lernplan – das einzige, was mir Halt und ein Gefühl von Sicherheit gibt.
Noch drei Tage. Jetzt ist meine Motivation auf dem absoluten Tiefpunkt. Mir reicht’s, ich will endlich fertig sein!
Noch ein Tag. Strahlender Sonnenschein, ich bin gut drauf. Ab und zu überfällt mich ein mulmiges Gefühl. Da ist sie, die Aufregung. Um 16 Uhr schalte ich mein Handy aus. Aufmunternde Worte per WhatsApp und Co. will ich jetzt nicht mehr empfangen, sie machen mich nur nervös.
Der Wecker klingelt. Die Zeit, auf die ich mein gesamtes Studentenleben hingearbeitet habe, ist gekommen. Jetzt wird mein Wissen, das ich mir in den vergangenen vier Jahren angeeignet habe, auf die Probe gestellt. Bewaffnet mit zwei schweren Gesetzestexten, fünf Müsliriegeln und einer Banane steige ich aufs Fahrrad und radle zum Justizprüfungsamt. Aufgeregte Gesichter warten mit mir darauf, dass sich die Türen zum Prüfungssaal öffnen. Mit dabei sind zum Glück einige bekannte Gesichter aus meiner Uni. Die Tür geht auf, die Meldung wird kontrolliert und man zieht seine Platznummer für einen Tisch in diesem großen Raum. Noch bis 8.45 Uhr habe ich Zeit, meinen Platz vorzubereiten, noch besseres Linienpapier abzugreifen und mich zu sammeln. Dann werden die Sachverhalte ausgeteilt. Mein Herz schlägt laut. Hoffentlich kommt etwas dran, was mir liegt!
Die Sachverhalte dürfen umgedreht werden, die fünf Stunden Bearbeitungszeit beginnen. Überraschung: Eigentlich ist es dieser in etwa so wie in den Übungsklausuren, die ich jeden Freitag geschrieben habe. Hochkonzentriert geht das Schreiben los, nur ab und zu durchzogen von der blitzschnellen Erkenntnis: „Diesmal kommt es echt darauf an.“
Drei Minuten vor der Abgabeschluss lege ich den Stift nieder. Die erste Klausur ist geschafft.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Mar 16, 2017