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Bachelor live

Die Qual des Wartens

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

24.03.2017

Die erste Klausur ist geschafft und damit auch die erste große Hürde überwunden: Ich weiß jetzt, wie der Prüfungssaal aussieht, wie die Stimmung ist und, dass ich vor Examensklausuren schlafen kann. In meiner Vorstellung war die erste Klausur immer die einzige große Hürde beim Examen, ab da würde alles von alleine laufen. Aber da habe ich mich ziemlich getäuscht – der Nervenkrieg ging erst richtig los.
Nach der ersten Klausur bin ich noch einigermaßen beschwingt nach Hause gefahren, aber dort angekommen fühlte ich mich wie erschlagen – bildlich gesprochen, natürlich; aber ich war total fertig. Dieses Klausurschreiben unter Druck war dann doch viel anstrengender, als ich es mir vorgestellt hatte. Und am nächsten Tag nochmal!
Mit schon etwas weniger Elan stieg ich tags darauf auf mein Fahrrad, radelte zum Justizprüfungsamt und wiederholte das ganze Prozedere vom Vortag.
Dann war erst mal Wochenende, bevor in der darauffolgenden Woche noch vier Klausuren auf mich warten. Für den Samstag hatte ich daher Zeit eingeplant, um die kommenden Rechtsgebiete nochmal zu überfliegen. Aber kaum, dass ich die Lernsachen zur Seite gelegt hatte, kam die Panik: Nächste Woche nochmal vier Klausuren? Wie soll ich das schaffen, wenn schon die erste Klausur so unglaublich anstrengend war? Kann ich mein Leben nicht einfach vorspulen? Nach ganz viel gutem Zureden von meiner besten Freundin und meiner Mutter beruhigte ich mich wieder – ich werde das schon irgendwie überleben.
Und so war es auch: Die letzte Klausurwoche war zwar nicht die beste Zeit meines Lebens, aber auch nicht so schlimm, wie ich es mir ausgemalt hatte. Man gewöhnt sich schnell daran. Und auch in dieser Woche hatte ich immer nur Blöcke à zwei Klausuren und dann einen Tag Pause.
Dann kam endlich der Freitag mit der letzten Klausur. Mit Jubelschreien wurde ich im Anschluss draußen von meinen Freunden empfangen. Es ist vorbei – vorerst.

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