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Bachelor live

Mein letztes Bachelorsemester

In den vergangenen Wochen überschlugen sich die Ereignisse, die Zeit schien zu rennen. Gerade waren noch Ferien und ich habe ein Praktikum absolviert. Jetzt ist schon Mitte des Semesters, die Abgabe meiner Bachelorarbeit rückt näher, die Prüfungen und Ferien auch und ganz nebenbei verstreichen die diversen Masterbewerbungsfristen. Ich bin also gut beschäftigt, dabei aber sehr zufrieden, denn ich habe glücklicherweise trotzdem genug Zeit für andere schöne Dinge.
Dieses Semester besuche ich kaum noch Veranstaltungen. Mein einziges Modul, klinische Kinder- und Jugendpsychologie, ist sehr spannend – so sehr, dass ich überlege, in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Praktikum zu machen. Das hätte ich früher kategorisch ausgeschlossen, weil mir das irgendwie zu extrem erschien, aber dank des Moduls kann ich es mir nun doch vorstellen.
Wenn ich nicht in der Uni bin, sitze ich im Max-Planck-Institut (MPI) und arbeite dort entweder in der Neurologie, wo ich eine Stelle als studentische Hilfskraft habe, oder schreibe an meiner Bachelorarbeit. Erst fand ich es nervig, dass ich immer ins MPI fahren musste, um mit Letzterer voranzukommen, weil ich nur dort die entsprechenden Computerprogramme nutzen konnte. Inzwischen finde ich es aber wunderbar, denn so kann ich Arbeit und Freizeit trennen. Der Aufwand für die Bachelorarbeit ist deutlich höher als gedacht, aber inzwischen bin ich optimistisch, dass ich sie im vorgegebenen Zeitrahmen beenden kann.
In den vergangenen Wochen habe ich außerdem erste Bewerbungen für das Masterstudium verschickt. Da ich noch nicht genau weiß, wo ich beruflich mal hin will, möchte ich einen allgemeinen Psychologie-Master machen und nicht einen spezialisierten wie „Klinische Psychologie“ oder Kognitionswissenschaften. Ich fühle mich hier in Leipzig so wohl, deshalb habe ich mich hier für den Master der allgemeinen Psychologie beworben. Für alle Fälle habe beziehungsweise werde ich mich aber auch noch in anderen Städten bewerben.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jun 8, 2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jun 8, 2017

Bachelor live

Unistress

Obwohl ich es selbst kaum glauben kann, ist es tatsächlich wahr: Das Semester ist schon zur Hälfte vorbei. Das bedeutet für mich, dass sich langsam aber sicher die Arbeit häuft. Der Stoff aus meinen Vorlesungen wird nicht weniger und die Texte, die ich für meine Seminare lesen muss, stapeln sich. Wenn ich kurz vor den Klausuren nicht wieder vor einem kaum zu bewältigenden Berg Arbeit stehen möchte, wird es langsam Zeit, einen Blick in die empfohlene Literatur zu werfen. Hinzu kommt, dass ich in den kommenden Wochen – jeweils in Gruppenarbeit – drei Referate halten muss, um meine Studienleistungen in verschiedenen Modulen zu erbringen. Das bedeutet, dass ich oft vor oder nach den Vorlesungen von einem Referatstreffen zum nächsten rennen muss und mich manchmal bis spät abends über soziale Medien mit Referatsmitgliedern organisieren muss, damit alles rechtzeitig fertig wird.
Da der Tag leider nur 24 Stunden hat, sind meine zeitlichen Kapazitäten in letzter Zeit häufig ausgeschöpft. Um trotzdem irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen, musste ich mein Zeitmanagement verbessern. So nutze ich zum Beispiel Zugfahrten, um Seminartexte zu lesen statt einfach nur Musik zu hören. Anfangs war ich davon genervt, weil es im Zug häufig laut ist und ich mich kaum konzentrieren konnte. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und festgestellt, dass es mir jede Menge Zeit spart. Leider bedeutet der zunehmende Unistress auch, manchmal „nein“ sagen zu müssen, wenn mich Freunde fragen, ob ich etwas mit ihnen unternehme. Oder ich kann zumindest nicht so lange bleiben.
In wenigen Wochen habe ich alle Referate und Studienleistungen hinter mich gebracht. Dann heißt es, für die Prüfungen zu lernen. Aber bald, irgendwo ganz hinten im Tunnel, erscheint das helle Licht der Semesterferien.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jun 7, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jun 7, 2017

Bachelor live

Und was, wenn mich keine Uni nimmt?

Ja was, wenn ich keinen Masterstudienplatz bekomme? Das wäre sehr schlecht. Natürlich mache ich mir Gedanken über Alternativen zu einem Studium und versuche, mich mit dem Szenario anzufreunden, dass ich nur ein begrenztes Mitspracherecht bei meinem beruflichen Werdegang habe. Denn da gibt es noch das jeweilige Auswahlkomitee der Universität und selbstverständlich noch andere Dinge, die einem das Leben, zum Teil völlig überraschend, in den Weg wirft.
Allmählich freunde ich mich immer mehr mit dem Gedanken an, später freiberuflich tätig zu sein: als Bloggerin und eventuell parallel als Lebensberaterin. Beides sind keine anerkannten Ausbildungsberufe. Aber zum einen liebe ich es, zu schreiben sowie Abwechslung und den Kontakt zu Menschen zu haben. Zum anderen habe ich zwar kein extrem ausgeprägtes Helfersyndrom, aber ich zaubere Menschen gerne ein Lächeln auf die Lippen und habe trotz meines Alters schon einiges an Lebenserfahrung sammeln können. Und was das Bloggen angeht: Ich liebe es zu recherchieren, mich in unterschiedliche Themen einzuarbeiten, eventuell sogar einiges selbst auszuprobieren.
Aber da war doch noch was ... Achja, die Sache mit dem unsicheren und unregelmäßigen Einkommen macht mir natürlich etwas Angst. So wie ich mich allerdings kenne, dürfte ich mit Spontaneität und Unsicherheit gut zurechtkommen. Mal schauen, was das Leben so mit mir vorhat.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 24, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 24, 2017