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Bachelor live

WG-Party!

Vor Kurzem hatte eine meiner Mitbewohnerinnen Geburtstag. Eigentlich wollte sie für ihre Party einen Raum mieten und dort feiern. Allerdings war kurzfristig alles ausgebucht, sodass als einzige Ausweichmöglichkeit unsere Wohnung blieb. Nachdem das mit allen Mitbewohnern abgeklärt wurde, konnten die Vorbereitungen beginnen.
Es war unsere erste größere WG-Party nach längerer Zeit, weswegen wir vorsorglich sämtliche Nachbarn vorwarnten, dass es möglicherweise etwas lauter wird. Glücklicherweise reagierten alle verständnisvoll und wünschten uns viel Spaß. Am Tag der Party räumten wir dann die komplette Wohnung auf und verrückten einige Möbel, um Platz zum Tanzen zu schaffen. Doch selbst dann war es mir ein Rätsel, wie knapp 40 Leute in unsere Wohnung passen sollten.
Abends trudelten nach und nach die Gäste ein. Das Zimmer des Geburtstagskindes diente als Hauptaufenthaltsraum, mein Zimmer wurde als Jacken- und Taschenlager genutzt und im Zimmer meiner anderen Mitbewohnerin standen der Schuhschrank und andere Möbel, die wir zuvor aus Flur und Küche weggeräumt hatten, sodass ihre Tür geschlossen blieb. Dafür konnten noch einige Gäste im Zimmer meines Mitbewohners sitzen. In der Küche befand sich das Buffet. Im Flur und auf dem Balkon war ebenfalls noch Platz zum Stehen und Sitzen.
Als alle da waren, wurde es in der Wohnung schon kuschelig, allerdings machte das überhaupt nichts. Die Stimmung auf unserer WG-Party war ausgelassen und ich fand es schön, die Freunde meiner Mitbewohnerin mal kennenzulernen. Zum Glück beschwerte sich auch keiner unserer Nachbarn, obwohl die Party bis spät in die Nacht ging. Da alles so gut und ohne Komplikationen geklappt hat, war das wahrscheinlich nicht unsere letzte WG-Party.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Nov 8, 2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Nov 8, 2017

Bachelor live

Ein Abstecher nach Singapur

Ich wollte schon seit Langem unbedingt mal nach Singapur. Heute frage ich mich, woher mein Interesse überhaupt kam, denn mir wird jetzt bewusst, dass ich gar nichts über diese Stadt wusste. Das einzige Bild, was ich sofort zu Singapur im Kopf hatte, war der riesige Hotelkomplex mit dem traumhaft schönen Infinity-Pool im 57. Stockwerk, den man in der Werbung oder auf Bildern gesehen hat.
Und hier bin ich nun, im 56. Stockwerk des Marina Bay Sands Hotels in Singapur und warte – bei einer Wahnsinnsaussicht auf die Stadt und das Meer – auf den Sonnenuntergang. Das Stockwerk ist übrigens kein Tippfehler. Auf das 57. Stockwerk kommt man blöderweise nur als Hotelgast. Doch von der Aussichtsplattform im 56. Stockwerk kann man einen Blick auf den Pool werfen, der längst nicht so traumhaft aussieht wie auf den Bildern, da er überfüllt ist mit Hotelgästen.
Abgesehen von diesem Hoteldach hat Singapur, wie ich jetzt weiß, zum Glück noch um einiges mehr zu bieten. Insgesamt ist die Stadt viel facettenreicher, als ich sie mir vorgestellt hatte. Aufgrund von Erzählungen von Leuten, die bereits in Singapur waren, hatte ich eine nahezu sterile, penibel saubere Stadt mit teuren Läden, Menschen in Anzügen und Hochhäusern im Kopf. Doch Singapur hat auch Gegensätzliches zu bieten. Mein Hostel zum Beispiel befindet sich im Viertel „Little India“ und ist günstiger als so ziemlich jedes Hostel, in dem ich in Australien untergekommen bin. Hier gibt es kaum Hochhäuser, man sieht verhältnismäßig wenige Touristen und die Straßen erinnern mich an Bali. Die Architektur kann dort mit niedlichen, bunt bemalten Häusern punkten, das Essen ist fantastisch und selbst für einen Backpacker bezahlbar.
Auch das Viertel „China Town“ lässt einen vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet. In den Sträßchen dort gibt es Märkte mit unzähligen kleinen Läden, die Souvenirs, einheimische Produkte und eine riesen Auswahl an asiatischen Leckereien anbieten. Außerdem kann man kostenfrei einige Tempel besuchen. Ich kann gar nicht sagen, dass mir eine Ecke am besten gefällt, da ich gerade die Vielfalt Singapurs so reizvoll finde.
Ursprünglich hatte ich eine ganze Woche für Singapur eingeplant. Letztendliche habe ich jedoch nur zweieinhalb Tage hier verbracht – klingt recht kurz, hat mir aber völlig ausgereicht. Singapur ist doch um einiges kleiner, als ich dachte, und wenn man seine Zeit gut nutzt, kann man hier in zwei Tagen einiges sehen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2017
Autor: Nadine
Rubrik: studium
Nov 7, 2017

Bachelor live

Winter in Südafrika

„In Afrika soll es kalt werden?!“ Das wurde ich immer wieder gefragt, als ich davon erzählte, dass ich während des dortigen Winters in einem Workcamp in Südafrika sein würde. Als ich mir die Wettervorhersage vorab anschaute, konnte ich das auch nicht so ganz glauben: Die Durchschnittstemperaturen eines südafrikanischen Winters liegen nur knapp unter denen eines schönen deutschen Sommertages. Weil ich dennoch immer wieder vorgewarnt wurde, wie kalt es doch werden würde, packte ich Daunenjacke, Fleece und Schlafsack mit ein – und war letztendlich heilfroh darüber.
Vor der Abreise hatte ich nämlich ganz übersehen, dass das Häuschen, in dem wir während unseres Workcamps in Südafrika wohnten, keine Heizung hat. Einige der wohlhabenderen Einheimischen, die wir vor Ort trafen, besaßen Feuerplätze und nur einmal waren wir in den vier Wochen Workcamp bei jemanden zum Essen eingeladen, der auch eine Heizung hatte.
Im Nachhinein finde ich es verwunderlich, dass mir in Deutschland nicht aufgefallen ist, wie leichtfertig wir mit Kälte umgehen. Natürlich sind unsere Winter kalt, aber wir kommen abends nach Hause, drehen die Heizung auf und kuscheln uns mit einem Kakao und einer Wolldecke auf unser Sofa. In Südafrika bin ich abends am liebsten in meinen Schlafsack gestiegen, weil das der einzige Ort war, wo sich meine Füße nicht wie Eisklumpen anfühlten.
Tatsächlich hatte ich in dem Vorort von Kapstadt, in dem wir wohnten, das Gefühl, dass das südafrikanische Wetter vier Jahreszeiten in einem Tag vereinte: Wenn wir aufstanden, war es kühl und die Scheiben sahen feucht aus, um die Mittagszeit saßen wir im T-Shirt draußen, und abends krochen wir in Kuschelsocken und Fleecejacken, weil es plötzlich wieder so kalt wurde. Auf die Frage hin, wie das Wetter in den vergangenen beiden Tagen bei ihr war, antwortete mir eine Südafrikanerin vor Kurzem: „Gestern war Winter, aber heute ist wieder Sommer.“

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Nov 2, 2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
Nov 2, 2017