interaktiv

Bachelor live

Ein Abstecher nach Singapur

Autor:
Nadine

Rubrik:
studium

07.11.2017

Ich wollte schon seit Langem unbedingt mal nach Singapur. Heute frage ich mich, woher mein Interesse überhaupt kam, denn mir wird jetzt bewusst, dass ich gar nichts über diese Stadt wusste. Das einzige Bild, was ich sofort zu Singapur im Kopf hatte, war der riesige Hotelkomplex mit dem traumhaft schönen Infinity-Pool im 57. Stockwerk, den man in der Werbung oder auf Bildern gesehen hat.
Und hier bin ich nun, im 56. Stockwerk des Marina Bay Sands Hotels in Singapur und warte – bei einer Wahnsinnsaussicht auf die Stadt und das Meer – auf den Sonnenuntergang. Das Stockwerk ist übrigens kein Tippfehler. Auf das 57. Stockwerk kommt man blöderweise nur als Hotelgast. Doch von der Aussichtsplattform im 56. Stockwerk kann man einen Blick auf den Pool werfen, der längst nicht so traumhaft aussieht wie auf den Bildern, da er überfüllt ist mit Hotelgästen.
Abgesehen von diesem Hoteldach hat Singapur, wie ich jetzt weiß, zum Glück noch um einiges mehr zu bieten. Insgesamt ist die Stadt viel facettenreicher, als ich sie mir vorgestellt hatte. Aufgrund von Erzählungen von Leuten, die bereits in Singapur waren, hatte ich eine nahezu sterile, penibel saubere Stadt mit teuren Läden, Menschen in Anzügen und Hochhäusern im Kopf. Doch Singapur hat auch Gegensätzliches zu bieten. Mein Hostel zum Beispiel befindet sich im Viertel „Little India“ und ist günstiger als so ziemlich jedes Hostel, in dem ich in Australien untergekommen bin. Hier gibt es kaum Hochhäuser, man sieht verhältnismäßig wenige Touristen und die Straßen erinnern mich an Bali. Die Architektur kann dort mit niedlichen, bunt bemalten Häusern punkten, das Essen ist fantastisch und selbst für einen Backpacker bezahlbar.
Auch das Viertel „China Town“ lässt einen vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet. In den Sträßchen dort gibt es Märkte mit unzähligen kleinen Läden, die Souvenirs, einheimische Produkte und eine riesen Auswahl an asiatischen Leckereien anbieten. Außerdem kann man kostenfrei einige Tempel besuchen. Ich kann gar nicht sagen, dass mir eine Ecke am besten gefällt, da ich gerade die Vielfalt Singapurs so reizvoll finde.
Ursprünglich hatte ich eine ganze Woche für Singapur eingeplant. Letztendliche habe ich jedoch nur zweieinhalb Tage hier verbracht – klingt recht kurz, hat mir aber völlig ausgereicht. Singapur ist doch um einiges kleiner, als ich dachte, und wenn man seine Zeit gut nutzt, kann man hier in zwei Tagen einiges sehen.

Diesen Artikel teilen